Impfen für einen bestmöglichen Schutz

Ich kann mich nicht erinnern, dass Alex und ich eine große Diskussion zuhause hatten, ob wir Henry impfen. Wir haben uns natürlich informiert, viele Fragen gestellt, aber schlussendlich war für uns irgendwie völlig klar, dass wir unser Kind mit Impfungen bestmöglich schützen wollen. Impfen zu können und sich und seine Kinder gegen Krankheiten zu immunisieren, ist aus unserer Sicht ein riesengroßes Privileg.

GSK meningitis bewegt | Impfung Kleinkinder | Daily Malina

Impfungen vor Kita-Start und das Thema „Herdenimmunität“

Schutz für unser Kind bedeutet ja gleichzeitig auch, andere Kinder mitschützen zu können. Da Henry ein Krippenkind war und mit 1,5 Jahren in die Kita kam, haben wir uns an den empfohlenen Standardimpfplan der STIKO (Empfehlung der ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts gehalten. Diese wird übrigens jährlich für Kinder, Jugendliche und Erwachsene überarbeitet und neu herausgegeben (Link).

Durch Impfungen kann nicht nur mein Kind, sondern auch andere Kinder (und Familien) vor Erkrankungen geschützt werden. Dass Henry geimpft ist und Krankheiten im besten Fall gar nicht erst auf andere übertragen kann, nennt man eine mögliche „Herdenimmunität“ oder „Herdenschutz“. Das Prinzip einer Impfung ist eigentlich ziemlich einfach: Das Kind bekommt meist Teile von toten oder unschädlich gemachten Erregern verabreicht, über die sich das Immunsystem “hermachen” darf – ohne dass dabei eine Erkrankung ausgelöst werden kann. Manchmal bekommen Kinder Fieber nach einer Impfung – ein Indikator dafür, dass der Körper die Eindringlinge bekämpft. Das Abwehrsystem lernt also, wie es krankheitsauslösende Erreger bei einer echten Konfrontation erkennen und unschädlich machen kann.

Zu den empfohlenen Standardimpfungen für Babys und Kleinkinder zählt z. B. die Sechsfach-Impfung. Einen vollständigen Einblick in die aktuellen STIKO-Empfehlungen findet ihr hier.

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Was sind Meningokokken?

Kennt ihr jede Impfung, die euer Kind bekommen hat? Ich, ganz ehrlich gesagt, nicht. Deswegen hatte ich auch keine Ahnung, dass mein Kind zwar gegen Meningokokken geimpft ist – allerdings nur gegen eine Gruppe. In Deutschland gibt es vor allem die Gruppen A, B, C, W und Y.

Meningokokken sind Bakterien, die über Tröpfchen von Mensch zu Mensch übertragen werden können. Fast täglich erkrankt eine Person in Deutschland, sogar jeder Zehnte trägt die Erreger in sich und kann sie daher übertragen ohne es zu merken. 2018 sind in Deutschland knapp 300 Menschen an Meningokokken erkrankt. Der Verlauf der Krankheit ist oft folgenschwer: Meningokokken können eine Meningitis (Hirnhautentzündung) und/oder eine Blutvergiftung (Sepsis) auslösen und innerhalb weniger Stunden lebensbedrohlich verlaufen. Meningokokken-Erkrankungen sind zwar selten, jedoch sind die Symptome meistens unspezifisch, sodass sie oft erst spät erkannt werden können.

Mögliche Folgeschäden einer Meningokokken-Erkrankung sind:

-Schädigung des Gehirns

-Lernschwäche

-Hörverlust

-Verlust von Gliedmaßen infolge der Blutvergiftung

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Meningokokken-Gruppen und was das für den Impfschutz bedeutet

Die in Deutschland häufigsten Erkrankungsfälle werden durch Gruppe B ausgelöst (ca. 60 %) gefolgt von Y und C. Das größte Erkrankungsrisiko haben Babys und Kleinkinder, Patienten mit geschwächtem Immunsystem und Reisende.

Da die Meningokokken-C-Impfung eine von der STIKO empfohlene Standardimpfung ist, ist ein Großteil der Kinder gegen diese Meningokokken-Gruppe geimpft. Die Impfung wird für alle Kinder möglichst früh im zweiten Lebensjahr empfohlen.

Die Meningokokken-B-Impfung wird in Deutschland unter anderem bereits bei gesundheitlich gefährdeten Personen empfohlen. Gegen die Meningokokken-Gruppen A, C, W und Y gibt es eine Kombi-Impfung. Sie wird unter anderem bei gesundheitlich gefährdeten Personen und Reisenden empfohlen. Sprecht zu diesen Impfungen am besten mit eurem Kinderarzt/eurer Kinderärztin.

 

Wer bezahlt die Impfungen?

Standardimpfungen werden von allen gesetzlichen Krankenkassen erstattet. Bei den beiden zusätzlich möglichen Meningokokken-Impfungen gegen Gruppe B bzw. gegen A, C, W und Y ist dies eine freiwillige Leistung der Krankenkassen. In einigen Fällen werden sie aber erstattet – nachfragen lohnt sich in jedem Fall!  Ich habe z. B. überhaupt nicht gewusst, dass es verschiedene Meningokokken-Gruppen gibt, gegen die man seine Kinder impfen lassen kann.

Unter diesen Links könnt ihr einmal prüfen, ob eure Versicherung die Kosten für die beiden anderen Meningokokken-Impfungen übernimmt.

Links:

https://www.kinderaerzte-im-netz.de/fileadmin/pdf/Meningokokken_B_-_Krankassenliste/UEbersicht_Kostenuebernahme_Meningokokken-B-Impfstoff_-_aktuell.pdf

https://crm.de/krankenkassen/kk_tabelle_kassen.htm

 

 

Im Rahmen einer Veranstaltung von „Meningitis bewegt.“ der GSK konnte ich mich detailliert über das Thema Meningokokken informieren und musste einsehen, wie wenig ich über die Krankheit und ihre möglichen Auswirkungen wusste. Das hat sich zum Glück geändert!

In freundlicher Zusammenarbeit mit „Meningitis bewegt.“ von GSK

NP-DE-MNX-WCNT-190013; 11/19

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