What Henry eats | Unser Start in die Beikost

Die wichtigsten Infos gleich zu Beginn: Ich habe abgestillt und Henry isst jetzt Brei. Boom. Es ist immer noch ein bisschen komisch, dass es einfach so geklappt hat, ich hatte irgendwie… mit mehr Widerstand gerechnet. Aber nein, das Mopskind freut sich jeden Tag brav aufs Essen und ich trage wieder Körbchengröße A. Allerdings trinke ich auch wieder Rotwein, insofern möchte ich mich nicht beschweren.

Big Baby Boy

Henry isst jetzt also und hat sich damit gleichzeitig für den „big baby boy“-Status qualifiziert. Ich bin natürlich kein Ernährungsguru und was die richtigen Verhältnisse (Gemüse, Fleisch, Milch/Wasser etc.) angeht, besprecht ihr am besten mit eurer Hebamme oder eurem Kinderarzt. Kurzer Disclaimer: Man kann nicht so viel falsch machen, also habt bitte keine falsche Angst davor, dass euer Kind nicht genug Vitamine oder Nährstoffe bekommt. Nachdem ich den Brei ein paar Mal sehr genau nach Rezept nachgekocht habe, koche ich mittlerweile frei nach Gefühl, man muss es ja nicht komplizierter machen, als es ist. Ich habe mich übrigens recht schnell dagegen entschieden, Baby Led Weaning mit Henry zu probieren, weil es mir schlicht zu lange gedauert hätte, bis er sich auf diese Weise satt isst. Klingt vielleicht fies, aber hat ja geklappt. Er hat Brei zum Glück von Anfang an ganz gut angenommen, sodass Plan B mit erleichtertem Gewissen gecancelled werden konnte. Leider, leider isst Henry nichts aus dem Gläschen, ich probiere es zwar immer wieder mal, aber habe damit kein Glück. Auch das ist einer der Gründe, warum ich alles selbst koche. Mittlerweile nimmt er sein Essen auch gerne in die Hand, deswegen gare ich eigentlich täglich ein paar Gemüsesticks für ihn und die schlabbert er sehr genüsslich weg. Zwar landet die Hälfte auf dem Boden, aber da ich sowieso jeden Tag schnell sauge und zumindest am Esstisch den Boden wische, ist das auch egal. Meine Schmerzgrenze – was Körperflüssigkeiten und zermatschtes Babyessen angeht – ist komplett verschwunden, es gibt keine mehr. Mir dürfen süße Babys überall hin kotzen, es ist mir eine Ehre…

What Henry eats in a day

Gerade am Anfang darf die Beikost ruhig ein bisschen langweilig sein, nach Muttermilch ist jeder andere Geschmack im Mund des Babys eine wahre Geschmacksexplosion. Habt ein bisschen Geduld, da können Babys auch mal überfordert sein, sich beschweren, alles wieder mit der Zunge rausschieben und laut meckern. Ich habe ab dem 5. Monat mit der Beikost angefangen, weil Henry sichtbar Interesse an unserem Essen gezeigt hat und ich auch das Gefühl hatte, dass er einfach schon so weit ist. Wir haben mehrere Tage nacheinander verschiedene Gemüsesorten ausprobiert (Pastinake, Kürbis, Möhrchen, Zucchini), dann mit Kartoffel oder Süßkartoffel kombiniert, manchmal eine zweite Gemüsesorte untergemixt und nach knapp vier Wochen Testphase Fleisch auf dem Teller eingeführt. Wen wundert es, dass es ab dann übrigens hervorragend mit dem Essen geklappt hat, dieses Kind liebt Rind! Die Go-To-Mittagskombi, die immer funktioniert, sieht übrigens so aus: Süßkartoffel, Zucchini, Nudeln, Rind. Für Henrys Mahlzeiten kaufe ich fast alles auf dem Markt ein, damit stelle ich zumindest für mein Gewissen sicher, dass alle Zutaten regional angebaut und geerntet werden.

Nachdem das gut geklappt hat, haben wir mit dem Nachmittagsbrei angefangen. Es gibt eigentlich jeden Tag Apfel, Birne oder Banane mit Schmelzflocken, Grieß oder Couscous. Er findet süße Speisen total lecker und hat diesen Brei eigentlich von Anfang an super gegessen. Manchmal mische ich ein Möhrchen unter oder mache den Brei einfach aus Avocado und Banane, damit er sich auch an andere Geschmachsnuancen gewohnt. Avocado ist der Hit, probiert es unbedingt mal aus! In der Regel bekommt er 1-2h nach der Nachmittagsmahlzeit Durst/Hunger auf eine kleine Milch und bevor ich ihn schlafen lege, bekommt er sie natürlich auch. Man sollte übrigens ab der dritten Mahlzeit damit beginnen, dass die Babys zusätzlich Flüssigkeit zu sich nehmen. Henry findet Trinklernflaschen beispielsweise total doof, hatte aber doll Durst und wie ich jetzt feststellte, trinkt er eben am liebsten direkt aus dem Glas und dann auch ohne Probleme einfach Wasser oder Tee. Big boy, sag ich doch.

Es wird übrigens empfohlen, das Bio-Gemüse und Obst für den Babybrei so schonend wie möglich zu dampfgaren, um alle Nährstoffe beizubehalten und wasserlösliche Vitamine nicht rauszuwaschen. Ich habe den Brei anfangs einfach im Topf mit wenig Wasser gekocht und mit einem Pürierstab fein püriert. Kein Scherz: Ich habe damit 2 Töpfe ruiniert, weil mir wegen zu wenig Flüssigkeit das Gemüse angebrannt ist und der Pürierstab Spuren im Topfboden hinterlassen hat. Außerdem verweigert Henry bis heute Nahrung aus dem Gläschen, ich bin also gezwungen, frischen Brei für Henry zu kochen und manchmal fehlt mir dafür schlicht und ergreifend die Zeit. Nach ein paar Wochen bin ich auf den Philips Avent 4-in-1 Babynahrungszubereiter umgestiegen, der seitdem jeden Tag in Gebrauch ist und mir unheimlich viel Arbeit erspart. Ich dampfgare die Zutaten für Henrys Brei, püriere sie im gleichen Behälter, habe damit meistens 2-3 Portionen vorbereitet und kann die Einzelteile im Anschluss unkompliziert reinigen. Man kann außerdem ganz einfach Brei auftauen und aufwärmen, aber da ich fast täglich frisch koche, nutze ich diese Funktionen eher weniger. Übrigens: Wir besitzen weder eine Mikrowelle, noch ein großes Gefrierfach, um große Portionen vorzukochen, insofern ist das Gerät eine immense Arbeitserleichterung für mich. Die Dampfgarzeit variiert je nach Gemüse, Obst oder Fleisch zwischen 10-30 Minuten, die Dauer ist also wirklich überschaubar.

Den Abendbrei bekommt Henry jetzt seit knapp 4 Wochen und auch hier haben wir keine Probleme damit. Allerdings verträgt er keine Kuhmilch, da wandert das ganze gute Essen nämlich auf direktem Weg wieder raus, deswegen bereite ich den Milchbrei im Verhältnis 70:30 (Wasser/Pre-Milch) zu und gebe dann Grieß oder Reisflocken dazu. Manchmal kommt ein Klecks Obstbrei oben drauf, aber er isst den Brei auch gerne pur.

Haferflocken, Couscous oder Grieß lasse ich vorher in Wasser aufquellen und gebe es dann im zweiten Schritt, wenn ich den Brei püriere, in den Behälter dazu. Noch isst Henry seinen Brei am liebsten fein püriert und schön sämig, in einigen Wochen werden wir langsam damit anfangen, die Mahlzeiten etwas stückiger zuzubereiten. Durch Knopfdruck kann man die Konsistenz des Breis ziemlich punktgenau bestimmen.

Was ist mit Milch?

Beikost heißt ja so und nicht Breikost (was mich früher immer verwirrte), weil es zusätzlich zur Milch eingeführt wird, also die Nebenmahlzeiten dazu sind. Ich hab das mal gelesen und fand es schlüssig, insofern teile ich meine – hoffentlich korrekte – Erkenntnis mit euch. Henry freut sich mittlerweile richtig doll auf seine Milch, ich hatte ja eine ganze Weile die Befürchtung, dass er sich nie dran gewöhnt. Aber jetzt hält seine Flasche sogar selbst und kommt mir dabei einfach wie ein großer Junge vor. Verrückte Sache! Je nachdem, wann wir aufstehen (irgendwann zwischen 6-9 Uhr), bekommt er nach seiner Frühstücksmilch noch eine halbe Portion im Laufe des Vormittags. Henry kann sich ganz gut bemerkbar machen, wenn er hungrig, durstig oder müde ist, insofern verlasse ich mich einfach auf meine kleine Alarmanlage. Ich will mich nicht verrückt mit einem strikten Schedule machen, weil jedes Kind anders ist und ich mir einfach denke: Macht Sinn, ich hab ja auch nicht jeden Tag den gleichen Appetit oder die gleiche Laune. Manchmal bekommt er nachmittags noch eine halbe Flasche, die ich aber mit weniger Milchpulver anrühre und vor dem Schlafengehen wieder eine große Portion. Das ist ganz grob unser Fahrplan und variiert eben je nachdem, wie Herr Mopske drauf ist. Meistens wird er noch 1x in der Nacht wach und hat Durst, trinkt aber auch da nur knapp 100 ml und schläft direkt weiter. Henry war eigentlich von Anfang an ein guter Schläfer und die Tatsache, dass ich nicht mehr nach Muttermilch rieche (klingt komisch, aber ist so), macht es für uns beide wahrscheinlich noch ein wenig einfacher. Auch wenn ich sonst wirklich alles im Netz nachschlage, versuche ich es in Baby-Angelegenheiten zu vermeiden. Mein Gefühl hat mich bisher nicht enttäuscht, außerdem lernt man mit jedem kleinen Fehler und wenn ich wirklich unsicher bin, frage ich entweder Freundinnen, meine Mama oder Henrys Kinderärztin.

Zu guter letzt…

Ich habe ein paar befreundete Mamis, die unheimlich verunsichert sind, weil ihre Babys kaum essen oder sich nicht so einfach abstillen lassen, wie sie es gerne hätten und vergleichen sich mit anderen. Das ist halt Quatsch, auch wenn es so nahe liegt. Jedes Baby ist unterschiedlich und solange es sich super weiterentwickelt, Mama und Baby happy sind, muss sich auch niemand verrückt machen. Die Kleinen essen schon noch, wenn sie soweit sind, man sollte einfach nicht aufgeben. Wäre das bei uns der Fall gewesen, hätte ich vermutlich auch noch ein paar Wochen gewartet und Henry einfach weiter gestillt. Da ich Henry aber nach knapp sechs Monaten kaum noch tagsüber gestillt habe, hat sich meine Milchproduktion so extrem verlangsamt, dass wir auch nachts nicht mehr hinterher gekommen sind. Wir haben uns zusammen ganz in Ruhe vom Stillen verabschiedet, aber dazu erzähle ich euch vielleicht in einem anderen Post mehr…

*Dieser Post ist in freundlicher Kooperation mit Philips Avent entstanden.

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