1000 Fragen an mich selbst #2

Familie ist keine Ich-AG

Meine Familie besteht nicht nur aus mir. Überraschung! ;) Manchmal bin ich mir ja selbst ein bisschen zu viel, manchmal finde ich sogar, dass ich hier zu viel über mich schreibe, über meine Gefühle, meine Gedanken, meine Sicht auf die Dinge. Immer nur ich, ich, ich. Hier auf dem Blog kann ich ganz gut die eine Seite der Medaille als ganzes Stück verkaufen und ich will mir ja auch erlauben, ganz echt über mein Innerstes als Mama zu schreiben.

Aber Familie ist keine Ich-AG.

Ohne Alex und Henry hätte ich überhaupt keine Familie. Ich beschwere mich gern, wieviel an mir hängen bleibt, aber es ist auch wunderschön, dass ich so ein bisschen der Kleber zwischen uns allen bin. Letztes Jahr hatte ich einen blöden Moment, als mir wirklich alles ein bisschen über den Kopf den gewachsen ist und ich ganz kraftlos weinend auf dem Badezimmerboden zusammegesackt bin. Es gab nicht mal einen richtigen Anlass, ich hatte diesen Gedanken nur zu groß werden lassen, dass ich alles alleine machen müsste. Das stimmte ja nicht mal. Und zum Glück hat mir meine Freundin den Kopf gewaschen, mich aufgerichtet und ein fettes Plädoyer für Alex gehalten. Unsere Männer  – die Väter unserer Kinder – sind keine Statisten, sondern Hauptfiguren, so wie wir, so wie unsere Kinder. Es ist verdammt hart, den ganzen Tag auf der Arbeit zu sein, da abzuliefern, nach Hause zu kommen und nicht mal für die kleinsten Dinge gebraucht zu werden. Sogar das Brot schmieren wir besser, wir putzen die Zähne besser und wir lesen auch besser vor. Blödes Gefühl, nichts richtig zu machen. Als mir das so richtig bewusst wurde, hab ich angefangen, Aufgaben abzugeben, zu akzeptieren, dass er Dinge eben anders macht als ich und es trotzdem mega gut funktioniert. Dass es sogar genau so sein muss. Egal wie müde oder schwach ich mich fühle, will ich so unbedingt, dass er weiß, dass er gebraucht wird. Er spielt keine kleine Nebenrolle, sondern ist genauso wichtig für unsere Familie wie ich.

Es sind immer die kleinen Dinge!

Es ist verrückt, wie viel ein kleiner Gedanke bewirken kann.Wir arbeiten wieder mehr miteinander, gönnen dem anderen Entspannung und auch mal gute Abende ohne einander. So langsam (Betonung liegt auf ‚langsam‘) stellte sich der Hausfrieden wieder her. Für uns beide hat sich unglaublich viel geändert, in dem wir einfach losgelassen und zugelassen haben. Es gibt immer wieder anstrengende Phasen, das wird auch ganz sicher so bleiben. Aber ich versuche mich in solchen Momenten daran zu erinnern, dass ich nichts alleine stemmen muss, dass ich nicht alleine in diesem Boot sitze, sondern einen starken und zuverlässigen Partner habe, der helfen will – wenn ich ihn lasse.

Ich glaube, über die Dynamik zwischen Paaren die Eltern werden könnte ich ewig schreiben. Für uns waren es eigentlich immer nur Kleinigkeiten, die etwas verändert und ganz viel Harmonie wiederhergestellt haben. Küssen zum Beispiel. Wow, da ist mir erstmal aufgefallen, wie wenig wir geknutscht haben und wie viel Nähe dadurch verloren geht. Oder das wir uns nur fünf Minuten über unseren Tag aufregen dürfen.

Was ich euch damit sagen will? Küsst mehr! 

 

1000 Fragen an dich selbst – #2

21. Ist es wichtig für dich, was andere von dir denken?

Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass es mir egal ist. Egal ist es mir nämlich nicht, aber ich bekomme keine Schweißausbrüche mehr oder liege schlaflos im Bett, wenn ich das Gefühl habe, dass mich jemand nicht mehr mag oder ich etwas falsches gesagt haben könnte. Mittlerweile hab ich einfach angenommen, dass ich super sensibel bin. Ich weiß, dass ich gut reflektieren kann, was und wie ich etwas sage und wie andere sich deswegen fühlen könnten. Deswegen versuche immer, die goldene Mitte zu finden. Damit fühl ich mich wohl und weiß, dass die Menschen in meinem Umfeld meine Art zu schätzen wissen.

22. Welche Tageszeit magst du am liebsten?

Früher war ich ein Nachtvogel, ich habe es zum Beispiel geliebt, alleine nachts Fahrrad zu fahren oder im Garten zu sitzen. Mittlerweile liebe ich den frühen Morgen, wenn alle aus dem Haus sind und ich mit einem heißen Kaffee oder Tee meinen Tag beginnen kann.

23. Kannst du gut kochen?

Ich kann sogar ziemlich gut kochen.

24. Welche Jahreszeit entspricht deinem Typ am ehesten?

Ich liebe den Spätsommer, in der Jahreszeit fühle ich mich richtig wohl.

25. Wann hast du zuletzt einen Tag lang überhaupt nichts gemacht?

Das ist schon sehr, sehr lange her. Aber auf Tinos kam ich dem Gefühl am nächsten, als wir wirklich einen heißen Tag lang am Pool lagen und Wein getrunken haben.

26. Warst du ein glückliches Kind?

Hmm..das ist eine andere Geschichte, glaube ich. Ich war ein skeptisches Kind und extrem emotional. Ich hätte mir gewünscht, dass meine Eltern mich besser aufgefangen hätten, mir mehr Platz für meine Gedanken und Entwicklung gegeben hätten, aber so bin ich mit 18 explodiert und wollte einfach nur noch weg. Meine Erinnerungen an meine Geschwister und meine ganz frühe Kindheit ist aber voller Liebe und Nähe, das habe ich mir in mein Herz graviert.

27. Kaufst du oft Blumen?

Ich kaufe ständig Blumen oder Grünzeug!

28. Welchen Traum hast du?

Das finde ich wirklich schwer, einen konkreten Traum zu visualisieren. Ich lebe einfach gern, ich plane allerdings ungern. Mein Traum ist, mit meiner Familie alt und glücklich zu werden.

29. In wie vielen Wohnungen hast du schon gewohnt?

Insgesamt in sieben Wohnungen und Häusern.

30. Welches Laster hast du?

Süßigkeiten. Schrecklich. Wenn niemand aufpasst, esse ich zum Frühstück Balisto.

31. Welches Buch hast du zuletzt gelesen?

Richtig traurig, ich weiß es nicht einmal. Schlechtes Zeichen!

32.Warum hast du die Frisur, die du jetzt trägst?

Weil meine Haare fürchterlich eigenwillig sind. Ich dreh mir einfach meinen Dutt auf den Kopf und sehe zumindest aus, als hätte ich mir Gedanken gemacht.

33. Bist du von deinem Mobiltelefon abhängig?

Ja, schuldig.

34. Wie viel Geld hast du auf deinem Bankkonto?

Im Moment weniger als mir lieb ist, weil der Umzug erst vier Wochen her ist und immer wieder Besorgungen anstehen. Aber immer noch genug, um mir gleich einen großen Kaffee zu kaufen.

35. In welchen Laden gehst du gern?

Ich gehe wirklich gern Lebensmittel einkaufen, am liebsten in großen Märkten wie in die Rindermarkthalle, wo es wirklich ALLES gibt, was das Herz begehrt. Gewürze und Kräuter und Öle und neue Getränke…ich liebe das!

36. Welches Getränk bestellst du in einer Kneipe?

Eine Weißweinschorle, ein Weizen oder einen Whiskey Sour.

37. Weißt du normalerweise, wann es Zeit ist, zu gehen?

Ja, es sei denn, ich hatte zu viel Wein. ;)

38. Wenn du dich selbstständig machen würdest, mit welcher Tätigkeit?

Ich bin schon selbstständig mit meinem Blog und mit meinem Job als Linas Geschäftspartnerin.

39. Willst du immer gewinnen?

Japp. Ich gewinne sehr, sehr gern. Spielt niemals Phase 10 oder UNO mit mir, danach sind wir keine Freunde mehr!

40. Gehst du in die Kirche?

Nein, Glaubensinstitutionen spielen keine Rolle in unserem Leben. Ich bin weder religiös noch spirituell. Ich glaube nicht an Gott, sondern eher an Karma, an gute Mächte, die verborgen liegen.

4 thoughts on “1000 Fragen an mich selbst #2

  1. Miri

    Ich mag diese Art von Posts seeeehr!!!

    Antworten

    1. Regina
      Regina

      Danke dir, liebe Miri! <3

      Antworten

  2. Lisa

    Danke für deinen inspirierenden und wunderschönen Schreibstil! ♥️

    Antworten

    1. Regina
      Regina

      Danke für deine lieben Worte! <3

      Antworten

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