Das 6 Minuten Tagebuch

Kooperation

Ich kann selbst kaum glauben, dass ich nach über 10 Jahren wieder ein Tagebuch schreibe. Die Idee, meine Gedanken, Erlebtes und Begegnungen schriftlich festzuhalten fand ich schon immer unheimlich schön, aber nach der anfänglichen Motivation verblasste die Euphorie meistens auch wieder recht schnell darüber. Irgendwie blieb immer nur ein leeres Buch in meinem Schrank liegen.

Vor einigen Tagen erzählte ich euch, dass ich im Moment kleine Routinen ändere und neue Gewohnheiten in meinen Alltag einbaue, um ihn besser zu bewältigen und um mich besser zu fühlen. Ich hatte einfach das Gefühl, dass genau hier, in meinem Leben, vor meinen Augen so viel Gutes passiert und ich es einfach nicht dankbar annehmen kann, weil mir der Blick dafür fehlt. Meistens stecken wir so sehr in unseren Gewohnheiten und Denkmustern fest, dass es uns 1. nicht notwendig und 2. zu anstrengend scheint, etwas daran zu ändern, wenn es nicht zwingend sein muss.

 

It’s all about self care and love

Es war diesen Sommer, als ich in meiner ersten Krise als junge Mama steckte. Der Spagat zwischen zu vielen Aufgaben fühlte sich für mich unlösbar an, ich war ständig frustriert, gestresst und gereizt, weil ich meinen eigenen Vorstellungen nicht gerecht wurde, aber mich auch von außen unheimlich unter Druck gesetzt fühlte, die Ansprüche anderer zu erfüllen. Henrys Backenzähne hatten ein ziemlich schlechtes Timing (und sind immer noch eine ’never ending story‘), ich schlief einfach nicht mehr, die Arbeit türmte sich und alles fühlte sich nach Stillstand an. Ich weinte abends im Bett, fühlte mich irgendwie hilflos und unglücklich und furchtbar dabei, weil doch eigentlich alles gut war, sogar mehr als gut. Dieses schlechte Gewissen machte mich ganz verrückt, ich wollte ja auch gar nicht undankbar sein, aber irgendwie steckte ich auch in einem Strudel negativer Gedanken.

Ich habe früher nicht verstanden, dass der heilsame Prozess des „Tagebuch schreibens“ dabei oft das Schreiben selbst ist. Es fühlte sich für mich eher nach verlorener Zeit an, meinen Tag mühevoll Revue passieren zu lassen, die immer gleichen Routinen aufzuschreiben, wenn nicht mal etwas besonderes passiert ist. Jetzt weiß ich, dass es darum geht, zu reflektieren, Gefühle zuzulassen, sich selbst die richtigen Fragen zu stellen und zu erkennen, dass das Leben nie still steht. Trotzdem ist es eine Routine, die gelernt werden will, die nervig und anstrengend sein kann, deswegen habe ich einfach ganz klein angefangen.

Ich kenne mich.

Ich weiß, dass ich mir selbst helfen kann.

Ich weiß, dass ich mich selbst nur ein bisschen anschubsen muss,

um weiterzugehen. 

Ich fing also im Sommer an, jeden Abend aufzuschreiben, was mich an diesem Tag glücklich gemacht hat. Am Anfang fiel mir gar nicht mal so viel ein, aber nach und nach sammelten sich immer mehr große, kleine und klitzekleine Momente auf meinen Seiten. Ich wollte Gutes sehen, ich wollte dankbar sein, also öffnete sich mein Blick dafür und ein paar Minuten haben schon gereicht, um meinen Tag mit einem guten Gefühl zu beenden. Seit einigen Wochen schreibe ich meine Gedanken-und Dankbarkeitsmomente in das „6-Minuten Tagebuch“.

Das 6-Minuten Tagebuch

Für Menschen wie mich, die sich schwer damit tun, im Alltag die Ruhe zu finden, Gedanken und Gefühle zu sortieren, ist das 6-Minuten Tagebuch wie gemacht. Es ist mittlerweile der schönste Weg für mich geworden, mich zu sammeln, auf den Tag vorzubereiten oder zu beenden und hinterlässt mich eigentlich immer positiv gestimmt und ruhig.

„Deine Einstellung dazu, wer du bist und was du hast, ist eine sehr kleine Sache, die einen sehr großen Unterschied macht.“

-Theodor Roovelt-

 

So funktioniert das 6-Minuten Tagebuch

Was soll das eigentlich?

Die ersten Seiten haben einen ganz besonderen Auftrag, nämlich mich umfassend darüber aufzuklären, warum das 6-Minuten Tagebuch so wirkungsvoll ist und mir zu einem positiven Lebensgefühl verhilft. Ich soll verstehen, warum es funktioniert und das macht das Prinzip sympathisch und durchschaubar für mich: Es gibt keinen magischen Trick, außer den, dass ich meinen Glücksalgorithmus mit meinen Entscheidungen und Gedanken beeinflussen kann, in dem ich proaktiv positive Gewohnheiten etabliere.

Fang an, wann du willst!

Gerade leere Seiten machen mich in Kalendern ganz nervös, weil ich weiß, dass ich wieder viel zu lange geschludert habe. Im 6-Minuten Tagebuch gibt es keine Kalendertage, du führst dein Tagebuch so wie du möchtest. Auch wenn das langfristige Ziel ist, dass es zu meiner tägliche Gewohnheit wird, nutzt, gibt es keine weißen Seiten zwischen den Tagen und somit keinen Grund, ein schlechtes Gewissen zu bekommen.

So funktionierts!

Es gibt eine Morgenroutine, eine Abendroutine, eine Wochenherausforderung und fünf Fragen an mich, die ich mir selbst einfach nicht im Alltag stelle, die aber unheimlich gut dabei helfen, einen aktuellen Querschnitt durch mein Leben zu ziehen. Das klingt nach einer ganzen Menge, ist es aber nicht.

Morgens:

  1. 3 Dinge, für die du heute dankbar bist
  2. Was würde den heutigen Tag wundervoll machen?
  3. Positive Selbstbekräftigung

und Abends:

  1. Was habe ich heute Gutes für jemanden getan?
  2. Was hätte ich heute besser machen können?
  3. Schöne Dinge, die ich heute erlebt habe

Macht das mal ein paar Tage, es ist verrückt, wie gut ihr positive Gedanken damit bündeln könnt und wie schnell sich der Blick auf gute Dinge in eurem Leben richtet.

Es gibt keine falschen Antworten!

Das 6-Minuten Tagebuch hilft mir dabei, auch unbequeme Dinge zu denken und aufzuschreiben, die ich sonst eher beiseite schieben würde. Ich weiß, dass es keine falsche Antwort gibt, es geht immer nur darum, meine eigene Stimme zu hören, manchmal tiefer zu graben, wenn ich traurig oder unglücklich bin, diese Gefühle natürlich zuzulassen, aber mich nicht darin zu verlieren. Für mich ist es einfach wichtig zu verstehen, warum ich so empfinde, aber auch meine Schritte sichtbar zu machen und zu erkennen.

Feiere Glücksmomente!

Wann haben wir eigentlich verlernt, unser inneres Glück unabhängig von äußeren Umständen zu machen? Dankbarkeit funktioniert wie ein Verstärker für alle guten Gefühle. Sogar einfach nur aufzuzählen, wofür ich dankbar bin, hebt meine Stimmung sofort, ich bin einfach ganz bei mir in diesem Moment und kann ehrlich fühlen. Das ist ein unheimlich heilsamer Prozess, vor allem, wenn ich diese Gedanken mit Alex teile und wir uns darüber wieder ganz nah kommen können. Ihr wisst ja, Kommunikation ist alles, nicht nur, wenn uns etwas bedrückt, sondern vor allem auch, um schöne Momente zu teilen!

 

Hier könnt ihr das Buch bestellen: LINK

Hier findet ihr die Facebookseite von „UrBestself“

 

 

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