FEBRUAR

I choose who I become

Februar ist ja einer dieser Monate, die meist sang-und klanglos in der Versenkung verschwinden. Es passiert selten spannendes oder erzählenswertes, ähnlich wie das Wetter, es ist grau und kalt und trist. Die anfängliche Neujahrseuphorie – wenn man denn welche verspürte – verabschiedet sich meistens genau jetzt. Wenn man sich nicht gerade bei 25 Grad ein schönes Leben in der Sonne macht, ist es durchaus ein Stückchen Arbeit, gerade jetzt positiv zu denken und sich selbst zu motivieren, mal irgendwie das Leben auf die Reihe zu kriegen. Momente festzuhalten, einen Monatsrückblick zu schreiben, hilft.

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Zuhausegefühle

Wir machen unsere Wohnung immer mehr zu unserem Zuhause. Ich hätte natürlich nichts dagegen, wenn einfach mal alles fertig wäre, aber gerade der Prozess und das ständige Umstellen und Umdenken machen es ja erst so richtig heimelig. Wir haben Henrys Zimmer endlich fertig eingerichtet, und bis auf ein paar Bilder (dieses Bild oder das hier sind gerade meine Favoriten), die noch an den Wänden fehlen, ist es wirklich ein Zimmer zum Träumen, Trödeln und Spielen geworden.

Neben ein paar Kleinigkeiten wie dem perfekten Teppich fürs Wohnzimmer oder ein paar Blumenampeln, ist unsere größte Baustelle im Moment aber unsere Küche. Grrr. Wir haben zwar eine hochwertige Einbauküche, die aber schon ordentlich in die Jahre gekommen ist. Wir kochen einfach so gerne, dass wir dieses Mal – auch wenn es eine Mietwohnung ist – ein bisschen in die Küche investieren wollen. Das ist nicht ganz unkompliziert, weil wir es hier mit einem typischen Altbau zu tun haben. Die Wände sind krumm und schief und die Anschlüsse ehm…etwas kreativ und nicht besonders klug gesetzt. Wir haben uns für den März vorgenommen, das Projekt Küche in Angriff zu nehmen und ich freu mich auf das Ergebnis. Es wird übrigens keine IKEA-Küche, weil wir die Korpusse und Schubladen aus praktischen und ökologischen Gründen behalten wollen und die Fronten somit nicht passen. Schade, weil es günstiger wäre, aber spannend, weil wir uns so mit vielen anderen Möglichkeiten auseinandersetzen müssen!

Babyfever

Ich habe Babyfever. Ehrlich gesagt hab ich mich ja schon an den Gedanken gewöhnt, Henry als Einzelkind großzuziehen. Ich lieb es, seine Mama zu sein, wirklich, das ist der beste Job der Welt! Und weil ich so gerne schwanger mit ihm werden wollte, so gerne schwanger war und einfach alles daran genossen habe, ihn als Baby im Arm zu halten und beim großwerden zu beobachten, hätte ich es irgendwie unfair gefunden, ein zweites Kind aus „vernünftigen“ Gründen zu bekommen, damit er nicht alleine bleibt. Ich wollte unbedingt wieder diesen tiefen Wunsch in mir spüren, das alles noch einmal zu erleben, bevor es „passiert“. Wohoo, und da ist es…all the baby feelings (nicht das Baby!).

Ich durfte Ende Januar bei der Geburt einer Freundin dabei sein (also, mehr oder weniger, weil es ein Kaiserschnitt wurde, aber ich hab die ersten Bilder von der Maus beim Papa auf der Brust gemacht und es schnürt mir immer noch den Hals zu, dass ich bei diesem Moment dabei war), mein Bruder ist vor wenigen Wochen zum zweiten Mal Papa geworden und neben diesen winzig kleinen Zuckermäusen wirkt mein „Baby“ wie ein Riese. Aber gute Neuigkeiten: Henry LIEBT Babys. Und er findet Brüste mit Milch und dicke Bäuche total verrückt, das Phänomen begleitet ihn wirklich bis in den Schlaf. Ich kann ihn mir so gut als großen Bruder vorstellen und jetzt hab ich endlich das Gefühl im Bauch, auf das ich in den letzten Monaten gewartet habe: Ich wünsch mir ein zweites Baby.

To be continued.

 

Der liebe Kita-Alltag

Ich habe mir einen Monat ohne Krankheit gewünscht und hey, immerhin das hat mir der Februar erfüllt. Henry hatte einen richtig guten Lauf, yay! Er freut sich so sehr auf seinen Tag in der Krippe, zählt im Auto die Namen von all seinen Freunden auf und läuft mir meistens schon im Flur davon. Ich war mir zwar nie unsicher darüber, ob er vielleicht zu jung für die Krippe ist, aber ihn so glücklich und ausgelassen zu sehen, ist schon eine große Erleichterung für mein Herz. Es macht einen riesigen Unterschied für das eigene Wohlbefinden (und auch die eigene Produktivität), wenn man mit den Gedanken nicht immer beim Kind sein muss, sondern es sicher und gut behütet weiß. Ich dachte ja eigentlich, ich wäre total locker und anspruchslos, was den Kindergarten angeht, aber nachdem wir in einer anderen Kita nach zwei Tagen die Eingewöhnung abgebrochen haben (damals im November, manche erinnern sich vielleicht), weiß ich, dass ich durchaus Ansprüche an die Tagesbetreuung meines Kindes habe, die über das Mittagsmenü hinausgeht. Wenn euch das Thema Kita-Eingewöhnung interessiert, kann ich gerne noch mal einen Beitrag dazu verfassen, ich hätte eine Menge zu erzählen.

Daily Malina Henry Familie

Job

Wir haben gerade eine Riesenpackung Aspirin (für uns) und Nurofen (für Henry) gekauft, es ist mal wieder so weit. Gerade jetzt schätze ich die Vorteile meiner Selbstständigkeit umso mehr, trotz der Unbeständigkeit im Job. Henry ist seit der Krippen-Eingewöhnung mindestens 1x im Monat krank und ich bin froh, dass ich mich um mein kleines Kind kümmern kann, ohne von einem schlechten Gewissen zerfressen zu werden. Die Arbeit ist wichtig, keine Frage, aber meine erste Priorität bleibt mein Kind und wenn er mich besonders braucht, um gesund zu werden, dann will ich ihm das natürlich geben. Ohne Familie um die Ecke kann hier keine Omi oder Tante aushelfen, aber daran haben wir uns mittlerweile auch gewöhnt. Wenn bei mir Deadlines drücken, nimmt Alex sich frei, aber der Hauptgrund für mich, nicht zurück in eine Festanstellung zu gehen, war die fehlende Flexibilität, die ich mir für mein Familienleben wünsche.

Aber: Nach meinem ersten Jahr in der Selbstständigkeit und meiner ersten „richtigen“ Steuererklärung bin ich ein bisschen ernüchtert, was das Thema angeht. Ich bereite euch ja aktuell auch einen Post dazu vor, was ich eigentlich den ganzen lieben langen Tag so treibe und was dabei rumkommt, ist in manchen Monaten mehr als genug, in manchen leider nicht. Da geht es mir wie wahrscheinlich jedem anderen Freelancer auch.

 

Freundinnenzeit

Mein schönstes Highlight im Februar war meine kleine Freundinnenauszeit mit Maria auf Sylt. Einen kleinen Beitrag hab ich ja schon darüber geschrieben und ich hab richtig Lust, im Sommer nochmal für ein paar Tage mit Henry und Alex hierher zu kommen. Über unser Boutiquehotel hab ich kaum Rezensionen gefunden, dabei war es phantastisch und wirklich perfekt für uns gelegen. Ich bin außerdem zum ersten Mal mit dem Autozug unterwegs gewesen und fand es so praktisch, dass ich beim nächsten Mal genauso anreisen würde!

 

Quote of the month

I choose what I become.

 

 

4 thoughts on “FEBRUAR

  1. Malika

    Ich freue mich gerade sehr für dich, dass der Februar krankheitsfrei war! Und ich würde mich freuen – wenn du zufrieden mit allem bist – noch mehr Einblicke in eure Wohnung zu bekommen, du hast so einen tollen Einrichtungsstil!
    Liebe Grüße,
    Malika

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    1. Regina
      Regina

      Liebe Malika,
      die Wohnungseinblicke kommen, sobald wir hier ein wenig mehr geschafft haben, ein paar Baustellen gibts dann ja doch. ;)

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  2. Kathy

    Liebe Regina,

    insbesondere den Zuhause Teil kann ich so sehr nachfühlen. Nach unzähligen Umzügen sind wir endlich angekommen und richten uns ein. Da du von von Bildern für das Kinderzimmer schreibst: ich habe neulich so ein wunderschönes Kinder ABC (https://tictail.com/jungwiealt/animal-alphabet-fine-art-print) erstanden und könnte mir vorstellen, dass du die Sachen ähnlich gut findest wie ich :)

    Lieben Gruß,
    Kathy

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    1. Regina
      Regina

      Liebe Kathy, das Poster ist super, super schön! Ich bin gerade dabei ein eigenes ABC zu gestalten, aber das wird mindestens genauso schön und bunt ;)

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