Tipps für einen starken Körper nach der Schwangerschaft und Geburt

Kein „After-Baby-Body“ Projekt

Die Geburt von Henry ist jetzt 2,5 Jahre her und mindestens ein Jahr davon habe ich gebraucht, um mich wieder völlig schmerzfrei in meinem Körper zu bewegen. Vielleicht auch „nur“ ein Jahr, weil ich vor der Schwangerschaft und auch währenddessen gut auf mich geachtet habe, mich dank Sport und Yoga stark und fit fühlte. Ich nahm innerhalb von neun Monaten 17kg zu, verlor das gesamte Gewicht in den ersten vier Monaten nach der Geburt und … blieb mit einem weichen, sehr unsportlichen Körper zurück. Das ist ok, ich meine, ich hab Großes geleistet und jeder Körper sollte nach so einem Wunder gnädig behandelt werden, aber ich fühlte mich von Kopf bis Fuß nur ausgelaugt und müde.

Ich trug mein Kind stundenlang in der Trage vor mich her und bekam Rückenschmerzen, ich aß meistens nur im Vorbeigehen, schnell, oft ungesund und unachtsam und machte natürlich keine der empfohlenen Übungen aus dem Rückbildungskurs zuhause. Mein Gewicht hatte ich schnell wieder, aber ich sah anders aus und fühlte mich auch anders in meiner Haut.

Kein „After Baby Body“ Projekt

Alles am Mutterwerden ist ein wortwörtlicher Wachstumsprozess, die Schwangerschaft, die Geburt und jede kleine und große Erfahrung mit Kind. In eine Familie reinwachsen, in neue Aufgaben reinwachsen, in eine neue Beziehung mit dem Partner wachsen und irgendwie auch in diesen neuen, alten Körper reinwachsen. Und wenn ich dir eine Bitte auf den Weg mitgeben darf, dann, deinen großartigen Körper nicht zum „After Baby Body“-Projekt zu machen. Es geht nicht um Kilos, es geht auch nicht darum, schlank zu sein oder unbedingt wieder in dieses eine Lieblingskleid zu passen, sondern nur darum, dich stark und gesund zu fühlen. Für dich – und für dein Kind. Die Perspektive vielleicht auch ein wenig zu drehen, deinen Körper nicht zu deinem Feind zu machen, sondern zu deinem Freund.

Ich kann meinen Schweinehund auch nicht immer überwinden, aber ich arbeite dran. Ungefähr drei Monate nach Henrys Geburt habe ich wieder kleinere Workouts in meinen Alltag eingebaut, bin langsam wieder laufen gegangen und versuche, so viele Wege wie möglich zu Fuß zu gehen. Letztes Jahr bin ich mit Tränen durch das Ziel gelaufen, nachdem Alex uns beim Hella Halbmarathon angemeldet hat und ich nicht fassen konnte, dass ich es wirklich geschafft habe. Wenn mein Körper mich nach der Geburt von Henry eins gelehrt hat, dann, dass ich mehr schaffen kann, als ich dachte.

 

Mach deinen Körper zu deinem Freund.

Sport wird so oft als beschwerlicher Weg zum Körperideal und Bikini-Body dargestellt. Lasst uns doch mal von diesem Gedanken weg bewegen und es anders sehen: Sport macht deinen Körper stark und gesund – und das hat nichts mit überhöhten Bodyimages zu tun. Sei gut zu dir und behandle deinen großartigen Körper mit Liebe und Respekt, damit er dich weiter so zuverlässig durch dein Leben trägt.

Kleine Ziele

Kurz nach der Geburt mit dem Training für einen Halbmarathon zu starten ist sicher nicht für jeden was, aber kleine Ziele im Alltag zu erreichen, schüttet schon unheimlich viel Serotonin aus! Ziele können ja auch sein, z.B. jede Woche 5 Minuten länger zu laufen oder jeden Tag 10.000 Schritte zu gehen, mit dem Rad zu fahren oder einmal in der Woche zum Yoga zu gehen (und das am besten mit einem Freundinnendate zu verbinden!). Jede Bewegung ist besser als keine und wenn man erstmal drin ist, sich selbst kleine Mini-Ziele zu setzen und zu erreichen, macht das sogar richtig Freude!

Finde ein Workout, dass es dir leicht macht, dich zu überwinden.

Für manche spielt da der Faktor Zeit rein, für manche Geld, die Umgebung oder Effektivität, aber die Sache ist: Finde ein Workout, dass umsetzbar ist und dich nicht einengt, sondern glücklich macht. Ich gebe ganz ehrlich zu, wenn ich es geschafft habe, den Einkauf in die dritte Etage zu schleppen und anschließend noch 15 Minuten ein paar Kniebeugen oder Situps zu machen, bin ich schon mehr als zufrieden mit mir.

 

Elektro-Stimulations-Training mit ANTELOPE.CLUB

Ich habe schon vor der Schwangerschaft mehrere Monate lang EMS Training gemacht und mich einfach gut dabei gefühlt. Der Vorteil für mich dabei ist definitiv die Kombination aus Zeitersparnis und Effektivität. Dank einer engmaschigen Betreuung während des Trainings konnten wir gezielt trainieren, was mir besonders wichtig ist: Rücken-und Bauchmuskulatur, Beine und Po. Was ich damals noch nicht wusste war, im Nachhinein aber umso dankbarer dafür war, dass ich mit jeder dieser Übungen auch meinen Beckenboden trainierte. Ihr wisst schon, dieser komische Muskel, von dem man nie was hörte, bis man ein Kind bekommt…

Als ich vor einigen Wochen ANTELOPE.CLUB testen durfte, musste ich gar nicht lange überlegen. Innerhalb von kurzer Zeit Kraft und gezielt Muskeln aufzubauen, war für meinen Rücken-und Nackenschmerzen gebeutelten Körper genau das Richtige. Das beste daran ist aber, dass ich dafür in kein Fitnessstudio gehen musste, sondern ganz einfach von zuhause trainieren konnte. Das enganliegende Tanktop hat zwei integrierte Silikon-Elektroden an Bauch und Rücken und über eine App kann man unkompliziert die gewünschten Muskelgruppen individuell ansteuern und trainieren (oder massieren, oh ja!).

EMS Training | After Baby Body | Fit nach der Schwangerschaft mit EMS | Antelope EMS

Mehr Kraft durch smarte Elektro-Muskel-Stimulations-Übungen

ANTELOPE ist ein intelligentes Workout: Es ist so intensiv wie Hanteltraining, ohne das gelenkbelastende Gewicht und verbessert die Kraft mit geringstem Zeitaufwand. Du kannst du beim Krafttraining ganz gezielt vorgehen: EMS Training kann Deine Rücken- oder Bauchmuskulatur stärken oder auch Kraft- und Ausdauertraining trainieren.

Übrigens: Schwangeren und stillenden Frauen wird von EMS-Training ausdrücklich abgeraten. Als ich damals in der 5.SSW von unserem Wunder erfuhr, stellte ich das Training sofort ein. 

Noch mehr Infos dazu, wie EMS funktioniert und ob es vielleicht das richtige Training für euch sein könnte, findet ihr hier.


Mein Fazit (das sich viele von euch nach meiner Instastory zu dem Thema gewünscht haben): Wenn ihr kein klassischer Fitness-Typ seid, vielleicht auch wegen Kindern und Job wenig Zeit habt, um wirklich gezielt Muskeln aufzubauen, kann EMS das richtige für euch sein. Es ist – nur um hier ein paar Tagträume zu zerschlagen – sauanstrengend und funktioniert nur, wenn die Muskeln während der Übungen und Stimulation wirklich angespannt werden. Ich würde sagen, es ist kein langfristige Lösung oder muss noch von einem anderen Sport begleitet werden, weil mir z.B. auch die psychischen Faktoren, wie den Kopf beim Laufen freizukriegen, auf Dauer fehlen würden. Wie bei allen anderen Sportarten auch, sieht man Ergebnisse nur dann, wenn man seinen Lebensstil ganzheitlich anpasst, also Ernährung, Bewegung und irgendwie auch das Mindset!


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Bewusst essen!

Lieber zehn Minuten ohne Handy, ohne Baby, ohne TV essen, als immer nur so nebenbei essen. Ich hab gelernt, dass ich schon durch ganz wenige, bewusste Momente viel Kraft tanken kann und im besten Fall auch ohne Nebengedudel. Warmes Essen gehörte vor allem im ersten Jahr als Mama zu meinen absoluten Luxuserfahrungen, passierte nämlich äußerst selten. Was es mir leichter machte, nicht nur Kekse und Toastbrot in mich reinzustopfen: Viel (TK-)Obst und Gemüse im Kühlschrank, mit denen sich ganz schnell Smoothies oder Pfannengerichte zaubern ließen, die satt machen, gesund sind und nicht nur aus leeren Kohlenhydraten bestehen. Übrigens auch die deutlich gesündere Wahl für stillende Mamas! Ich fühlte mich wacher, meine Haut dankte es mir und ich konnte besser schlafen.

Schwachstellen ernst nehmen!

Meine Schwachstelle ist seit der Geburt von Henry mein Rücken und mein Beckenboden. Ich hab hier viel Geduld und Mühe investiert, um meinen Körper wieder auf Vordermann zu bringen und weiß, dass es damit nicht getan ist. Ich versuche, Henry so wenig wie möglich zu tragen, ein paar effektive Bodenübungen zu machen, um besonders meinen unteren Rücken und Beckenboden zu trainieren und einfach mehr Bewegung im Alltag einzubauen. Ich empfehle dir unbedingt, einen Rückbildungskurs zu machen und dir auch für die Zeit danach Übungen zeigen zu lassen, die deine Schwachstellen stärken.

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