Meine Links der Woche #3

Instagram analysieren, weniger Plastik und viele positive Vibes

Juhuuu, die Ferien sind vorbei! Ich muss ja zugeben: Ich habe mich schon sehr darauf gefreut, wieder am Schreibtisch zu sitzen und mich langsam aber sicher (das dauert nach schönen und langen Ferien ja immer etwas länger) zurück in meinen Arbeitsalltag zurückzugrooven. Gerade als Selbstständige und jemand, der eigentlich total gerne arbeitet, fühlen sich Ferien immer ein bisschen riskant an. Wie viel Pause kann man sich leisten, wieviel Geduld kann man Kunden zumuten, verärgert man Leser und den Instagram-Algorithmus, wenn man einfach mal in echten Offline-Ferien verschwindet?

Ich bin letztens auf Instagram über eine Mini-Befragung gestolpert, deren Ergebnis mich ganz schön runtergezogen hat, auch wenn ich hier auf meinem eigenen Blog eigentlich sogar organisches Wachstum feststelle, aber trotzdem: Über 60% der Teilnehmer (und keiner weiß, wieviele das tatsächlich waren) haben angegeben, keine Blogs mehr zu lesen, sondern nur noch Instagram zu nutzen. Ja ich weiß, so eine Befragung ersetzt jetzt keine ordentliche Statistik, aber die Entwicklung ist natürlich spürbar und auch mit Agenturen entstehen immer wieder Diskussionen über Reichweite und Followerzahlen. Ich bin keine Instagramerin, ich bin Bloggerin, ich bin Konzepterin und ich schreibe Alltagsgeschichten (sag ich jetzt einfach mal so), die von über 20.000 Menschen gelesen werden. Hier werden keine Rabattcodes für Uhren geteilt, ich zeige keine Hauls, ich bombadiere euch nicht mit unendlichen Affiliatelinks. Die Tendenz, lieber Follower, Likes und Kommentare zu kaufen als unterzugehen, ist so gravierend und dramatisch, weil sie eine ganze Branche einfach in sich implodieren lässt. Leute, organisches Wachstum ist das beste, was euch passieren kann und ganz ohne krumme Dinger gibt es wirklich sinnvolle Tools, um die tatsächliche Reichweite zu erhöhen. Was mich aber wirklich ärgert: Echte Reichweite zählt kaum, weil sie nicht krass genug ist, wir sind verwöhnt von den irrsinnigsten Followerzahlen im Netz – und weil sogar richtig gute Zahlen leider selten gut genug sind. Schade, richtig schade. Darüber haben zwar schon viele geschimpft und ich will mich da nicht unbedingt einreihen, zumal mein Beruf viele Vorteile mit sich bringt, die mir gerade im Alltag so viele Freiheiten ermöglichen, aber trotzdem ist auch hier natürlich manchmal trouble in paradise.

Ich meine, machen wir mal eine kleine Milchmädchenrechnung…

Wenn ich beispielsweise mit 5700 Followern auf ein Bild knapp 600 Likes oder mehr bekomme, dann ist das ein Engagement von über 10% und das ist extrem hoch. Wenn jemand mit 45.000 Followern auf ein Bild 900 Likes bekommt, ist das eine Engagement von knapp 2% und tatsächlich ziemlich mies. Das sagt jetzt erstmal nichts über die Qualität des Bildes aus, aber vielleicht versteht ihr, worauf ich hinaus will: Die tatsächliche Bedienung einer Zielgruppe und Nische lässt sich nicht über einfache Followerzahlen ermitteln. Nur ein Klick auf ein Profil oder ein Bild reicht aus, um innerhalb von 10 Sekunden herauszufinden, ob hier überwiegend männliche Mittdreißiger aus Indien das neue Bild geliked haben, oder Katharinas, Annas und Stefans, die im besten Fall auch noch kommentieren. Wenn ein Kunde mit einem gekauften Bild zwar tolle Zahlen, aber überwiegend ausländische Fakeprofile erreicht, ist die Kampagne doch verpuffte Mühe und vor allem viel verpufftes Geld gewesen. Schade, weil es doch immer noch wirklich gute Blogger gibt, die um diesen ganzen Hokuspokus einen groooßen Bogen machen. Außerdem: Die Wertigkeit eines Blogbeitrags der ganz einfach per SEO zu optimieren ist, der keinem Algorithmus unterliegt und von echten, interessierten Menschen gelesen wird, hat schlicht und ergreifend eine höhere Wertigkeit als ein Bild auf Instagram. Deswegen handhabe ich es schon seit Beginn meiner Selbstständigkeit so, dass mein Fokus hier auf der Seite und auf meiner Arbeit als Konzepterin liegt und weitere Apps maximal nettes Beiwerk sind, die ich zwar zum Austausch und eher wie ein Tage nuch, aber nicht für den Ausbau meiner Marke nutze.

 

Instagram analysieren

Passend zu meiner Meckerei bin ich gestern über eine Instagram-Analyse von einer meiner liebsten Instagram-Accounts gestoßen: What I learnt on Instagram this month von Broke Huskinson. Ich finde es so so spannend, dass die ihre Erkenntnisse mit allen teilt, dass sie schleichende Tendenzen und Entwicklungen auf Instagram bemerkt und analysiert. Das zeigt mir – trotz der Übersättigung, die ich aktuell spüre – dass es doch noch Instagramer gibt, die nicht nur Trends abgrasen und schnelles Geld verdienen wollen, sondern klug und kompetent sind, sich mitentwickeln, Vorteile, aber auch Nachteile erkennen und kreative Lösungen finden.

 

Sonnenschutz für Kinder | AXA Kindersicherheitsinitiative

Ihr fragt mich immer wieder, was ich eigentlich außer dem Bloggen noch mache und meistens hake ich das mit „Texten, konzipieren und beraten“ ab. Meistens, weil mein Name nicht explizit hinter einem Ergebnis steht oder weil ich an größeren Projekten mitwirke, aber heute kann ich euch einen Gastbeitrag zum Thema Sonnenschutz von mir verlinken, der im Rahmen der AXA Kindersicherheitsinitiative entstanden ist.

Erweiterung der Verpackungsverordnung oder auch die Anti-Plastik-Petition

Wir produzieren so viel Müll im Alltag, das einem schlecht davon werden kann. Ich weiß, kein fröhliches Thema, aber wir müssen uns unbedingt bewusster machen, das genau dieser Müll, den wir aus der Küche vor die Tür stellen, damit nicht aus der Welt geschafft wurde. Damit es uns leichter fällt, überhaupt erst weniger Plastik zuhause anzuschleppen, der die Meere verdreckt und irgendwann in Wal-und Vogelbäuchen landet, müssen verschiedene Ansätze gefunden werden. Einer davon ist, schon viel früher anzusetzen, nämlich bevor die Lebensmittel verpackt in den Supermärkten landen und von uns gekauft werden. Die Petition ist längst überfällig, hier könnt ihr sie unterschreiben.

 

Postive Vibes

Wenn dir Laura Malina Seiler nichts sagt, dann hörst du entweder keine Podcasts, gehst in keine Buchläden oder benutzt kein Instagram. ;) Lauras Podcast „Happy, Holy & Confident“ gehört zu den meistgehörten Deutschlands und ist nicht nur von mir eine riesige Empfehlung, wenn ihr innerlich nach Veränderungen sucht, euch mit Spiritualität beschäftigen möchtet und euch besser kennenlernen wollt. Gestern bekam ich ihren neuen Newsletter, den ich normalerweise immer nur kurz überfliege, aber dieses Mal an diesem Zitat hängen blieb, den ich unbedingt mit euch teilen wollte:

Info: Die oben genannten Links sind unbezahlte und unbeauftragte Verlinkungen zu Projekten oder Menschen, die mich inspirierten.

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