Fünf Fakten aus meinem Mama-Alltag

Meine liebe Yasmin hat mich vor ein paar Tagen nach 5 Fakten aus meinem Baby-Mama-Alltag gefragt und ganz ungeplant ist jetzt ein kleiner Montagspost daraus geworden. Ich wollte eigentlich ganz locker ein paar Fakten zum Schmunzeln mit euch teilen, aber die Stimmung ist hier vielleicht auch aufgrund des Wetters ein bisschen down, deswegen ist der Text minimal ernster geworden als geplant…

1. Irgendwas kommt immer dazwischen!

Jedes Mal, wenn ich mich hingesetzt habe, um diesen Text zu tippen, ist mir irgendetwas dazwischen gekommen. Entweder ein quakender Henry, die Arbeit, die Waschmaschine oder das schöne Wetter. Welcome to my life, seit über 12 Monaten schiebe ich wie ein Tetris-Profi meine To-Do-Bausteine hin und her, in der Hoffnung, das am Ende alles irgendwie passt. Ich bin allerdings immer wieder überrascht, wie viel ich mittlerweile an einem ganz normalen Tag schaffe.

2. Schmerzgrenzen ausreizen und aufs Bauchgefühl verlassen!

Ich hab mich nie für besonders zimperlich gehalten, aber seitdem ich Mama bin, würde ich mal recht selbstbewusst von mir behaupten, dass ich wirklich hart im Nehmen bin. Nicht emotional, nein, bei mir rennen sofort die Tränen, aber psychisch und körperlich bin ich beeindruckt davon, wie schnell ich meine persönlichen Grenzen immer wieder, ohne darüber nachzudenken, überschreite und mit meinen Aufgaben wachse. Im Alltag bleibt mir meistens gar nicht die Zeit oder die Gelegenheit, nach vielen verschiedenen Alternativen zu suchen, deswegen verlasse ich mich eigentlich immer auf mein Bauchgefühl und bin bisher auch ganz gut damit gefahren. Nach der Geburt ist mein Respekt für mich selbst direkt in die Höhe geschossen und ich bin immer noch schwer beeindruckt davon, was mein Körper da geleistet hat und auch wenn mein Ego hier und da auch ganz gerne ein bisschen gepampert werden möchte, mache ich meinen Job als Wonderwoman ganz gut, glaube ich.

3.Beziehungsstatus? Eltern.

Seitdem Henry auf der Welt ist, hatten Alex und ich noch kein einziges Date. Also, so richtig offiziell, mit hübsch machen, essen gehen, spazieren, Händchen halten, knutschen und zuhause direkt ins Bett fallen. Erst hab ich Henry noch gestillt, dann hat es sich nicht ergeben, dann war er krank, dann im fiesesten Schub aller Zeiten, dann kamen die Zähne…es hat bisher einfach keinen passenden Zeitpunkt gegeben, zu dem wir Henry mit einem guten Gefühl in andere Hände gegeben hätten, vor allem abends. Langsam tasten wir uns aber daran, ihn hier und da für kleinere Termine auch mal bei den Großeltern und Freunden zu lassen und es hat bisher immer super geklappt. Wir genießen es einfach sehr, Henry immer dabei dabei zu haben, haben aber auch gemerkt, dass es wirklich deutlich mehr Arbeit in Anspruch nimmt als je zuvor, nicht nur Eltern, sondern eben auch ein Paar zu sein.

4.Ich habe eine Maus gesehen, die wollt auf Weltraumreise gehen…

In meinem Kopf stecken nur noch Kinderlieder! Ein Ohrwurm jagt den nächsten, es ist ganz egal, wo wir sind: An der Kasse im Supermarkt, auf dem Spielplatz, im Café, bei Freunden und natürlich zuhause. Henry freut sich so doll, wenn ich „Alle Vöglein sind schon da“ singe oder noch viel besser „Was müssen das für Baume sein“ , inklusive Performance, versteht sich ja von selbst. Er ist jedenfalls mein größter Fan und applaudiert mir immer, auch wenn er todmüde ist.

5.Wachsen.

Es klingt so klischeebehaftet, aber ich finde es wirklich stark, wie sehr Alex und ich in den letzten 12 Monaten gewachsen sind. Manchmal fehlt mir die Perspektive, die Situation oder gewisse Momente aus Alex Augen zu betrachten und sehe nur meine eigene Entwicklung als Mutter, Partnerin und Frau, weil ich ja nun einmal in meiner Haut stecke. Aber Alex geht es ja sehr ähnlich er fragt sich die gleichen Dinge wie ich, muss auch immer wieder Prioritäten zurechtrücken, seine eigene Entwicklung hinterfragen, sich Ziele setzen. Wir wachsen jeden Tag ein bisschen mehr mit unseren Aufgaben, manchmal fühlt es sich nicht machbar an, dann wundern wir uns wieder, dass es doch so viel einfacher war, als erwartet. Vielleicht ist das Geheimnis, nichts zu planen, sich nicht mit anderen Familien zu vergleichen, sondern immer wieder den Weg zueinander zu finden, zu reden, offen über Wünsche zu sprechen und Wachstum, auch wenn es schmerzhaft sein kann, zuzulassen.

3 thoughts on “Fünf Fakten aus meinem Mama-Alltag

  1. Katharina

    Oh nein, „Was müssen das für Bäume sein..“ war gerade aus meinem Kopf verschwunden. :D
    Ich kann dich also absolut verstehen, mir spuken auch dauernd diese Kinderlieder im Kopf rum. :)

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  2. Kathrin

    Sehr schöne und ehrliche Worte liebe Regina! :-)

    Liebste Grüße
    Kathi

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  3. Katharina

    Oh ja, dass immer was dazwischen kommt, kenn ich inzwischen auch sehr gut! Ich bin ja gespannt, ob wir es schaffen pünktlich zum Arzttermin zu kommen, denn bisher kommen wir nie dann los, wenn wir wollen :D

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