The sweet life #juli

Ich kann mich ja ehrlich gesagt selbst nicht mehr ernst nehmen, aber jeden Monat, wenn ich meinen Kalender checke, bleibt kurz mein Herz stehen. Im Ernst? August? Wow, ich konnte den Text nicht mehr hören, als ich noch zuhause gewohnt habe, aber Leute, es stimmt: Die Zeit rennt mir nur so davon. Juli war ein aufregender Monat und verdient deswegen ein ganz eigenes Recap. Nach Henrys Geburt verlief mein Leben so extrem ruhig und entschleunigt, dass ein kleines bisschen Veränderung eine Menge Wirbel in unseren Alltag gebracht hat.

#FAMILY

Alex hatte zwei Wochen Urlaub und das war einfach nur großartig! Urlaub bekommt übrigens eine ganz andere Bedeutung, wenn man so einen kleinen Zwerg wie Henry hat. Neben ein paar kleineren Auszeiten, die ich mir gegönnt habe (Frühstück mit einer Freundin ohne Baby + Sport + ein Pediküre-Termin = WOAH!), haben wir natürlich viel gemeinsam unternommen und die beiden Jungs zusammen zu sehen ist einfach nur Zucker. Echt jetzt. Henry lacht sich kaputt, wenn Alex mit ihm spielt und wenn er danach müde in unseren Armen einschläft, fühle ich mich wie der glücklichste Mensch auf der Welt! Der letzte Monat war auch in Henrys bisherigen Entwicklung der mit den größten, sichtbaren Veränderungen und wir haben uns täglich staunend über ihn gebeugt und immer nur „Wow, hast du das gesehen?“ gestammelt. Dieses Baby…

Wir waren ein paar Tage in der Heimat und haben unsere Familien besucht. Ich hab euch hier mal ein wenig tiefer blicken lassen, was das Thema angeht, aber ja, wenn wir runterfahren ist die Freude natürlich groß und ich versuche dann vor allem, so viel Zeit wie möglich mit meinen Geschwistern zu verbringen. Das vermisse ich in Hamburg nämlich am meisten. Unsere Eltern neigen (natürlich) dazu, eine Spur zu doll um Henry herumzutüdeln, das wird ihm manchmal auch etwas zu viel und dann wird sich laut beschwert. Er fremdelt zwar noch nicht, aber so ganz geheurer ist es ihm auch nicht, wenn wir nicht in unmittelbarer Nähe sind.

Als kleinen Sommer-Sonne-Urlaubs-Test sind wir für drei Tage an die Ostsee gefahren. Da wir nicht wussten, wie gut oder schlecht Henry das Hotelleben gefällt und ob wir überhaupt zum Essen und Schlafen kommen würden, haben wir uns für einen Kurzurlaub entschieden. Das Wetter war herrlich, Henry hat den ganzen Tag in der Strandmuschel gelümmelt und seine Füßchen abgeschleckt, während wir die Sonne genießen konnten und Fischbrötchen futterten. Fazit: Er hat wirklich großartig mitgemacht! Ich liebe diesen kleinen Mops und der nächste Urlaub wird schon geplant…

So schön die zwei Wochen auch waren, sie endeten mit einem Trauerfall in der Familie und der ersten Beerdigung, die Alex und ich zusammen besuchen mussten. Es ist nie einfach, sich von einem Menschen zu verabschieden, aber es fällt zumindest leichter, wenn man weiß, dass das Leben gelebt wurde.

#BRAINFOOD

Ich habe schon lange nichts mehr außer Eltern-Magazinen gelesen, zu wenig Zeit, zu wenig Lust, zu müde, zu hungrig…ihr wisst, was ich meine. Dann bin ich über „The big five for life“ gestolpert und so ein bisschen positive Motivation konnte ich ganz gut gebrauchen. Also bestellte ich das Buch, las im Auto, im Bett, am Strand und kann sehr zufrieden sagen: Das Buch ist eine große Empfehlung! Ich habe es sehr gern gelesen, würde euch aber die englische Originalversion ans Herz legen, da manche Übersetzungen etwas holprig übersetzt wirkten. Wer vielleicht etwas in der Luft hängt, egal ob beruflich und/oder privat, fühlt sich schon während des Lesens dazu angehalten, wieder die Richtung für sein Leben mitzubestimmen!

#LIVING

Wir sind auf Wohnungssuche, aber das ganze Thema gestaltet sich als unglaublich kräftezehrend und nervig. Und so langsam denke ich mir, entweder wir finden jetzt bald mal was oder wir bleiben doch noch 1-2 Jahre in dieser Wohnung oder wir ziehen raus, raus aufs Land oder … was weiß ich wohin. Ich bin ja nicht völlig bekloppt und hau mein schwer verdientes Geld für diese horrenden Mieten auf den Kopf. Für die perfekte Wohnung vielleicht, alles andere, wofür ich Kompromissbereitschaft zeigen muss, nicht. Was ich jetzt sage klingt vielleicht spießig, aber damit kann ich ganz gut leben: Lebensqualität bedeutet für mich immer mehr, auch die Möglichkeit zu haben, mich aus dem Großstadtdschungel zurückzuziehen, vielleicht in einem kleinen Garten ein paar Himbeeren mit Henry zu pflanzen und abends, wenn der Frechmops im Bett liegt und schläft, ein Glas Wein unter dem Sternenhimmel zu genießen. Unsere Flexibilität hat sich mit Baby natürlich spürbar eingeschränkt und mir ist wichtiger, dass Henry seinen geregelten Tagesablauf hat, als das ich in der Happy-Hour ein paar Cocktails runterstürzen kann. Die ganzen hippen Restaurants und Cafés bringen mir also momentan leider nicht so viel, wie es vielleicht vor 6 Monaten noch der Fall war und ehrlich gesagt bin ich mir sicher, dass es auch noch eine Weile so bleiben wird. Also, bevor ich in den nächsten Jahren weiterhin zum Kotzen hohe Mieten zahle und Henry plus Einkäufe mindestens 2x am Tag zwei Etagen hoch und runter schleppe, muss ich mich eventuell doch mit dem Gedanken anfreunden, woanders Wurzeln zu schlagen. Oder auf Moneymaker umschulen.

#POKEMONGO

Jaja, rollt ruhig mit euren Augen! Die größten Feinde sind diejenigen, mit denen niemand rechnet: MOMS! Mehr kann ich dazu nicht sagen und schweige bitterböse lächelnd weiter…

#WORK

Hä? Du bist doch in Elternzeit? Ja, stimmt, ich fange nach Plan erst nächstes Jahr im März wieder an zu arbeiten. Aber ich kann einfach nicht ruhig sitzen, wenn ich nicht doch noch irgendwo ein Eisen im Feuer habe oder eine Deadline ruft. Der Blog hat dank euch tolle steigende Aufrufzahlen und die Arbeit an Videos und Posts macht mir so viel Spaß, dass ich mir auf jeden Fall vorstellen kann, mich auch beruflich wieder mehr in die Selbstständigkeit zu bewegen. Als frisch gebackene Mama ist das schon ein großer Schritt für mich, aber ich glaube, die letzten Jahre in meinem Job haben mich doch so stark geprägt und ausgebildet, dass ich mich durchaus für kompetent in diesem Bereich halte. Für den Einstieg werde ich freiberuflich einen kleinen Job als Social Media Beraterin übernehmen und einfach schauen, wie gut das mit Henry klappt.

Übrigens: Henry ist jetzt schon 5 Monate alt! Das ruft nach einem ausführlichen Baby-Update, stay tuned…

6 thoughts on “The sweet life #juli

  1. Tina

    Liebe Malina

    Wie wär denn, wenn Ihr mal in RIchtung Pinneberg, oder Elmshorn schaut ?
    Das ist klar außerhalb von Hamburg, aber nicht mehr so teuer, wie die City . .. und mit der Bahn ist man ganz schnell in der Innenstadt . . . .
    Überlegt euch das doch mal . . . .
    Lieben Gruß
    Tina

    Antworten

    1. Regina
      regina

      Liebe Tina,

      och nöööö, das ist eigentlich gar nicht die Diskussion bei uns. Wenn schon aufs Land, dann würde es auch eher Richtung Heimat gehen. Aber wenn wir in Hamburg bleiben, dann richtig.:-)

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  2. Fräulein K

    Liebe Regina,
    das mit der Wohnungssuche in Hamburg kann ich total nachvollziehen. Wir wohnen zwar nicht in Hamburg aber ich habe bereits von den horrenden Mieten für so manche Bruchbude gehört. Im Moment wohnen wir in einer Wohnung ohne Balkon oder Garten. Dafür aber mitten in der Altstadt. Ohne Kind vielleicht akzeptabel aber später sehe ich mich da auch eher mit einem Glas Wein in meinem Garten auf dem Land. Schwierig wird es dann, wenn dadurch der Arbeitsweg unerträglich lang wird und man seine kostbare Freizeit im Auto oder der Bahn verbringt.
    Ich drücke euch die Daumen, dass ihr in nächster Zeit etwas schönes für euch findet und ihr nicht das Gefühl habt den halben Porsche des Vermieters mitzufinanzieren! Vielleicht liebäugelt ihr ja auch schon mit einem Eigenheim und „zahlt“ euch in Form der Finanzierung selbst die Miete.

    Viele Grüße, Fräulein K

    P.S.: Deine Idee mit der Selbstständigkeit finde ich immer noch super. Ich denke, du hast sowieso viel mehr Zuschauer und Leser verdient. ;-)

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    1. Regina
      regina

      Also, eine Bruchbude haben wir Gott sei Dank nicht, aber stimmt schon, hier werden selbst für die lächerlichsten Wohnungen absurde Preise verlangt. Und die schönen Wohnungen werden unbezahlbar. Ich frag mich halt ganz oft, wer denn ohne Probleme solche Mieten zahlen kann, denn selbst wenn man sehr gut verdient, bleibt ja nicht mehr so unheimlich viel über…
      Eigentum ist auf jeden Fall ein großes Thema bei uns, aber definitiv nicht in Hamburg, sondern eher in Richtung Heimat. Mal sehen, was die nächsten Jahre so bringen, denn beruflich sind wir hier wesentlich besser aufgehoben.

      P.S.: Du bist so lieb, vielen Dank für deine Worte! <3

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  3. Dunja

    wow da ist ja ganz schön was los :) Das mit der Selbständigkeit find ich super, und man sagt ja, wenn man es nicht probiert hat weiß man nie, ob es vielleicht geklappt hätte :)
    Werd auf jeden Fall weiter vorbei schauen und freu mich schon auf das Update von Henry – immer wenn er mir von Snapchat entgegen strahlt freu ich mich, zwischen dem ganzen anderen was es da zu sehen gibt ist er einfach so süß :))

    Liebe Grüße, Dunja

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    1. Regina
      regina

      Du bist süß, vielen Dank, Dunja! Und ich freu mich auch immer, wenn er mich anstrahlt…:-)

      Liebe Grüße, Regina

      Antworten

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