Travel Diary: Porto

A whimsical place in Portugal

Officially failed, ich bin eine katastrophale Bloggerin. Alex und ich klicken uns manchmal auf der Suche nach einem bestimmten Bild durch die Ordner unserer Festplatte mit so vielen wunderbaren Momenten, die wir zum Glück festgehalten haben. Portugal, unser Urlaub vor knapp 2 Jahren, ist wegen der Schwangerschaft und meinem Job damals viel zu kurz gekommen, dabei können wir es kaum erwarten, hier wieder Urlaub zu machen und vielleicht ein wenig mehr Zeit mitzubringen. Ja, man merkt es vielleicht, ich schwelge immer noch in Erinnerungen, es war so schön und vor allem: So viel zauberhafter, als ich erwartet hatte. Die Strände sind rau, die Natur wild und irgendwo rauscht immer das Meer. Die Menschen sind so unfassbar herzlich, überall versteckt sich Kunst und hier lernt man ziemlich schnell: Ein guter Wein kennt keine Uhrzeit.

Ich habe oft vor unserer Reise oft gehört, Lissabon sei faszinierend. Was mir niemand gesagt hat: Porto ist ein versteckter, kleiner Zauberort. Die malerische Stadt am Douro wird kurz vor dem Sonnenuntergang in ein ganz besonders goldiges Licht getaucht und wenn man oben auf der Bogenbrücke Ponte Dom Luis steht, bleibt die Zeit tatsächlich einen kleinen Moment stehen. Wir haben drei Tage hier verbracht und davon jeden Augenblick genossen – es gibt hier keine Hektik und keine Touristenmassen, die einen erdrücken. Dieses „den Alltag entschleunigen“, was einem in jedem einschlägigen Ratgeber ans Herz gelegt wird, das ist hier passiert.

 

APPARTEMENT // INNVICT

Wir sind gespannt, weil wir zum ersten Mal airbnb ausprobieren, aber schon als wir die Tür zu unserem Zimmer aufschließen, wissen wir, dass unser Aufenthalt in Porto perfekt wird. Das Zimmer ist herrlich luftig, sehr geschmackvoll eingerichtet und hat dabei den authentischen und antiken Charakter des alten Gebäudes ganz liebevoll erhalten. Das Zusammenspiel von Design, Interior und Gemütlichkeit ist hier so stimmig, dass wir uns sofort wohl fühlen! Gegenüber liegt der Fluss Douro, hinter uns steht das Igreja Monumento de Sao Fransisco und Palacio da Bolsa – wir befinden also mitten im historischen Herz der Stadt. Als aufmerksames Goodie finden wir auf dem Schreibtisch einen personalisierten 36h-Guide für Porto, der alle Wünsche vom Edelrestaurant über Sightseeing bis zur Portwein-Verkostung abdeckt. Wir haben 42€ pro Nacht bezahlt – ein unschlagbarer Preis für die Qualität und Lage.

Innvict Porto: http://www.innvict.com/

 

EXPERIENCE PORTO // FOOD & SIGHTSEEING

TAG 1

Die malerische Kulisse der Kleinstadt am Douro lässt sich am besten bei einem ausgiebigen Spaziergang genießen: Mit Blick auf das gegenüberliegende Ufer Vila Nova de Gaia, die Treppen rauf durch verwinkelte Gassen, um auf die zweite Etage der massiven Eisenbrücke Ponte Dom Luis zu gelangen und den unglaublichen Überblick über den historischen Teil der Stadt zu bewundern. Nach einer kleinen Verschnaufpause führt uns der Weg auf der anderen Seite des Flusses wieder runter zu den vielen, traditionellen Portweinkellereien. Wir buchen  in der Kellerei „Calem“ eine Führung mit Verkostung und trinken nicht nur erlesensten Portwein, sondern lernen auch wirklich viel über die Region. Tatsächlich kommt Portwein nur aus der kleinen Region am Douro und kann aufgrund der ungewöhnlichen geologischen Klimazone nirgends sonst angebaut werden.

Wir verweilen hier ein wenig, beobachten das Treiben und Alex probiert in einem kleinen Restaurant Francesinha, die wohl bekannteste regionale Spezialität: Ein Wurst-Fleisch-Sandwich getränkt in Biersauce und eingewickelt in Käse. Bei mir haben alle Geschmacksknospen rebelliert, aber er fand es sogar ganz lecker. Unser Spaziergang führt uns wieder zurück auf die andere Seite, dieses Mal sparen wir uns den Aufstieg und gehen über die erste Ebene der Brücke. Wir trauen uns ohne Karte in das Gassenlabyrinth und genießen den Charme der Stadt, können orientalische und mediterrane Einflüsse in Architektur und Kunst ausmachen und finden auch hier überall die typischen gefliesten Hauswände. Vor uns können wir schon das Wahrzeichen der Stadt Torre dos Clérigos sehen, ein über 75m hoher Turm, der vor vielen Jahren als Orientierung für Seefahrer galt. Heute wirkt er, als ob er die Stadt behütet und ist eines der vielen barocken Kirchen in Porto.

TAG 2

Am nächsten Morgen gehen wir in die Stadt, lassen uns von den verwinkelten Strassen zu geheimnisvollen Wegen einladen und frühstücken im traditionellen Café Majestic Scones und Sandwich. Es ist ein Überbleibsel Portugals Geschichte und der britischen Übergangsregierung im 19. Jahrhundert und unglaublich edel…Satt und entspannt spazieren wir quer durch die Stadt bis zur Universität. Der schöne Vorplatz ist eine Art Knotenpunkt, hier sind viele versteckt Restaurants in der Nähe, tolle Cafés, Bars und die berühmte Bibliothek Livraria Lello e Irmao, die ohne Frage zu den schönsten Bibliotheken der Welt gehört. Das Licht, wie überall in Porto, ist hier irgendwie magisch zwischen all den Büchern, alten Fenstern und Holzdielen. Wir essen im Ze Bota zu Abend, die Bewertungen in Online Portalen überschlagen sich und wir haben mit ein wenig Glück noch einen Tisch bekommen. Der Hauswein ist großartig, unsere Vorspeise aus Oliven, Thunfuschpaste und frischem Brot macht uns neugierig auf das Hauptgericht und wir werden nicht enttäuscht: Meine Dorade ist mit grobem Salt gewürzt und gegrillt und das Gemüse auf den Punkt gegart. Die frischen Zutaten und ungekünstelten Aromen hier überraschen mich jeden Tag. Ich rolle aus dem Restaurant, aber zum Glück lädt die Stadt dazu ein, sich jede Kalorie von den Hüften zu spazieren.

TAG 3

An unserem letzten Tag kaufen wir uns morgens zwei Tickets (a 1,50€) für die traditionelle Tram No.1, die entlang am Douro bis zum Atlantik fährt. Die Aussicht bei blauem Himmel ist einfach wunderschön, vorbei an schiefen Häuschen und Fischerbooten bis man das Meer hören, sehen und riechen kann (Dauer ca. 15-20 Minuten). Die Westküste Portugals ist rau und windig, das Meer eiskalt und genau hier lassen wir uns für ein paar Stunden nieder, gehen am Pier entlang, trinken Kaffee und beobachten die Fischer bei ihrer Arbeit. Es ist erstaunlich, wie anders – lebendiger und frei- ich mich fühle, wenn ich am Meer bin…

 

 

Wir kommen definitiv wieder, Porto hat uns schon am ersten Tag verzaubert!

3 thoughts on “Travel Diary: Porto

  1. eleonora

    Hach, das sind wirklich wunderschöne Bilder! Ich war ja auch noch nie in Portugal, aber es steht schon lange auf meiner Liste – vor allem Porto! Aber irgendwie wollte es nie klappen, obwohl die Flüge dorthin ja spottbillig sind. Dein Beitrag macht mir jedenfalls gerade Lust wieder nach Flügen zu suchen :) Oh, und dein Outfit mit dem langen Jeansrock sieht richtig toll aus!

    Liebe Grüße,
    Eleonora von from the outset // personal lifestyle blog

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  2. Nole

    Richtig schöne Fotos :) ich war im Oktober auch in Porto und die Stadt ist echt etwas besonderes :)
    Liebe Grüße, Nole

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    1. Regina
      Regina

      Ich kann es auch kaum abwarten, wieder nach Porto fliegen, die Stadt hat es mir richtig angetan! <3

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