Aufrappeln nach einer Fehlgeburt: Wenn der Kinderwunsch zurückkommt

Ich weiß schon, warum mir dieser Text nicht so leicht von der Hand geht: Das Thema ist und bleibt einfach eins, dass mir immer noch Gänsehaut macht. Euer Echo auf meine Geschichte hat mir vor allem gezeigt, dass Fehlgeburten auch 2019 noch stigmatisiert und tabuisiert sind. Niemand weiß so recht, was man dazu sagen oder wie man sich danach verhalten soll, ob man helfen kann oder lieber den Mund halten. Auch wenn Eltern in der Frühschwangerschaft in der Regel darauf hingewiesen werden, dass „noch etwas passieren kann“, bleibt da ein Hauch Ahnungslosigkeit, was „etwas“ wirklich bedeutet. Natürlich muss nicht jeder laut über seine eigene Story sprechen oder schreiben, so wie ich es getan habe, aber es hilft gewaltig, sich nicht mit diesem irren Potpourri aus Gefühlen hinter einer “Alles-Ok-Fassade” zu verstecken, während sich dahinter alles nach Wackelpudding anfühlt. Es ist ok, sich erstmal eine ganze Weile irgendwie und immer wieder einfach über Wasser zu halten.

Was mir eure Nachrichten auf meine Geschichte auch gezeigt haben: Jeder geht ganz anders mit diesem Niederschlag um. Aber die Biografie nach der Diagnose ist fast immer gleich: Erst kommt der Knall, die Leere, das Nicht-Fassen, dann das Realisieren, die Wucht des Begreifens, die Trauer, während auch der Körper sich von diesem Schock erholen muss…und ganz langsam, irgendwann lichtet sich die dicke graue Wattewolke im Kopf und der Kloß im Hals wird kleiner. Irgendwann kommt ein neuer Anfang, ein Hauch von Frühling. Irgendwann kommt der Kinderwunsch wieder.

 

Daily Malina | Fehlgeburt und Familienleben

Alles auf Anfang

Bei Henry ging alles so schnell, vom Kinderwunsch bis zum Baby verging gefühlt nur ein Wimpernschlag. Alles war so unbeschwert, unkompliziert und entspannt. Nach der Fehlgeburt und einer langen Regenerationsphase fühlte sich das Thema Familienplanung nicht mehr ganz so leicht an. Leider…

Natürlich kann mir kein Produkt der Welt garantieren, dass ich wieder schwanger werde oder keine Fehlgeburt mehr erleben muss. Aber eine ausgewogene Ernährung sowie ein gesunder Körper sind die wichtigste Basis, wenn man eine Schwangerschaft plant. Und irgendwo muss man ja anfangen. Am besten mit einem guten Gefühl, für mich und meinem Körper.

Für uns war trotz der Fehlgeburt klar, dass wir unseren Wunsch nach einem weiteren Kind nicht aufgeben wollen, wenn auch nicht mit totalem Fokus, aber langfristig einfach positiv und gesund an die Sache rangehen müssen. Ich wollte meinen Körper in dieser herausfordernden Phase so gut wie möglich unterstützen.

Folsäure und Vitamine vor und während der Schwangerschaft einzunehmen ist ja irgendwie klar – aber danach? Ich beschäftige mich genug mit Ernährung, um zu wissen, dass ich mich am besten und gesündesten fühle, wenn ich meine Gesundheit und Ernährung in meinen Fokus rücke. Nicht zwanghaft, aber bewusst. Ein gesunder Körper ist die wichtigste Grundlage für eine gesunde Schwangerschaft. Mit Orthomol Natal für die Frau und Orthomol Fertil plus für den Mann haben Alex und ich hochwertige Nahrungsergänzungsmittel gefunden, die uns bei unserem Kinderwunsch unterstützen und den Körper perfekt auf eine neue Schwangerschaft vorbereiten.

Daily Malina | Familienleben
Daily Malina | Familienleben , Orthomol

Orthomol Natal geht über die reine Folsäure-Versorgung hinaus und liefert alle wichtigen Nährstoffe, die für die Entwicklung des Kindes während der Schwangerschaft und Stillzeit essenziell sind. Es enthält beispielsweise Eisen, das zur normalen Bildung von roten Blutkörperchen und Hämoglobin beiträgt, Jod, Selen, Vitamine C,K und D, verschiedene Mineralstoffe wie Calcium und Magnesium und bietet somit eine umfangreiche und ganzheitliche Mikronährstoffversorgung während der Schwangerschaft und Stillzeit – vor allem aber bereitet es den weiblichen Körper auch optimal auf eine Schwangerschaft vor. Für Menschen wie mich, die sich einfach gern an allen Fronten sicher und versorgt fühlen, ist das genau das richtige Nahrungsergänzungsmittel. Orthomol Natal gibt es übrigens in Granulat- oder Tabletten-/Kapselform. Ich habe beides getestet und bleibe definitiv beim Granulat, das für mich persönlich die passendere Variante/Darreichungsform ist.

Orthomol Fertil Plus unterstützt die männliche Fertilität. Nicht, dass wir an der Stelle Probleme festgestellt hätten, aber auch hier vertrauen wir auf die umfangreiche Mikronährstoffversorgung. Wichtige Mikronährstoffe für Männer sind beispielsweise Omega-3-Fettsäuren, Zink, Selen (für die normale Spermabildung) und verschiedene Vitamine wie Vitamine C und B12, die eine wichtige Funktion bei der Zellteilung haben.

Daily Malina | Familienleben , Orthomol
Daily Malina | Familienleben , Orthomol

Wie rappelt man sich nach einer Fehlgeburt wieder auf?

Ich glaube, ich habe mich jetzt wieder aufgerappelt. Das sage ich nicht ohne Stolz, denn die letzten Monate waren hart und anstrengend für mich. Vielleicht hilft euch, was mir geholfen hat, vielleicht könnt ihr etwas Positives und Kraft aus dem tanken, was mir wieder festen Halt gegeben hat.

1.Surround yourself with good people. So einfach, so wahr. Ich habe meinen Kreis während der ersten Wochen nach der Fehlgeburt ganz klein gehalten und mich nur mit den Menschen umgeben, bei denen ich auch einfach schwach, krank und still sein konnte. Wir waren im Sommer mit engen Freunden im Urlaub und vor einigen Wochen habe ich meine beste Freundin als kleinen Dank für ihre riesige Unterstützung nach Südtirol eingeladen. Der Halt dieser besonderen Menschen während der letzten Monate hat uns immer wieder aufgefangen. Alles, was nicht guttut oder zur Heilung beiträgt, darf erstmal hintenanstehen.

2.Sicherheit und Ordnung im Alltag schaffen: Ich habe sechs Wochen nach der Fehlgeburt meinen neuen Job begonnen und meine Selbstständigkeit wieder aus meinem Fokus genommen. Ich habe für mich festgestellt, dass mir Sicherheit und Ordnung besonders wichtig sind, um wieder auf die Beine zu kommen, um ruhig zu schlafen und mir Druck rauszunehmen, für den ich sowieso keine Energie hatte. Genauso wie für andere Menschen ein soziales Arbeitsleben und eine neue Arbeitsroutine. Der Tapetenwechsel war zwar emotional wahnsinnig anstrengend, aber in dem Moment genau die richtige Entscheidung, um perspektivisch wieder in die richtige Richtung zu schauen.

3.Um Hilfe bitten. Das ist meine größte Schwäche, ich bin eigentlich fast immer der festen Überzeugung, dass ich alles alleine schaffe. Was natürlich völliger Unsinn ist! Ich habe z. B. meine beste Freundin gebeten, mit mir ins Krankenhaus zu fahren, damit Alex unser normales Frühprogramm mit Henry durchziehen konnte. Eine andere enge Freundin hat Henry nachmittags betreut, wenn ich vor Schmerzen ans Sofa gebunden war. Ein paar Tage später haben wir Henrys Geburtstag bei meinen Eltern gefeiert und meine Mutter hat mir jede Arbeit abgenommen, die mich einfach noch zu viel Kraft kostete. Bis auf den Kuchen hat sie sich um das Buffet gekümmert und wir haben in ganz kleinem Familienkreis den 3. Geburtstag von Henry gefeiert. Hilfe anzunehmen und um Hilfe zu bitten kann so viel Überwindung kosten, aber macht das unbedingt. Du musst da nicht alleine durch.

4.Alltagsfluch (-und Segen). Mit Kind und einem Mann, der in Vollzeit arbeitet, bleiben nicht so viele Alternativen. Ich glaube, den Familienalltag am Laufen zu halten hat mich nicht nur enorm viel Energie gekostet, sondern mir vor allem auch Sicherheit geschenkt. Ich habe viel Ruhe in unseren kleinen Routinen gefunden und es hat gutgetan, zu sehen, dass alles irgendwie weiterläuft. Ich war selbst überrascht, aus wie vielen Töpfen ich immer wieder Kraft und gute Laune tankte, um eine gute Zeit mit meinem kleinen Lieblingsmenschen zu verbringen. Es hat mich darin bestärkt, dass Muttersein das Allerschönste für mich ist – nach wie vor, trotz der Angst vor dem Verlust.

5.Offen kommunizieren. Wir haben eine Weile gebraucht, um die Dinge beim Namen zu nennen. Alex hat sich nach der Fehlgeburt in seine Arbeit gestürzt und ich habe mich irgendwie alleine gelassen gefühlt mit diesem riesigen Gefühlschaos in meinem Kopf und Bauch. Sowas kann sich natürlich aufstauen und irgendwann zum Vorwurf werden. Wir haben gelernt, uns einmal in der Woche die Zeit zu nehmen, zusammen traurig zu sein, zu sprechen oder zu schweigen, aber eben gemeinsam durch die Trauer zu gehen und nicht jeder nur für sich. Irgendwann waren wir nicht mehr nur traurig, sondern wieder…wir. Und das hat sich so gut angefühlt.

Fest steht: Wir sind wieder bereit, wir haben wieder festen Boden unter den Füßen und freuen uns riesig, wenn wir irgendwann wieder ein gesundes Baby in unseren Armen halten dürfen…

 

Dieser Beitrag ist in freundlicher und verantwortungsvoller Zusammenarbeit mit Orthomol entstanden. 

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