Meine Links der Woche #2

Meckerdonnerstag und Crowdfunding

Die letzte Woche ging irgendwie unter. Nicht besonders schlimm, solche Wochen hat jeder und gerade vor dem Hintergrund, dass nächste Woche die Kita-Schließzeit beginnt und somit unsere ersten offiziellen „Sommerferien“ anfangen, vielleicht sogar verständlich. Als Selbstständige mit guten und schwierigen Monaten, mit gutem und sehr oft katastrophalem Zeitmanagement, lerne ich in meinem zweiten Jahr gerade vor allem: Arsch hoch, weitermachen. Es hat schon seine Vorteile, angestellt zu sein, sich um Kram wie Krankenversicherung, Rechnungen oder Steuern nicht wirklich kümmern zu müssen, aber man hat dann eben auch nicht die Freiheiten, die ich gerade als Mama mit Kleinkind so sehr genieße. Alles eine Frage der Perspektive und Prioritäten, vermute ich. Und gerade auch mit Alex Beruf, der so zeitintensiv ist, in einer Branche, die viel Hingabe und Kreativität von ihren Mitarbeitern einfordert, war uns einfach nach der Elternzeit klar, dass ich nicht auch in meinen Job zurückgehen kann, der mich verschlucken würde. Ja, die Elternzeit verändert ganz viel in einem und wenn man vorher schon nicht so richtig happy in seinem Beruf war, wird man es wohl kaum danach werden. Ich finde es eigentlich toll und bewundernswert, wenn sich Mütter trauen, ein Risiko einzugehen, ganz egal, ob das ein Label, ein Café oder eben ein Blog ist. Ich kenne keine (!) Mamabloggerin, die sich auf dem Gehalt ihres Mannes ausruhen kann, mich eingeschlossen. Insofern wünsche ich mir manchmal keinen besonderen Respekt, sondern ganz normalen Respekt vor dem, was ich mir in den letzten Jahren 5 aufgebaut habe, so wie ich jede Arzthelferin, Designerin oder Ärztin respektiere.

Warum ich  euch das erzähle? Ich habe letzte Woche zusammen mit Ivy zwei Interviews für Hamburger Zeitungen gegeben, in denen es unangenehm doll über unseren Job als Bloggerinnen ging. Ich versteh ehrlich gesagt überhaupt nicht, warum es für Menschen immer noch ein Rätsel ist, dass man mit persönlichen Geschichten Geld verdienen kann. Man kann ja auch mit Nachrichten, Kolumnen, Wettervorhersagen und Talkshows Geld verdienen. Beide Redakteurinnen reagierten schon fast überrascht, als wir erzählten, dass wir beide aus der Werbung kommen, jahrelang in diesem Beruf gearbeitet haben und wahrscheinlich auch genau deswegen Erfolg mit unseren Blogs haben. In Zeiten, in denen Influencer (so ein dummes Wort) mit einem verdammt schlechten Image etikettiert werden, hat man es tatsächlich nicht leicht, Kritiker davon zu überzeugen, dass es sicherlich ein paar schwarze Schafe gibt, aber der Rest mindestens genauso hart arbeitet wie jeder normale Angestellte.

Also nochmal, warum ich euch das erzähle? Ich habe letzte Woche außerdem wahnsinnig tolle Frauen kennengelernt haben, die genau das gemacht haben: Mutter werden, Prioritäten ändern, aus einer Idee einen Job entwickeln, damit ein hohes (finanzielles) Risiko eingehen und sich trotzdem selbstständig machen. Imke von Mutterhelden, die erst Einkäuferin war und nun Mama Coaching in Hamburg anbietet oder Michaela, die im Medizinstudium Mutter wurde, ihren Dr. machte und nebenbei  „das boep“ entwickelte.

Crowdfunding „das boep“ Sonnencreme

Ein Unternehmen, dass sich selbst treu geblieben ist, auf organisches Wachstum gesetzt hat, sich langsam als zuverlässige und natürliche Babymarke mit eigenen Umsätzen aus dem Boden gestemmt hat: Das boep hat ein Crowdfunding gestartet, um die immens hohen Kosten für Entwicklung der Creme als auch die notwendigen Tests und Zertifikate zu finanzieren. Sonnencreme ist besonders heikel, besonders für Kinder und noch mehr, wenn man ohne chemische Filter, Duftstoffe und synthetische Stoffe auskommen will. Wenn ihr das Projekt ebenfalls unterstützen möchtet, könnt ihr hier klicken.

 

Hochzeitsblog: Lieschen heiratet

Falls mich jemand sucht: Ich bin verschwunden und lese Hochzeitsblogs. Ich hab mir eigentlich fest versprochen, mich nicht mit dem Thema irre zu machen, aber ich stecke fest. Ich, weil Alex immer nur sagt, dass wir entspannt bleiben sollen und auch nicht so richtig weiß, ob er ein BBQ im Sommer will oder eine Hochzeit in der Toskana oder einfach nur zu zweit durchbrennen. Fassen wir mal zusammen: Ja, wir sind immer noch unentschlossen und während wir zwischen gefühlt 25 Möglichkeiten hin und her switchen, lassen wir uns bei Lieschen heiratet inspirieren. Ich liebe alles, die echten Hochzeiten, die Fotografie, die guten Tipps und Listen, die mir dann doch das Gefühl geben, wir könnten das alles irgendwie hinbekommen.

 

Homestory

Auf Großstadtmamas haben wir unsere erste kleine Homestory veröffentlicht: Meine eigene. Ich zeige euch mein Lieblingszimmer, dass die meisten von euch eh schon kennen und lieben, nämlich unser Esszimmer. Hier arbeite ich, hier essen wir, hier sitzen wir mit Freunden und trinken Wein oder schmieden Pläne. Ich freu mich, wenn ihr dort vorbeischaut! Falls ihr übrigens euer Lieblingszimmer mit uns (und unseren Lesern) teilen möchtet oder jemanden kennt, der das übrigens machen sollte, dann könnt ihr uns gerne eine Mail an hi@grossstadtmamas.de schreiben.

 

Gelesen

Ich muss jetzt ja nicht so tun als ob, gelesen hab ich nämlich nicht wirklich. Aber ich hab so schöne Bücher zuhause, die ich mir am Wochenende bei einer Tasse Kaffee mal wieder ganz in Ruhe angesehen habe, um irgendwie aus meinem Kreativitäts-Loch rauszukommen. Manchmal häng ich so zwischen Inspiration und eigenem Anspruch fest, dass es mir schwer fällt, einfach weiter auf mein Bauchgefühl zu hören. Falls ihr auf Fotografie steht, sind diese beiden Bücher vielleicht auch was für euch:

Dialogues von Our Food Stories und

Hide and Seek von Sofia Borges. 

 

Dieser Beitrag enthält freiwillige und und unbezahlte Verlinkungen, die ich laut der aktuellen Rechtslage als Werbung deklarieren muss. 

2 thoughts on “Meine Links der Woche #2

  1. Breanna

    Ich finde es wunderschön, dir in deiner Hochzeitsfreude zu folgen und ich bin mir sicher, ihr findet die für euch perfekte Hochzeit. Und ich finde, es gehört auch einfach dazu, in solche wichtigen Themen „abzutauchen“. Egal ob Hochzeit oder Schwangerschaft oder oder oder ;)
    Ich möchte dich nur vor einem Thema warnen – überall wird es teurer, sobald „Hochzeit“ draufsteht. Also vielleicht lieber beim Frisör eine Abendfrisur statt einer Hochzeitsfrisur machen lassen. Und auch den Hochglanz-Hochzeitsplaner braucht man (meiner Meinung nach) nicht, Listen kann man auch schön mit normalem Papier erstellen. Und gerade beim Catering lohnt es sich, Vergleichsangebote einzuholen und darauf zu achten, wie lange Servicekräfte zur Verfügung stehen und was sie bei Überziehung der vereinbarten Zeit kosten.
    Und wahrscheinlich hast du all diese Tipps schon mehrfach gehört, dann tut es mir leid :)

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    1. Regina
      Regina

      Ja, das Gefühl habe ich definitiv auch! Plötzlich kosten die Servicekräfte 10€ mehr pro Stunde, das Buffet schlägt mit 20% mehr zu Buche und und und. Da kann einem bei den eh schon fetten Preisen so ein bisschen die Lust vergehen. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie viele Leute mir jetzt schon geschrieben haben, dass sie genau deswegen immer noch nicht geheiratet haben. Irgendwie schade…
      Wir planen eh keine mega fancy Hochzeit, das würde gar nicht zu uns passen, aber eine Party mit Freunden und Familie, ausgelassen und alle schick gemacht, das wünsch ich mir schon. Mal sehen, was am Ende dabei rumkommt ;)

      Und nen Hochzeitsplaner haben wir auch nicht…das Geld investier ich lieber in Kaffee und Kuchen! ;)

      Ganz lieben Dank für deinen Kommentar und schöne Grüße,
      Regina

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