HOME STORY: How to make a place a home

Ich zeige euch hier oder auf Social Media immer wieder kleine Einblicke in unsere Wohnung und dachte, es wäre mal Zeit für einen Post von meinem Lieblingsort: Unser Zuhause. Jeder, der uns zum ersten Mal besucht, eine kleine Runde durch unser Reich dreht, reagiert identisch: „Eure Wohnung sieht auf Bildern viel…größer aus.“ Die Sache ist die: Wir wohnen auf süßen 55qm – nicht gerade viel für eine Kleinfamilie. Trotzdem haben wir es geschafft, unsere wunderschöne Altbauwohnung zu einem gemütlichen Zuhause zu machen, ohne im Chaos zu versinken – und das kann mit einem Baby schneller passieren als man denkt! 

Das Wohnprojekt ist für uns ein dynamischer Prozess, wir finden fast täglich neue Ideen, lassen uns gerne inspirieren und sind immer bemüht, jeder Ecke in dieser Wohnung Leben einzuhauchen. Im besten Fall hat jedes Möbelstück und jedes Dekor eine „Aufgabe“, wir wollen keine Staubfänger sammeln oder bloß verzweifelt Dinge aneinanderreihen. Ich bin nicht ganz so minimalistisch orientiert wie Alex, aber wir versuchen, uns so gut wie möglich zu arrangieren. Er bringt sich in allen Einrichtungsfragen genauso ein wie ich, das ist also definitiv keine typische Frauenaufgabe bei uns zuhause, was ich großartig finde! Mir ist wichtig, dass er sein Zuhause mit gestaltet, sodass er sich hier genauso wohl fühlen und fallen lassen kann wie ich und als Designer hat er eh ziemlich genaue Vorstellungen davon, in welche Richtung wir uns stiltechnisch entwickeln sollten. Also, unser Zuhause, unser Wohlfühlprojekt, unsere 55 qm. 

5 Tipps, damit das Leben in einer Stadtwohnung Spaß macht

ORDNUNG

Das will leider immer niemand hören, aber ist in der Tat mein wichtigster und deswegen auch erster Tipp: Reduziert euren Kram so radikal wie möglich! Stadtwohnungen eigenen sich besonders schlecht dafür, viel zu horten, deswegen könnt ihr euch an dieser Stelle das Leben – im wahrsten Sinne des Wortes – leichter machen. Kein Witz, aufgeräumt sieht es hier locker 15qm größer aus! Wir haben zum Beispiel nur noch unsere Lieblingsbücher hier behalten und alle anderen bei unseren Eltern archiviert. Ja, das hat im ersten Moment wehgetan, aber vermisst hab ich sie bisher nicht. Alex ist wesentlich besser darin als ich, gnadenlos auszumisten und mindestens einmal im Jahr „Tabula rasa“ zu machen, aber danach fühle ich mich immer erstaunlich gut. Putzen ist besser als manche Therapiestunde, das hat doch bestimmt schon mal jemand schlaues vor mir behauptet…

Also: Stauraum schaffen, ausmisten und für Ordnung sorgen! 

KEY PIECES

Macht euch ruhig ein paar Gedanken zu einem Einrichtungsstil, der auch wirklich zu euch passt, eure Interessen widerspiegelt und investiert in ein paar schöne Keypieces! Das muss gar nicht zwangsläufig gleich teuer heißen, wir haben beispielsweise ein paar wirklich außergewöhnliche Teile vom Flohmarkt. Glaubt mir, ihr werdet eine lange Zeit eure Freude an besonderen Einrichtungsstücken haben, die ihr nicht mal eben aus Regal 49 Fach 2 gefischt habt, sondern um die ihr im besten Fall noch feilschen musstest. Lasst euch nicht aus der Ruhe bringen, eine Wohnung zu einem Zuhause zu machen, das passiert nicht in ein paar Tagen, sondern ist ein wunderbarer Prozess, auf den man sich einlassen muss, damit das Ergebnis am Ende stimmt!

INSPIRATION

Macht Platz für Inspiration! Egal ob Fotos, Illustrationen, gutes Design oder einfach ein motivierender Spruch, bevor ihr aus der Tür raus seid: Eine schöne Bildergalerie über dem Sofa, ein altes Foto am Schreibtisch oder ein neu gepolsterter Stuhl vom Flohmarkt machen oft mehr her, als ihr glaubt und geben eurer Wohnung ein wunderschönes Gesicht. Wir mixen gerne verschiedene Stilrichtungen miteinander, Prints, Fotos und Zeichnungen. Ich liebe unsere Galerie mit alten Familienbildern neben unserem Esstisch, da haben wir vorher nur die Sepiafärbung in Photoshop angeglichen (dafür gibt es aber auch genug gute Bildbearbeitungsfilter), damit sie besser zusammenpassen. Oder die grafische Hamburg City Map von Juniqe, die perfekt zu unserer Regalwand passt und unserem Wohnzimmer einen coolen, architektonischen Anstrich verpasst. 

GRÜNZEUG

Kein grüner Daumen? Ich auch nicht, aber Pflanzen sind ein absolutes MUSS. Das ist wie eine Stadt mit grünem Kern: Das Atmen fällt gleich ein bisschen leichter, wenn man nicht nur von Beton umgeben ist. In eurer Wohnung ist das eigentlich genauso! Schafft ein paar grüne Oasen (in jedem Raum mindestens eine Pflanze!) und eure Räume wirken offener, einladender und lebendiger. Neuerdings ist Alex unser Grünzeugbeauftragter, er hat sich dafür die App „Koubachi“ zu Hilfe geholt, die ihn regelmäßig daran erinnert, wann welche Pflanze gegossen werden möchte. Und seitdem floriert es hier bei uns, die Pflanzen wachsen sogar und überleben nicht nur!

LICHT

Wir haben das Glück einer großen Fensterfront im Wohn-und Essbereich, trotzdem haben wir zusätzlich überall in der Wohnung indirekte Lichtquellen versteckt, die unsere Räume in weiches Licht tauchen, sobald die Sonne untergeht. Licht hat einen riesigen Einfluss auf unser Wohlbefinden und es macht einen immensen Unterschied, ob man eine große Deckenlampe anknipst oder ein paar schöne Leuchten neben dem Sofa, im Regal oder auf dem Boden. Kerzen zünden wir eher selten an, da Alex und ich extrem empfindlich sind, was Gerüche und Frischluft angeht, aber im Winter brennt fast immer eine handgeschöpfte Kerze im Glas auf unserem Esstisch und neben einer heimeligen Atmosphäre natürlich eine wunderbare weiche Lichtquelle ist.

Das alte Telefon, die kupferfarbene Teekanne und das Rieseninsekt sind Flohmarktfundstücke, über die wir in den letzten Monaten gestolpert sind und zwingend kaufen mussten. Außerdem nutzen wir das Regal, um schöne Bücher zu displayen, Alex hat z.B. eine Menge Illustrations- und Designliteratur, die sich je nach Laune abwechseln. Und: Wir lieben unsere Sukkulenten! Wer sich nicht an „echte“ Pflanzen traut, ist hiermit super bedient. In besonderen Töpfen (z.B. wie oben in einem alten Espressokocher) kann der Kontrast extrem spannend und stylisch aussehen. Denkt ruhig ein bisschen ungewöhnlich.

Die alte Holztür, die wir als Bettkopf benutzen, ist fast 100 Jahre alt. Die Patina ist einfach unglaublich, sowas lässt sich einfach nicht imitieren. Es war viel Arbeit, sie entsprechend zu bearbeiten, zu lüften, zu lasieren, aber sie ist ohne Frage das Herzstück in unserem Schlafzimmer. Gerade mit den kupferfarbenen Akzenten ist der WOW-Effekt noch größer. Mir ist wichtig, dass unser Schlafzimmer ein Ort zum Entspannen ist, hier muss es deswegen immer aufgeräumt sein, frisch und angenehm riechen und zum Ausruhen einladen.

GET THE LOOK

DYSANIA | HAMBURG CITY MAP | KAKTUS | ICE CREAM

REGAL | KUPFERFARBENE LEUCHTE | BLUMENTOPF BETON | ÜBERTOPF WEIß

HENDRICKS GIN | KUPFERFARBENE TEEKANNE | INFINITE ILLUSTRATION

DIE KUNST, EIN KREATIVES LEBEN ZU FÜHREN

Zu guter Letzt:

Das sind meine Empfehlungen, die ich in den letzten Jahren gesammelt habe, um unserer Wohnung einen persönlichen, gemütlichen Look zu verleihen. Was sind eure Tipps, um mit wenigen Handgriffen und viel Liebe vier Wände zu einem wunderschönen Zuhause zu machen?

2 thoughts on “HOME STORY: How to make a place a home

  1. Sonja

    Liebe Regina

    Eure Wohnung ist einfach ein Traum und du und dein Freund habt ein wirklich gutes Händchen für Einrichtung. War übrigens echt erstaunt, als ich gelesen habe, dass eure Wohnung „nur“ 55qm hat, auf den Bildern und auf Snapchat sieht sie jeweils total gross aus!

    Was Pflanzen angeht bin ich total auf deiner Seite, habe leider aber einen dunkelschwarzen Daumen. Hast du vielleicht Tipps für pflegeleichte Zimmerpflanzen, die in Stadtwohnungen gut überleben können?

    Viele liebe Grüsse, Sonja
    http://www.littlewhitepages.wordpress.com

    Antworten

    1. Regina
      regina

      Liebe Sonja,

      erstmal lieben Dank! <3 Wir dachten ehrlich gesagt auch, dass sie größer ist, bis wir nochmal in den Mietvertrag
      reingeschaut haben…
      Ich hab den Pföanzen-Job ja an Alex weitergegeben, aber fang mit Sukkulenten an! Da kann man echt wenig falsch machen.

      Liebe Grüße,
      Regina

      Antworten

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