Travel Diary: Rome in a nutshell

A short trip travel guide

Da ist sie, die erste Travel-Story meiner Schwester Johanna. Ich überlasse ihr die Bühne für die Travel-Kategorie, sie macht das wesentlich häufiger als ich und hat mindestens genauso so viel zu erzählen. Wer sie ist, was sie macht und warum wir uns den Blog ab jetzt schwesterlich teilen, so wie früher das Zimmer, das verraten wir euch in den nächsten Tagen in Ruhe, aber fürs Erste dürft ihr Johanna nach Rom begleiten…

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Where do I even start? Die Idee für einen Kurztrip nach Rom entstand aus einer freien Uniwoche, Reiselust und einem recht überschaubaren Budget. Wir sind aus Köln nach Rom Ciampino geflogen, was eine tolle Sache war und mit nur einer halben Stunde Verspätung für eine Billigairline doch recht gut geklappt hat.

Kleiner Tipp: Es lohnt sich unbedingt, das gesamte Streckennetz zu nutzen. Meistens ist es deutlich günstiger oder überhaupt erst möglich, von einem anderen, als dem nächsten Flughafen abzufliegen. Den Flughafentransfer haben wir nicht im Voraus gebucht, da im Internet häufig auch noch Buchungsgebühren anfallen. Wir haben uns einfach in einen der Shuttle-Busse gesetzt, die auch nach 24 Uhr noch zum Termini, dem Hauptbahnhof Roms fahren. Eine Fahrt kostete uns pro Person erschwingliche 4€. Dasselbe haben wir auf dem Rückweg übrigens auch gemacht. Die Busse fahren allerdings nur 1x die Stunde, also unbedingt den Fahrplan checken.

Touristenhochburgen sind am Wochenende natürlich noch besser besucht als in der Woche, aber Rom platzt einfach immer aus allen Nähten. Wir haben unsere Reise wenig vorausdenkend geplant und dabei den klitzekleinen Fehler gemacht, den Flug super spontan zu buchen und dann erstmal ohne Hotel da zu stehen. Und hier kann ich euch nur raten: selbst bei einem noch so kleinen Budget, investiert lieber ein paar Euro mehr. Die Italiener sind leider nicht für ihre haushohen Hotelstandards bekannt, und obwohl wir wirklich anspruchslos waren, haben wir uns ziemlich über unsere Unterkunft geärgert. Deshalb leider keine Empfehlung an dieser Stelle. Schaut aber auf jeden Fall, ob es im Moment tolle Hoteldeals gibt und vergleicht unbedingt die Preise der verschiedenen Anbieter (trivago, booking.com, hrs, usw.).

In Rom kommt man super günstig mit Bus und Bahn herum, ein Tagesticket für alle Verkehrsmittel kostet um die 6€ und eine Einzelfahrt 1,50€. Für die Fahrt zum Vatikan, der etwas außerhalb liegt, fanden wir das Einzelticket super und haben es auch genutzt. Ansonsten hat sich das für uns eher nicht gelohnt, da es tatsächlich nur 2 (!) Bahnlinien in Rom gibt. Wir haben uns also auf die Socken gemacht und die Stadt zu Fuß erkundet. Immer mit dabei die App „Rom Offline-Karte“ von Ulmon. Die Karte funktioniert ganz ohne Internetverbindung, verfügt praktischerweise über eine Suchfunktion und der blaue Pfeil zeigt immer an, in welche Richtung man gerade läuft. Wir haben und also nur so 4-5 Mal verlaufen, anstatt völlig aufgeschmissen zu sein…

Das 1×1 der Sehenswürdigkeiten

Da es unser erster Besuch in Rom war, war die Besichtigung der bekanntesten Sehenswürdigkeiten und Hotspots fast schon Pflicht. Ganz oben auf der Liste stand der Vatikan, der sich auf der ‚anderen‘ Seite des Tiber befindet. Neben Selfie-Sticks und Regenschirmen wollten uns auch ungefähr 20 Guides eine Führung verkaufen. Super nervig! Das Geld haben wir uns gespart, denn der Eintritt in den Petersdom ist frei und mit einem Reiseführer bewappnet war die Besichtigung ganz ohne Führung ein Erfolg. Besonders gut gefallen hat uns auch die Piazza Navona. Am späten Nachmittag taucht die Abendsonne den Platz in ein warmes Licht und verleiht diesem Ort fast schon etwas Magisches.  Wir haben uns einfach an einen Brunnen gesetzt, den Musikern gelauscht und den Moment zu genossen. Ach ja, und etwa 200 Selfies gemacht. Sunset-Light und so….

Selbstverständlich darf ein Besuch des Kolosseums nicht fehlen und auch hier haben wir uns den Eintritt gespart. Der Anblick ist auch von außen einfach der Wahnsinn und das Foro Romano haben wir uns von der Aussichtsplattform des Kapitols angeschaut. Einfach hinten rum, die berühmte Treppe Cordonata hochspazieren und for free Instagram-reife Bilder schießen. Wir waren total beeindruckt von diesen Ruinen, die irgendwie fehl am Platz wirken, wie sie das so mitten in der Stadt aus dem Boden ragen.

Und weil es direkt um die Ecke war, durfte das Monumento Vittorio Emmanuel nicht fehlen, das man auch gar nicht verfehlen kann, denn das Denkmal ist das Staatssymbol der italienischen Republik. Und nicht zu vergessen: der Trevi-Brunnen. Wir waren nicht auf die Unmengen von Touristen gefasst, die sich genau wie wir um das beste Foto am Ort des Geschehens bemüht haben. Aber der Anblick ist es wert. Einfach ein paar Cent über die Schulter in den Brunnen werfen, denn das soll der Sage nach Glück bringen.

PIZZA, PASTA & AMORE

Ich gebe zu, auf das Essen haben wir uns mit am meisten gefreut. Ich kann eine uneingeschränkte Empfehlung für die Bar Trani in der Via Emanuele Filiberto aussprechen, in der wir an beiden Tagen gefrühstückt haben. Für einen leckeren Cappuccino, ein gegrilltes Lachs-Spinat-Sandwich, ein warmes Schokocroissant und eine Flasche Wasser haben wir um die 4€ bezahlt. Kleiner Tipp: Coffe-to-go ist in der Regel teurer. Auch wenn man sich setzt und bedient wird bezahlt man meistens eine kleine Servicegebühr. Es deswegen einfach wie die Italiener machen: Den Kaffe im Stehen an der Theke trinken und die Zeit für ein nettes Gespräch nutzen. Leckere Pizza und Pasta gibt es in der Pizzeria Ricci in der Via Genova. Für eine große Flasche Aqua Panna haben wir hier nur 2€ bezahlt.

Auch ein Muss: Trastevere! Wir waren (und sind immer noch) ganz begeistert von diesem coolen Viertel, in das wir uns eigentlich eher verlaufen haben. Hier sind wir abseits vom Massentourismus durch kleine Gassen an süßen Cafés und Geschäften vorbei geschlendert und haben echten italienischen Charme genossen. Die Gegend hat es uns wirklich angetan und trotz unserer begrenzten Zeit in Rom sind wir mehr als ein Mal dort gewesen. Bei einem Aperol Sprizz, Snacks und WIFI haben wir im Samovar eine kleine  Trinkpause eingelegt (Piazza San Calisto). Im Baccanale hatten wir einen unglaublich leckeren Salat mit Weichkäse, Walnüssen und Honig, dazu einen Caipirinha mit einem ordentlichen Quantum Cachaca (Via della Lungaretta). Als Dessert waren wir auf der Suche nach etwas typisch Italienischem und was wäre besser als Tiramisu? Das Beste gibt’s im gleichnamigen Laden in der Via di San Francesco a Ripa.  Dort kann man sein Tiramisu selbst zusammenstellen und mit Soßen und Toppings abrunden. Die Nutellasoße war die beste Entscheidung meines Lebens. Trotz der vielen angeblichen Auszeichnungen haben wir einen großen Bogen um Restaurants mit TripAdvisor-Auszeichnung gemacht. Die Appetithäppchen, die man euch auf den Tisch stellt sind keine nette Geste des Personals, sondern tauchen am Ende durchaus auf der Rechnung auf. Auch die Gerichte sind weniger authentisch, sondern auf den internationalen Gast und jeden Geschmack ausgerichtet.

So, what can I say? Rom lässt sich auch in kurzer Zeit wunderbar erleben. Wir hätten so gerne noch mehr Zeit gehabt, um noch mehr  Restaurants und Bars, Boutiquen oder das Nachtleben zu erkunden. Gutes Essen, die Herzlichkeit der Italiener und das Kulturgut der Stadt haben uns an Rom besonders fasziniert, schweren Herzens wieder nach Hause fliegen und guten Gewissens einen Punkt auf der Bucketlist streichen lassen.

Bis zum nächsten Mal!

Johanna

7 thoughts on “Travel Diary: Rome in a nutshell

  1. Anna Lena

    Toll geworden! Ich will seit Jahren nach Italien (vor allem nachdem ich damals „Illuminati“) gelesen habe und hab es immer noch nicht geschafft! Dein Artikel macht auf jeden Fall große Lust, nach Rom zu reisen – auch wenn mir die vielen Menschen nicht ganz geheuer sind. Vielleicht findet man ja noch Ecken oder Viertel, die weniger stark von Touristen besucht werden…
    Ich freu mich auf deinen nächsten Post!

    PS: Vielleicht kannst du beim nächsten mal am Ende nochmal deine Favoriten auflisten oder so?

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  2. Franziska

    Wie schön, der Post ist echt cool geworden. Die Bilder sind super schön und die Tipps knn man sich auf jeden Fall merken!

    Liebe Grüße, Franzi

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  3. Charly

    Liebe Regina, die Idee deine Schwester ins Boot zu holen finde ich grandios!!!
    Liebe Johanna Dein Post liest sich einfach super und macht große Lust auf mehr Urlaubs-Posts!!
    LG aus München

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  4. Sophie

    Sehr interessant! Ich wusste gar nicht, dass du noch eine Schwester hast und dann seid ihr euch auch so ähnlich! Toll gemacht, gerne noch mehr Reiseberichte!

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  5. Maggie

    Schöne Bilder und interessant zu lesen. Ich war schon mehrmals in Rom und finde immer wieder neue Ecken, auch ab vom Tourismus, die diese Stadt so schön machen. Trotzdem, länger als 4 Tage halte ich es dort selten aus und Reise weiter nach Florenz oder Mailand. Italien ist so wunderschön und immer eine Reise wert!

    Liebe Grüße aus Berlin, Maggie

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  6. Maria

    Ihr Lieben,
    finde es mega schön, dass ihr jetzt ein gemeinsames Ding einbringt. Der Schreibstil und die Art des Posts harmonieren total gut mit dem gesamten Blog. Super informativ und toll geschrieben, Johanna. Ich hoffe, in Zukunft mehr davon lesen zu können.

    Liebe Grüße, Maria

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  7. Sonja

    Liebe Johanna, ein wirklich schöner Bericht über deine Reise nach Rom. Rom steht schon seit langer Zeit auf meiner Travel-Liste, leider habe ich es bis jetzt einfach nicht geschafft – vor allem historisch hat die Stadt ja einiges zu bieten, was ich mir unbedingt gerne anschauen würde.

    Ich freue mich zukünftig mehr von dir und deinen Reisen zu lesen. Eine tolle Bereicherung für Dailymalina.

    Alles liebe, Sonja <3
    http://www.littlewhitepages.wordpress.com

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