Meine Links der Woche #1

Über Werbung, Podcasts und Bücher

Wisst ihr, ich hab in der letzten Woche so viel im Netz gelesen, gehört, recherchiert und dachte, ich teile meine Funde mit euch. Wenn euch diese Art von Beiträgen gefällt, machen wir das einfach öfter und ersetzen damit die kleinen Wochenrückblicke, die ich ehrlich gesagt so ein bisschen über bin. Oder gehts euch da anders?

Abmahnwelle für Blogger und Influencer

Als Internetperson hat man es seit dem letzten Gerichtsurteil in Sachen Werbung auf Instagram nicht mehr ganz einfach hier. Falls euch das Thema Werbung aktuell genauso nervt wie mich, den kann ich an der Stelle leider nicht beruhigen: Das wird uns sicher noch eine ganze Weile beschäftigen. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass wir hier schon am Ende des Diskurses angekommen sind, sondern im Gegenteil noch ganz am Anfang stehen. (Darum gehts: LINK. ) Mein ehemaliger Kollege Moritz Meyer hat darüber einen interessanten Artikel verfasst. Seine Zusammenfassung des Urteils:

 

1.Der Leitfaden der Medienanstalten ist für die Tonne!

2.Jeder, der mit Werbung auf Instagram Geld verdient, verfolgt mit seinen Inhalten ein Geschäftsinteresse. Und das muss laut Gericht für die Nutzer transparent gekennzeichnet sein.

3.Tags sind problematisch, wenn sie auf Accounts von Marken verweisen, mit denen Shops verknüpft sind. Damit werden sie zu “kommerziellen Handlungen”, die gekennzeichnet werden müssen. (Zitat)

 

Mich stört an der Diskussion, dass alle Blogger (oder Influencer) unter Generalverdacht gestellt werden, Inhalte grundsätzlich nur zu werblichen Zwecken mit Lesern (Followern) zu teilen. Wenn ich also Freunde und Cafés verlinke, die dadurch mehr Follower oder Kunden bekommen könnten oder auf meine eigenen Beiträge hinweise, erfülle ich einen werbliche Zweck und muss diesen als solchen kennzeichnen. Das sagt zumindest das Gerichtsurteil. Wenn ich z.B. den Hashtag #großstadtmamas verwende oder unseren Account verlinke, mache ich schon Werbung für unser Magazin. Verrückt, oder? Irgendwie dachte ich immer, Vernetzung sei irgendwie auch der Grund, warum man sich überhaupt im Internet bewegt. Mein Kanal und mein Blog werden mit diesem Urteil zu einer Dauerwerbesendung gemacht, die es doch eigentlich überhaupt nicht ist. Ich versteh durchaus die Problematik, da ich sowohl als „Influencer“ mit geschäftlichem Interesse als auch als Konsument mitten im Dilemma stecke. Ich finde es auch absolut richtig und wichtig, für Transparenz im Internet zu sorgen und bezahlte Beiträge (in Form von Geld, Reisen oder Produkten) von nicht bezahlten Beiträgen zu unterscheiden, aber irgendwie scheint mir das der falsche Weg zu sein.

Es gibt sicherlich ein paar schwarze Schafe, die die Grauzone der Kennzeichnungspflicht zu ihrem eigenem Vorteil nutzen, um sich daran zu bereichern. Ich bleibe bis zu einer besseren Lösung (entweder in Form von einer deutlichen Markierungsmöglichkeit durch die Plattformen selbst oder eben einen verwendbaren Leitfaden der Medienanstalten) erst einmal dabei, alle Beiträge mit einer möglichen werblichen Intention als Werbung zu kennzeichnen. Kacke für mich, kacke für euch, weil super intransparent und vor allem schlecht für die Interaktion auf Social Media, aber dafür haben wir ja den Blog!

Meine Freundin Luise hat einen ziemlich guten Leitfaden für Blogger zusammengestellt und setzt sich auch im Hintergrund weiter mit dem Thema auseinander, insofern ist sie eine zuverlässige und gut informierte Quelle für mich (und euch). Das ersetzt natürlich alles keine Rechtsberatung, aber sie hat völlig Recht damit, das eine Überkennzeichnung vor allem zu einem großen Problem führt: Täuschung der Follower und Verschleierung von echter Werbung. Das stärkt weder eine wachsende Branche, macht sie nicht transparenter, sondern vor allem unseriös.

 

Podcastfolgen der Woche

Ich habe Podcasts für mich entdeckt – zwei Jahre später als alle anderen. ;) Wenn ich frühstücke, die Wäsche zusammenlege oder Auto fahre, höre ich mich durch Empfehlungen von euch oder eigenen Entdeckungen. Meine Top 3 Podcasts der letzten Woche:

  1. Die Zeit VERBRECHEN: Warum Mediziner so oft Morde übersehen
  2. Y Politik-Podcast: Deliveroo, Uber & Co: Warum die On-Demand Economy Ausbeutung ist
  3. This is Jane Wayne:#27 – Über das 2.Kind, die 30., Neuanfänge

Durchgelesen

OOOMG, ich habe es wirklich geschafft und eins meiner Bücher durchgelesen. Ich kann es selbst kaum glauben, aber ich arbeite aktuell wieder daran, mich noch besser an eine gesunde Schlafroutine zu gewöhnen und die sieht eiiigentlich vor, nicht mehr im Bett zu surfen. Kein Pinterest, kein Instagram, keine Mails. Ich hab also eines der Bücher in die Hand genommen, die ich für den Toskana-Urlaub gekauft hatte und ehem…ja, nicht mal damit angefangen habe. „The Woman in the window“ von A.J. Finn war anfangs ein wenig zäh, nimmt aber im Laufe der Geschichte ordentlich Fahrt auf und ist ähnlich verworren für den Leser wie „Gone Girl“ von Gillian Flynn. Deswegen auch eine Empfehlung an alle, die auf Thriller stehen! Am Ende ist mir fast die Kinnlade runtergefallen, als sich die Geschichte langsam aber sicher vor mir entknotet hat…

DIY

Das Schöne an Großstadtmamas ist, dass wir ganz neue Formate ausprobieren können, die auf unseren eigenen Blogs gar nicht so viel Sinn machen. Wir haben ein kostenloses Printable für unsere Leser entwickelt, das ihr einfach nur noch ausdrucken und ausschneiden müsst. Ich finde, es ist echt so gut gelungen und muss euch das DIY an dieser Stelle unbedingt noch mal ans Herz legen., falls ihr für eine WM-Party oder den nächsten Kindergeburtstag noch die ein oder andere einfache Verschönerungsmöglichkeit sucht!

eiswaffeln diy printable großstadtmamas

Ich hoffe, der Beitrag hat euch Spaß gemacht! Wenn ihr Podcastfolgen empfehlen könnt, dann unbedingt her damit! <3 

 

Info: Der Beitrag enthält Werbelinks. Wenn ihr etwas über diese Links kauft, verdiene ich ein dadurch ein paar Cent, der Preis ändert sich für euch aber nicht, also danke für eure Unterstützung. Alle weiteren Links sind natürlich unbeauftragt und unbezahlt, wie immer. 

2 thoughts on “Meine Links der Woche #1

  1. Lida

    Liebe Regina, deine Empfehlungen gefallen mir sehr und dieses Blog-Format ist super! Ich hatte deine ZEIT Verbrechen Podcast Empfehlung schon in deiner Story gesehen und bin begeistert – super spannend, danke dafür! Zur Kennzeichnungspflicht: Gilt das jetzt nur für instagram, also kannst du hier auf dem Blog Empfehlungen aussprechen ohne das auch noch kennzeichnen zu müssen?

    Antworten

    1. Regina
      Regina

      Liebe Lida,

      das kann dir aktuell wahrscheinlich niemand so richtig beantworten, aber laut rechtlicher Empfehlung muss alles, was in irgendeiner Form werblichen Charakter haben könnte (Empfehlungen von Büchern, Spielzeug usw) deutlich gekennzeichnet werden. Mache ich ja mit den grau hinterlegten kleinen „Sprechblasen“ am Anfang und Hinweisen am Ende bezahlter Beiträge sowieso schon, aber ich bin gespannt, wie weit diese ganze Kennzeichnungsgeschichte ad absurdum geführt wird. We will see ;) Liebe Grüße an dich, Regina

      Antworten

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