8 Weihnachtsmomente nur für mich

Was bedeutet mir Weihnachten?

Puh, Weihnachtszeit. Ich glaube, solange ich noch keine Lichterketten dekoriert und den Tannenbaum aufgestellt habe, erinnert mich eigentlich nur der Weihnachtsmarkt auf dem Weg zur Kita, dass wir wirklich schon Dezember haben. Und meine To Do Liste natürlich: Geschenke kaufen, Glühweinabend planen, Weihnachtsganz vorbestellen, Tannenbaum aussuchen, Weihnachtskarten layouten, Fotobücher für die Großeltern drucken lassen und ja, irgendwann vielleicht tatsächlich auch nochmal in Stimmung kommen und all das genießen.

Ich will gar nicht auf den Zug aufspringen und darüber schimpfen, was wir für eine konsumorientierte Gesellschaft geworden sind, dass wir uns alle nicht mehr besinnen können und Weihnachten vermurkst haben, es ist halt auch Ende des Jahres. Wir müssen unendlich viel Papierkram erledigen, Rechnungen bezahlen und die Steuer machen. Nicht schön, vor allem überhaupt nicht weihnachtlich, aber notwendig. Dann hat unsere Wohnung einen fetten Wasserschaden, wir jetzt einen Anwalt deswegen, weil wir völlig überfordert mit dem Thema sind und auch das ist alles andere als stimmungsvoll. Ich fasse zusammen: Auch wenn Weihnachten vor der Tür steht, dreht sich das Karussell weiter, der ganz normale Alltagswahnsinn eben.

Neben all den vielen Achtsamkeitstipps, dem Adventskalenderirrsinn und den wirklich verrückten Geschenkelisten, die mir auf Instagram und Blogs um die Ohren fliegen, muss ich mal eine kleine Inspirations-Pause einlegen. Das ist eine Menge Information, eine Menge ungefragter Tipps, wie ich und wir als Familie noch mehr aus der Weihnachtszeit rausholen können.

Weihnachtsmomente | Daily Malina | Achtsame Weihnachten

Was bedeutet mir Weihnachten? Was verbinde ich mit dieser Zeit des Jahres? Woran erinnere ich mich am liebsten? An welche Geschenke kann ich mich noch erinnern? Und welche Erinnerungen will ich meinem Kind schenken?

Weihnachten und Advent war bei meinen Eltern eine große Sache. Meine Mutter hat mindestens eine Tonne Kekse gebacken, es war den ganzen Monat so schön dekoriert, wir haben zusammen gebastelt, es schmetterten immer Weihnachtslieder durchs Haus und wir sind in die Kirche gegangen. Das klingt nach Bullerbü, übertrieben idyllisch, aber das ist meine Erinnerung an Weihnachten bei meinen Eltern. Und natürlich an das tollste Geschenk der Welt: Eine bewegliche Barbie auf dem Fahrrad. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mich danach nie wieder so doll über ein Weihnachtsgeschenk gefreut.

Ich glaube, wir haben schon einen großen Schritt in die „richtige Weihnachtsrichtung“ getan und uns viel Stress damit abgenommen, als wir entschieden haben, Heiligabend nicht zu unseren Eltern zu fahren. Mir geht es da wie meiner Mama, ich genieße es sehr, Weihnachten zu zelebrieren, unsere Wohnung gemütlich und schön zu dekorieren und eben „unser“ Weihnachten daraus zu machen. Das will ich mir als Mama nicht nehmen lassen, will den Tisch liebevoll dekorieren, die Geschenke unter den Tannenbaum legen und dem Kind Weihnachtsgeschichten zu Einschlafen vorlesen. Ich hatte mein Bullerbü, das sollen meine Kinder auch kriegen.

Weihnachtsmomente | Daily Malina | Achtsame Weihnachten

8 Weihnachtsmomente, die ich mir schenke

Wir sind nicht religiös, aber am Ende eines Jahres anzukommen, den Winter zu genießen, sich über die vielen Lichter und heißen Glühwein zu freuen, das bewegt mich. Und ich finde den Gedanken schön, auch mich mit guten Momenten zu beschenken, den Anlass und die Jahreszeit zu nutzen, um ein wenig mehr Achtsamkeit in meine Welt zu bringen. Acht Weihnachtsmomente, die meinen Dezember weniger erwachsen und viel, viel weihnachtlicher machen.

1.Alleine Kekse backen.

Ich bin so selten allein, wenn ich nicht gerade arbeite und ehrlich gesagt liebe ich es, alleine in der Küche rumzuwerkeln, nicht gestört zu werden, Musik zu hören und so mein Ding zu machen. Ich hab mir meinen ersten Moment gestern geschenkt und war danach sehr glücklich. Jetzt ist es auch ok, die restlichen Kekse in großer mehliger Familienfreundeaktion zu backen.

2.Mit Henry auf den Weihnachtsmarkt gehen.

Ihr könnt euch einfach nicht vorstellen, wie glücklich das Kind ist, wenn er Karussell fahren darf, eine Tüte Schmalzkuchen alleine bezahlt und wir alle voller Puderzucker eingeschneit einen Kinderpunsch trinken. Wenn er so strahlt, ist das ein riesengroßes Geschenk an mich selbst.

3.Den Tannenbaum zusammen schmücken. 

4.Mit heißem Kakao an der Elbe spazieren gehen.

Wenn es so früh dunkel wird, strahlen am Hafen unendlich viele Lichter. Ich bin viel zu selten am Wasser, dabei liebe ich es so sehr an der Elbe zu sein. Ich habe mir fest vorgenommen, einen kleinen Spaziergang am Hafen zu machen, mich dick in Wolle einzumümmeln und dabei heißen Kakao zu trinken.

5.Geschenke selber machen.

Nicht alle, aber ein paar Ideen habe ich mir über das Jahr verteilt notiert. Irgendwie kommt es mir immer absurder vor, nur noch mehr Geld für Dinge auszugeben, die sich ja auch irgendwie jeder selben kaufe könnte. Ich werde ein paar Bilder gestalten und vielleicht den ein oder anderen Likör ansetzen, über den sich unsere Eltern und Großeltern bestimmt freuen werden.

6.Freunden und Familie Weihnachtspost schicken!

Das hab ich mir schon letztes Jahr vorgenommen und dann doch nicht gemacht. Dabei ist Post zu kriegen einfach eine tolle Überraschung, weil man sich so daran gewöhnt hat, immer nur Rechnungen im Briefkasten zu finden. (Ich hab hier unsere Weihnachtskarten gestaltet und warte darauf, dass sie jeden Moment ankommen!)

7.Das Weihnachtsmenü planen. 

Ihr wisst ja, dass ich ein absoluter Foodie bin: Ich liebe Essen, ich liebe es, Lebensmittel einzukaufen und ich liebe Kochen. Ich freue mich schon so darauf, bei einer heißen Tasse Tee meine Kochbücher rauszuholen und ein leckeres Menü zusammenzustellen.

8.Zum Pilates gehen.

Das klingt jetzt nicht so besonders weihnachtlich, gebe ich zu, aber ich hab mir ein kleines Geschenk gemacht: Ich gehe seit einigen Wochen zum Flying Pilates und genieße es so sehr, wieder etwas für meinen Körper zu tun. So anstrengend es auch ist, sind das die perfekten kleinen Alltagspausen für mich, die mir ganz viel Kraft geben. Also, obwohl Dezember ist und ich am liebsten jeden Abend auf dem Sofa versacken möchte, schenke ich mir 2h in der Woche, in denen es nur um mich und meinen Körper geht.

 

Ich hoffe und wünsch euch sehr, dass ihr die Weihnachtszeit genießen könnt und wenn nicht, euch ein paar Momente frei schaufelt und schaut, woran das liegen könnte. Wir machen uns echt so bekloppt mit Geschenken und Dekokram, dass es gar nicht richtig besinnlich werden will. Das können wir ändern und mich würde echt interessieren, was Weihnachten für euch bedeutet!

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