Über kleine Rituale im Alltag

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Über kleine Rituale im Alltag

Henry kommt nächste Woche in der Kindergarten. Bis jetzt haben wir jeden Tag zusammen verbracht, haben zusammen gefrühstückt, die Wäsche gemacht und die Küche aufgeräumt, haben zusammen gearbeitet, zusammen gekocht und gegessen. Wir haben viel gekuschelt, gesnackt, zusammen gespielt, gelesen, zusammen Zähne geputzt und haben abends eingekuschelt zusammen den Tag beendet.

Es gab immer mal Phasen, in denen Henrys Schlaf-und Spielzeiten eine gewisse Regelmäßigkeit hatten, aber das hielt nie länger als ein paar Wochen an. Weil unsere Schlafroutine irgendwie nicht so richtig gut funktionierte und Henry sich schlicht weigerte, abends alleine einzuschlafen, habe ich den Fehler bei mir gesucht: Dass ich vielleicht irgendetwas daran falsch mache, nicht genug auf ihn eingehe, nicht genug Ruhe einkehren lasse, vielleicht nicht konsequent genug bin, weil ich ihn immer noch jeden Abend hinlege und ihm erlaube, mit mir zu kuscheln oder länger zu spielen, wenn er möchte. Es hat sich zu einer furchtbar mühsamen und nervigen Angelegenheit entwickelt, Henry ins Bett zu bringen, weil es so lange dauerte oder er noch ewig rumwühlte oder einfach überhaupt keine Lust hatte, schon schlafen zu gehen.

Ich weiß gar nicht, auf was genau ich gewartet habe oder warum ich dachte, wir würden irgendetwas falsch machen, als es endlich „klick“ gemacht und ich für mich erkannt habe, dass Henry seine eigenen Rituale hat, die ich einfach nur annehmen muss. Es gibt sie nämlich, ganz viele kleine sich wiederholende Muster, auf die er sogar besteht, weil sie ihm anscheinend Sicherheit und ein gutes Gefühl geben.

Die Frage, die ich mir nämlich gestellt habe, ist, inwiefern ich ihm vorgeben muss, welches Ritual jetzt gut für ihn (oder uns) ist oder wie locker ich lassen darf, um zu sehen, welche Routinen er vielleicht sogar alleine entwickelt – und sie sich mit unseren decken oder nicht. Der Prozess ist wirklich spannend, es tut total gut, ihn einfach machen zu lassen und mich in meinem Kopf von der Vorstellung zu lösen, mein Kind mit festen Ritualen einengen zu müssen.

Zusammen mit Weleda habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wo sich in unserem Alltag Rituale verstecken und wie wir sie gemeinsam als Familie erleben. Wir benutzen die Calendula Pflegereihe von Weleda schon seit Henrys Geburt, auch in meiner Erstausstattung hab ich euch die Produkte schon wärmstens empfohlen, weil sie einfach perfekt auf die zarte und empfindliche Haut von Babys abgestimmt sind und dabei ganz ohne künstliche Duftstoffe, Silikone und Parabene auskommt. Für die Calendula Babypflege verwendet Weleda nur natürliche Rohstoffe wie reichhaltige Pflanzenöle und die gesunde Kraft wertvoller Pflanzenauszüge. Die besonders milden Produkte wurden in Zusammenarbeit mit Hebammen speziell für die tägliche Pflege schutzbedürftiger Babyhaut entwickelt.

Meine Lieblingsprodukte von Weleda sind das beruhigende Calendula Bad mit Thymian, einen Auszug aus der Calendulablüte (Ringelblume) und Schlehensaft (super vor dem Einschlafen), die Calendula Babycreme für den Windelbereich, die ganz wunderbar bei geröteter und gereizter Haut hilft und das Calendula Wind-und Wetterbalsam, die uns bei stundenlangen Spaziergängen und Minustemperaturen schon zuverlässigste Dienste erwiesen hat!

Morgens

Unser Tag beginnt meistens hungrig. Henry trinkt nachts keine Milch mehr, sondern bekommt, falls er wach wird, nur noch Wasser. Das hat zur Folge, dass er jetzt deutlich früher wach wird und natürlich großen Hunger hat. Gegen 6.30 Uhr stehen wir auf, gehen in die Küche und Henry hilft mir, den Tisch zu decken. Es gibt ein Brot und Milch, dann putzen wir die Zähne und machen uns bereit für den Tag. Am liebsten lässt Henry sich in seinem Tipi wickeln, da ist es schön gemütlich und kuschelig, alle Kuscheltiere sind da und er fühlt sich wohlig und versteckt. Lange darf es trotzdem nicht dauern, deswegen geht es morgens schnell: Mit Wasser und Tüchern machen wir den Windelbereich sauber, es gibt eine frische Windel und schon geht der Spielspaß los!

Vormittags

Bevor es nach draußen geht, um kleine Besorgungen zu erledigen, creme ich Henrys Gesicht mit dem Wind-und Wetterbalsam ein, die unheimlich gut riecht und seine zarte Babyhaut vor jedem Wetter schützt. Ich liebe die speckige Nase danach und den angenehmen Geruch von Calendula der ihn den ganzen Tag begleitet. (Ich benutze sie selbst, wenn ich bei kaltem Wetter draußen laufen gehe.) Dann drehen wir unsere typische Runde durchs Viertel, ich mit Kaffee, Henry mit seinem kleinem Bagger und besuchen jede Baustelle in Eimsbüttel, winken jedem Bauarbeiter zu und spazieren uns ein bisschen müde.

Mittags

Wir kochen immer zusammen, das ist Henry wirklich wichtig. Er steht dann neben mir in seinem Lernturm, darf die Nudeln umrühren oder nebenbei ein bisschen naschen. Wir essen auch zusammen, so isst er nämlich am besten, unterhält sich nebenbei mit mir und klaut manchmal was von meinem Teller. Mir ist wichtig, dass Henry unsere „Familienregeln“ im Alltag so früh wie möglich lernt und zusammen zu essen gehört für mich dazu.

Danach klettert er direkt in unser Bett, ich lege mich meist ganz kurz dazu, dann kuschelt er sich in meine Arme und schläft ein. Das ist auch nach 19 Monaten mit ihm immer noch der schönste Moment! Ich habe mich so verrück damit gemacht, dass er nicht alleine einschlafen kann, dabei gibt es für mich nichts schöneres, als seinen kleinen Körper zu halten und zu spüren, wie er ruhig wird, sein Atem langsam und regelmäßig wird und er sich entspannt. Ich bin seine Welt und sein Ruhepol und seitdem ich das verstanden habe, gibt es für mich überhaupt keinen Grund mehr, unsere „Schlafroutine“ zu überdenken.

Nachmittags

Nach dem Mittagsschlaf gibt es Obst und dann ist Spielzeit angesagt. Wir treffen unsere Freunde entweder auf dem Spielplatz draußen, zuhause oder bekommen Besuch. Meistens gibt es auch was leckeres zu naschen, ein paar Kekse oder sogar Kuchen von Mama. Henry in Interaktion mit anderen Kindern zu sehen ist einfach schön, er zeigt dann so viel von seinem Charakter und gibt einfach so viel von sich zu erkennen, was im Alltag zu zweit mit mir oder Alex gar nicht notwendig ist.

Abends

Sobald wir die Tür unserer Wohnung aufschließen, fängt unsere Abendroutine auch schon an. Das war mir gar nicht so bewusst, bevor ich es aufgeschrieben habe! Wir waschen uns die Hände, decken wieder gemeinsam den Tisch und essen zusammen. Danach spielt Henry noch ein bisschen, muss meistens noch einen letzten Rest Energie loswerden und tobt entweder mit seinem Papa oder fährt ganz viele Runden Auto durch die Wohnung.

Henry schläft am allerbesten ein, wenn er abends noch einmal baden geht. Wir benutzen am liebsten das Calendula Pflegebad von Weleda, das unheimlich beruhigend wirkt und die natürliche Schutzfunktion der Haut unterstützt.

Zurück im Bett kuscheln wir noch ein bisschen, Henry ist so selten im Alltag nackig, deswegen finde ich es schön, wenn er am Abend ein bisschen frei bleibt. Dann creme ich ihn ein, massiere seine Arme und Beine mit dem Calendula Pflegeöl von Weleda, kitzle ihn an den Füßchen, kraule seinen Nacken, ziehe ihm seinen Schlafanzug an und lasse ihn ein paar seiner Lieblingsbücher holen. Manchmal bekommt er noch eine Milch vor dem Schlafen gehen, aber oft reicht ihm auch mein Körperkontakt, um einzuschlafen. Bevor ich mich versehe, ist schon wieder ein Tag vorbei.

Ich habe wirklich gedacht, unser Alltag wäre frei von Routinen. Umso schöner finde ich die Erkenntnis, wie selbstverständlich und natürlich sich unsere kleinen Rituale anfühlen und wir eben tun, was für uns Sinn macht. Unser Familienalltag wird sich bestimmt ganz schnell neu strukturieren, sobald Henry in der Krippe ist, deswegen habe ich unsere Zweisamkeit in den letzten Wochen noch einmal richtig genossen, ganz oft ein Auge zugedrückt und Mittags noch länger mit ihm gekuschelt… weil er einfach das Schönste an meinem Alltag ist.

Dieser Beitrag ist in freundlicher Zusammenarbeit mit Weleda entstanden. 

 

One thought on “Über kleine Rituale im Alltag

  1. Katharina

    Schöner Post!
    Du hast einen ganz wunderbaren und angenehmen Schreibstil, ich lese deinen Blog und auch deine Instagramposts sehr gerne! :)

    Liebe Grüße

    Antworten

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