5 Monate mit Henry #thoughtsonmotherhood

Mein winziges Mopsbaby ist 5 Monate alt! Hilfe, hält bitte jemand die Zeit an? Es ist unglaublich, wirklich wahr, wie schnell die Wochen an uns vorbei rauschen. Vor ein paar Tagen sind Alex und ich einen Berg Fotos von Henry durchgegangen und ich schniefte immer lauter werdend vor mich hin, weil es so verrückt ist, wie sehr diese kleine Person unser Leben auf den Kopf gestellt hat. Egal, wie schön oder anstrengend ich es mir vor seiner Geburt ausgemalt habe: Es ist einfach völlig anders, als ich es mir hätte vorstellen können. Selbst wenn er den ganzen Tag nur meckert, wenn ich maximal eine Stunde in der Nacht schlafe, wenn ich mir mein Energiepolster aus Schokoriegeln und Knäckebrot zusammenschustere – Henry bleibt das Beste, was mir je passiert ist.

HENRY

Der letzte Monat markierte bisher die größten Veränderungen, was seine körperlichen und kognitiven Fähigkeiten angeht. Ich kann wirklich nur mit offenem Mund darüber staunen, wie sehr sich Henry in den letzten Wochen weiterentwickelt hat und was er mittlerweile schon alles „kann“. Er dreht sich mit Karacho auf den Bauch, strampelt mit den Füßen, drückt sich leicht vom Boden ab und wenn er stinksauer ist, hebt er sogar den Popo in die Luft. Ich vermute mal stark, dass es nicht mehr lange dauert, bis er hier unsere Regale leer fegt. Er kann sich super eine Weile mit seinen Spielsachen beschäftigen und gerade dieser furchtbar bunte Spielbogen ist ausgesprochen praktisch, wenn ich mal auf die Toilette muss oder versuche, irgendetwas im Haushalt zu erledigen. Klappt fast immer! Neuerdings dreht sich Henry, mein kleiner Körperclown, auch auf den Bauch, wenn er es gar nicht vorhatte. Dann ist das Theater aber sehr groß, weil er noch nicht den Dreh raus hat, wie man wieder zurück in Rückenlage kommt. Schwierig, wirklich, er ist dann untröstlich!

FUN

Als wir im Urlaub an der Ostsee waren, hat er seine Füße entdeckt und nuckelt seitdem unheimlich gerne (und energisch) an seinen großen Zehen. Das sieht nicht nur urkomisch aus, sondern klingt auch ziemlich witzig. Auf der Wickelkommode kann man ihn definitiv nicht mehr aus den Augen lassen, dafür wühlt er schon viel zu viel rum! Meine Pompom-Wolken sind mittlerweile um einige Pompom-Regentropfen ärmer, weil er sich in einem frechen Moment lang gemacht und sie abgerissen hat. Das hat er bestimmt schon vor Wochen geplant und nur auf den richtigen Augenblick gewartet!

Das sinnvollste Spielzeug für Henry bleibt wohl Pucki, die Schnecke, und ist an der Stelle übrigens eine große Empfehlung für alle werdenden Mamas! Die Schnecke hat ihn motiviert, sich in alle Richtungen zu drehen (und plötzlich lag er oben drauf, so schnell ging das auf einmal), lässt sich wunderbar ankauen und anschlecken und sieht lustig aus. Top! Am Anfang, als er frisch geboren war, hab ich die Schnecke immer um ihn herum gelegt, weil er noch so klein war und ich glaube, damit hat er sich nicht ganz so verloren im großen Bett gefühlt. Die spannendste Beschäftigung? Mit seiner Stimme experimentieren und  das kann sehr laut und sehr schrill werden. Aber er findet es witzig, also will ich mich nicht beschweren. Außerdem macht er eine Menge nach (Zunge rausstrecken klappt super!) und fasst uns gern ins Gesicht, das könnte er stundenlang machen. Und ich auch, aber meistens schlaf ich dabei ein und werde davon geweckt, dass er an meinen Haaren zieht…

FOOD

Nach dem vierten Monat hab ich langsam den ersten Brei eingeführt. Henry ist für sein Alter sehr groß und körperlich gut entwickelt, deswegen wollte ich zumindest testen, wie gut oder schlecht das bei ihm ankommt. Und was soll ich sagen? Er LIEBT seinen Brei. Gestartet haben wir mit Karotten, Pastinake und Kürbis – alles genau sein Geschmack, findet er klasse! Jetzt sind wir bei einem kompletten „Menü“ angekommen, meistens bestehend aus Süßkartoffel, Fenchel, Karotte und Rind. Weil das so klasse geklappt hat, sind wir jetzt auch schon bei Mahlzeit Nr. 2 angelangt, einem Getreide-Obst-Brei am frühen Nachmittag. Auch hier hat sich schon herauskristallisiert, dass Henry großer Fan von Bananen, Birnen und Dinkel ist. Der Brei schmeckt übrigens in der Tat so gut, dass ich manchmal eine kleine Extra-Portion für mich koche…(Ja, man wird anspruchslos, wenn man den ganzen Tag nichts zu essen kriegt.) Ansonsten stille ich Henry nach wie vor, er ist definitiv noch nicht so weit, abgestillt zu werden. Nach dem sechsten Monat und dem Einführen der dritten Brei-Mahlzeit, werde ich es aber ganz langsam angehen, ihm die Flasche zu geben. Er ist so stark auf mich fixiert, dass ich mich kaum traue, aus dem Haus zu gehen, selbst wenn Alex da ist. Die letzten Abpump-Versuche verliefen auch eher blöd, da Henry sich rigoros weigert, aus der Flasche zu trinken. Vielleicht liegt es an der Flasche, vielleicht auch daran, dass er mich hört, oder sieht…irgendeine Lösung werden wir schon finden. Fest steht aber, je näher der „Abschied“ kommt, umso mehr genieße ich unsere kleinen intimen Momente. Mein Kind zu stillen ist wirklich eine wunderschöne Erfahrung, ich bin froh, dass wir das zusammen erleben können.

Kleiner Tipp am Rande: Falls ihr, wie wir noch vor 4 Wochen, keinen Windeleimer habt, holt das schleunigst nach! Wow, was jetzt in den Windeln landet, muss definitiv kontaminiert werden! 

PERSONALITY

Auch wenn jetzt manche sagen, es sei noch zu früh, um etwas dazu zu sagen, glaube ich schon, dass man einige Eigenschaften erkennen kann. Henry beobachtet ganz viel und guckt sich alles erstmal genau an, bevor er etwas entscheidet. Er hat auch keine Angst vor fremden Menschen, aber kundschaftet immer lieber alles aus einer sicheren Entfernung aus, am besten von meinem Arm, da kann nix passieren. :-) Er ist außerdem total kuschelig und nähebedürftig! Er liebt es, mit uns im Bett zu liegen, kugelt sich ganz nah an uns ran, versteckt am liebsten noch die Nase irgendwo unter dem Arm und lässt sich den Rücken kraulen. Am besten schläft er ein, wenn ich seinen Kopf streichle und er einfach bei mir liegt – unglaublich süß! Er ist weniger impulsiv oder fordernd, nicht so laut oder temperamentvoll, sondern eher ruhig, vielleicht sensibel  – und trotzdem ein kleiner Witzbold. Ich glaube, er wird irgendwann einen guten Humor haben und viel lachen. Hach, mein Henrymops. Ich finde es so, so schön, Zeit mit ihm zu verbringen. Das klingt jetzt vielleicht bescheuert, weil er ja mein Sohn ist, aber ich hab ihn einfach wirklich gerne um mich herum.

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Es ist unglaublich spannend, Henry zu beobachten. Er hat sich von einem kleinen hilflosen Baby zu einer winzigen Person entwickelt, die Aufmerksamkeit einfordert, Dinge lustig oder blöd findet und ganz stark auf seine Umgebung reagiert. Gerade diese kleinen Entwicklungen müssen sich für ihn wie die größten Meilensteine anfühlen! Wenn ich mir überlege, dass er vor ein paar Wochen nur geschlafen und Milch gefuttert hat, ist das doch der absolute Wahnsinn, wie sich sehr sich seine Wahrnehmung und überhaupt, seine ganze Welt, vergrößert hat!

2 thoughts on “5 Monate mit Henry #thoughtsonmotherhood

  1. tina

    Unglaublich schöner Text! Da bekommt man glatt auch Lust auf einen kleinen Minimops :)

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  2. Miri Ve

    Ich kann mich meiner Vorrednerin (tina) nur anschließen :-)
    Liebe Grüße, Miri

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