My sweet life #August

Es sind wieder einige Wochen ohne einen klassischen Wochenrückblick ins Land gegangen, was vermutlich einfach daran liegt, dass sich so viele unserer Tage ähneln. Ich sage es immer wieder, aber es ist eben auch wahr: Die Zeit verfliegt, seitdem Henry auf der Welt ist. Ich bekomme oft gar nicht mit, dass schon wieder eine Woche, ach was, ein ganzer Monat vorbei ist.

Der August war völlig unspektakulär. Es stand kein Urlaub an und keine großen Besuche haben sich bei uns angekündigt, also konnten wir die Gelegenheit nutzen, um ein paar private Dinge zu erledigen. Wie es immer so ist, fühlen sich manchmal gerade diese Zeiten besonders stressig an. Trotzdem oder gerade deswegen habe ich die Zeit auch genutzt, um viel draußen zu sein, in die Natur zu gehen, weil es mir und Henry einfach unheimlich gut tut. Ohne Frage schläft er viel besser und ist viel entspannter, wenn wir einen großen Teil des Tages an der frischen Luft verbringen.

Das Kinderwagen-Problem

In meiner Kinderwagen-Review habe ich euch darüber berichtet, auf Snapchat fast täglich darüber geschimpft und meine Sorgen mitgeteilt, weil Henry, trotzdem er ein Baby ist, leider nicht mehr in die Babywanne reinpasste. Ich habe vor dem Kauf einige Male darüber gelesen, dass sowas passieren könnte (und gar nicht mal besonders unwahrscheinlich sei), aber bin nie davon ausgegangen, hier könnte die Rede von meinem Sohn sein. Nun ja. Er ist nicht überdurchschnittlich groß, aber er ist groß und er passt eben nicht mehr rein, was mir ehrlich gesagt schlaflose Nächte bereitete. Umso glücklicher bin ich, dass mir genau diese Sorge abgenommen worden ist und wir seit einigen Tagen mit einem Stokke Trailz die Straßen unsicher machen dürfen. Der Kinderwagen wurde uns von Stokke zur Verfügung gestellt, ist aber tatsächlich auch meine persönlicher Favorit gewesen, nachdem Henry bei Babywalz in mindestens zwanzig Kinderwagen Probe liegen musste. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie dankbar und glücklich ich darüber war, als die Mail in meinem Postfach lag, nachdem ich meine Gedanken und Sorgen dazu mit euch geteilt habe. Es ist ein Schlachtschiff, soviel sei dazu gesagt, ein wirklich großer Kinderwagen, den man nicht mal eben in einem Mini verstauen kann. Aber: Henry passt rein, hat sogar noch gut Luft auf allen Seiten, liegt darin wie auf Wolken, weil der Kinderwagen richtig schön „bouncy“ unterwegs ist und ich bin einfach nur happy, happy, haaaaaappy.

Familiy

Alex ist im September für drei Wochen beruflich im Ausland, was mir gerade schon wieder den Angstschweiß über den Rücken jagt. Ich bin im Alltag zwar viel alleine mit Henry, aber es macht schon unglaublich viel aus, wenn Alex ihn mir zumindest mal morgens oder abends und natürlich am Wochenende zwischendurch abnehmen kann. Das fällt dann erstmal weg, darum soll es aber gar nicht gehen. Wir wollten vorher nochmal zusammen in die Heimat fahren, unsere Familien besuchen und eine schöne Zeit verbringen. Das wir die heißesten Tage des Jahres erwischen – wer konnte das ahnen? Mein Neffe wurde eingeschult, wir lagen den ganzen Tag unter schattigen Bäumen und haben uns die Bäuche vollgeschlagen, Henry wurde wieder von allen Seiten betüdelt, meine Schwester und ich schmiedeten Pläne, ich traf meine beste Freundin, wunderte mich über die Mistkerle dieser Welt und aß so viel Eis, wie ich konnte. Schön.

Job

Im August hat sich eine große Kleinigkeit geändert, denn ich arbeite seit einem Monat wieder als freiberufliche Beraterin. Nur ein paar Stunden pro Woche und es ist noch irgendwie ungewohnt, aber trotzdem sehr schön, mich anderen Aufgaben zu widmen, als Henrys Popo frisch zu halten und die Wohnung zu putzen. Ich habe wieder einmal gemerkt, dass ich einfach nicht die klassische Hausfrau bin – ganz im Gegenteil, von diesem vermeintlich einfachen Dingen fühle ich mich komplett erschlagen. Staub wischen, Geschirr waschen, Dusche schrubben, mimimi. Nicht falsch verstehen, ich liebe es, zuhause zu sein und meine Zeit mit Henry zu verbringen, aber die typischen Hausarbeiten machen mich wahnsinnig. Naja, ich arbeite eben gerne und nach nun mehr als acht Monaten Pause, die ich ausschließlich meinem dicken Bauch und dem Baby gewidmet habe, tut dieser Schritt gerade extrem gut. Ich bin unendlich froh, dass Henry so ein unkompliziertes Baby ist und ich mir deswegen die Freiheit erlauben darf, mich gerade beruflich etwas neu auszurichten. Wie gut das auf längere Sicht klappt, werden wir sehen, aber jetzt bin ich ja schon auf dem Weg. Umdrehen oder Pause machen kann ich immer noch.

#KLEINKRAM

Lesenswert: Ich hatte wieder mehr Zeit zu lesen, besonders zwei Artikel haben mich wirklich berührt und möchte ich deswegen an dieser Stelle mit euch teilen. Lina schrieb über Freundschaft und ich hatte Gänsehaut, weil dieser Schmerz, jemanden in den innersten Kreis zu lassen und dann verlassen, belogen, betrogen zu werden, einfach nachhallt und selbst nach Jahren immer noch brennt. Und die schönsten Worte über das Muttersein, die mich tief berührten, zum Weinen brachten, zum Schmunzeln, zum Lachen. Ein großartiger Artikel von Marlene über die Liebe zu ihrem Sohn.

Geschrieben: Der Monat war trotz des katastrophalen Wetters, trotz Henrys erster Sommergrippe, trotz einem kleinen emotionalen Down meinerseits (oder vielleicht auch deswegen) inspirierend, ich habe viel geschrieben, einige neue Kolumnen vorbereitet und dabei viele Dinge, die ich in meinem neuen Leben als Mama erlebe, verarbeitet. Es bedeutet immer ein wenig Überwindung, so intime Gedanken mit euch zu teilen, die Angst sitzt mir jedes Mal im Nacken, man könne meine Worte ja falsch verstehen, aber am Ende des Tages liebe ich den ehrlichen Austausch mit euch. Also, freut euch auf ein paar neue Texte!

Me-Time: Ich war im August auf der ersten Presseveranstaltung nach Henrys Geburt und habe ihn kurzerhand eingepackt und mitgenommen. Was soll ich sagen, er hat natürlich super mitgemacht und sich maximal beschwert, als er Hunger bekam. Alex hat ihn eine Stunde später abgeholt, ist mit ihm am Hafen spazieren gegangen und ich konnte einen Abend ohne Baby, aber mit ein paar lieben Kolleginnen verbringen und es hat so, so gut getan, einfach nur etwas für mich zu tun. Was das Ganze so besonders macht? Ein Sonnenuntergang, der mich dafür belohnte, mich getraut zu haben. Hamburg im Sommer in der Abenddämmerung ist einfach nur ein Traum.

Und jetzt? September.

Mir ist ein bisschen mulmig zumute, wenn ich daran denke, dass Henry ein halbes Jahr alt geworden ist. EIN HALBES JAHR, SECHS MONATE, 183 TAGE. Nach den letzten Tagen hoffe ich auf einen milden Herbstanfang, ein paar schöne, laue Spätsommerabende und vielleicht auch auf einen kleinen Mini-Urlaub, den wir irgendwie noch brauchen, um diesen verrückten Sommer zu verabschieden. Ich freu mich auf die vielen bunten Blätter, die von den Bäumen fallen und in die ich Henry setzen werde. Ich kann mir sein Gesicht förmlich dabei vorstellen, wie er vor Freude eskaliert, weil alles so schön raschelt. What a life! Außerdem wird Alex in diesem Monat 30 Jahre alt, aber feiert seinen Geburtstag leider ohne uns im Ausland. Ich sehe es positiv, so bleibt mir mehr Zeit, mir ein monstermäßiges Geschenk einfallen zu lassen.

HAPPY SUNDAY!

One thought on “My sweet life #August

  1. Dunja

    Hey Regina :)
    schön zu lesen, was du diesen Monat so erlebt hast! Glaub mir, auch ganz ohne Baby und ohne Arbeit (ich genieße gerade die Zeit zwischen abgeschlossener Berufsausbildung und Studienbeginn) geht der Monat einfach total schnell vorbei. Manchmal glaub ich, dass das nur bei solchen Monaten, in denen eigentlich nichts ansteht, so ist. Oder hattest du mal das Gefühl, der Dezember wäre schnell gewesen? :D
    Freu mich schon auf die Henry-im-Laub-Bilder und bin gespannt, was du Alex so monstermäßiges schenkst (falls du das mit uns teilst :) )
    Liebe Grüße, Dunja

    Antworten

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