7 1/2 Wochen mit Henry #thoughstonmotherhood

7 1/2 Wochen ist Henry jetzt bei uns und es fühlt sich an, als ob er schon sehr viel länger Teil von unserem Leben ist. Er macht uns unheimlich glücklich und hat uns innerhalb der letzten Wochen in ein völlig neues Level katapultiert. Es ist verrückt, wie schnell sich die Dinge ändern können und mir fällt es immer noch nicht ganz leicht, diese Veränderung in passende Worte zu packen. Ein Versuch ist es trotzdem wert, hier kommt also das zweite Familien-Update, seitdem Henry uns um mehr als nur 52 cm bereichert hat.

Henry

Henry entwickelt sich super! Ich bin so erleichtert, dass es ihm gut geht und er so ein entspanntes, pflegeleichtes Baby ist. Er wächst mir nur ein bisschen zu schnell und hat in den letzten 7 Wochen ganze 1700 Gramm zugenommen und ist 8 cm gewachsen. Den zerknautschten Newborn-Look hat er definitiv verloren, er sieht aus wie ein fertiges Menschenbaby! Mittlerweile kann er uns bewusst anlachen und sein Gesicht ist so unfassbar süß, wenn er seinen Mund verzieht und seine Augen mitmachen. Vor allem wenn Alex ihm ein Liedchen pfeift, hört er gar nicht mehr auf zu kichern. Ich habe wirklich das Gefühl, dass er jeden Tag etwas Neues lernt und wenn ich meiner Mama glauben darf, sieht er auch jeden Tag ein bisschen anders aus. Er hat jetzt auch seine Hände entdeckt und nimmt alles in den Mund, was in der Nähe liegt: Das Spucktuch, sein Schnuffelbärchen, seine Finger oder saugt sich an unserem Hals fest, wenn wir ihn auf dem Arm tragen. Greifen kann er noch nicht, aber er öffnet seine Hände und haut gegen Spielsachen, die in der Nähe liegen. Seit ungefähr 2 Wochen kann er auch was damit anfangen, wenn wir ihn unter seinen Spielbogen legen und freut sich über die bunten Sachen, die über seiner Nase hängen. Nachts schläft er eigentlich ganz gut, es sei denn, er steckt mitten in einem Wachstumsschub, so wie jetzt gerade. Normalerweise haben wir schon einen guten 3-4 Stunden Rhythmus, im Moment muss ich ihn aber vor allem tagsüber wieder alle 2 Stunden anlegen. Heute Nacht hat er allerdings durchgeschlafen, also irgendwas tut sich gerade bei dem Kind. Meine Hebamme hat mir das Buch „Oje, ich wachse“ empfohlen (gibts auch als App) und ich finde es nicht nur total spannend, zu lernen, was bei einem Baby passiert, wenn es wächst, sondern auch sehr hilfreich, um zu verstehen, wie man am besten mit einem Baby umgeht, dass mitten in so einem Schub steckt. Die wichtigste Message: Für das Baby ist so ein Schub extrem anstrengend, es erlebt seine Welt immer wieder neu und das einzige, was in diesem Chaos konstant bleibt, sind die Eltern. Wenn es also schreit oder unruhig ist, helfen entweder die Brust, Körperkontakt und ein paar ruhige Worte am besten. Zu viel Liebe gibt es bei so kleinen Babys gar nicht!

Das Leben zu dritt

Langsam haben sich die Aufgaben rund um Henry ganz gut zwischen uns aufgeteilt. Ich bin zuständig für die Raubtierfütterung, für die Beruhigungskuscheleinheiten, für die Massagen, für die Erzählstunden und eine Menge Quatsch dazwischen. Alex übernimmt vor allem die nächtlichen Wickeleinheiten und beruhigt den Kleinen, falls er weint. Er spielt tagsüber mit ihm, erklärt ihm die Welt, macht zusammen mit ihm ein Mittagsschläfchen und übernimmt den wöchentlichen Badespaß. Uns ist wichtig, dass Henry von uns beiden gleich viel Aufmerksamkeit bekommt und sich auch von uns beiden beruhigen und unterhalten lässt. Die Mama ist natürlich immer ein bisschen beliebter, weil er näher an der Futterquelle ist, aber ansonsten könnte ich wahrscheinlich auch in Ruhe das Haus verlassen und die zwei würden wunderbar ohne mich auskommen. Solange Alex noch zuhause ist, teilen wir alles rund um den kleinen Mops auf – wenn er in zwei Wochen wieder ins Büro muss, werden wir uns eben neu arrangieren.

Henry hat uns von einem verliebten Pärchen zur Familie gemacht – ein wahnsinnig schönes Gefühl. Ich weiß nicht, wie es anderen Eltern geht, aber diese neue Dreieckskonstellation finden wir richtig klasse! Man stolpert manchmal ja auch über andere Geschichten, und kann sich bekannterweise auch nicht darauf vorbereiten, wo man nach so einer Lebensumstellung gefühlstechnisch unterwegs ist. Aber wir fühlen uns absolut wohl in unserer neuen Rolle als Mama und Papa, anders kann ich mir nicht erklären, warum mir unser neues Leben so entspannt vorkommt. Ich weiß, es wäre wahrscheinlich spannender, wenn ich mal ein bisschen motzen würde, aber es gibt nichts negatives zu berichten. Das Leben ist einfach sehr wunderbar, so wie es gerade ist. Ich finde es langsam etwas befremdlich, dass mir ständig Leute über den Weg laufen, die sich doch sehr über unsere tibetische Entspannungsatmosphäre hier zuhause wundern, aber ich wüsste nicht, worüber oder warum ich mich aufregen sollte. Über Müdigkeit? Über ein weinendes Baby? Also, es überrascht mich jetzt nicht, dass ein Neugeborenes hier und da mal weint oder nicht durchschläft, deswegen… I don’t get it. Selbst wenn der Kleine unruhig ist, weint, Bauchschmerzen oder einfach mal schlechte Laune hat, lädt sich die Stimmung hier zuhause nie auf. Ich glaube, weil wir nichts erwartet haben und immer sehr offen mit unseren Gefühlen – Freude als auch Unsicherheiten – umgegangen sind, hat es uns den Start in diese Elternsache leichter gemacht. Alex als Vater zu beobachten, wie er mit Henry spricht, ihn zum Lachen bringt, ihn tröstet, in den Schlaf wiegt oder sogar etwas vorsingt, ist eine völlig neue Seite an ihm, in die ich mich Hals über Kopf verliebt habe. Wir beide wachsen immer mehr mit unserer Aufgabe und gewöhnen uns an unser neues, entschleunigtes Leben mit Kind.

 

Body & Recovery

Die Geburt ist jetzt 7 Wochen her und ich fühl mich eigentlich wieder ziemlich wie ich selbst in meinem Körper. Ich bin wieder fast bei meinem Vor-Schwangerschaftsgewicht angekommen, aber sehe natürlich noch ein wenig anders aus als vorher. Trotzdem bin ich wirklich überrascht davon, wie schnell sich mein Körper von der Schwangerschaft und der Geburt erholt hat, ohne dass ich irgendetwas dafür tun musste. Durch das Stillen hat sich mein Bauch schon fast ganz zurückgebildet und auch sonst sieht man mir kaum an, dass ich vor ein paar Wochen noch mit 16 kg mehr durch die Gegend marschiert bin. Behaupte ich jetzt mal so. Die Geburtsverletzungen sind soweit abgeheilt und mein Nachsorgetermin heute hat mir bestätigt, dass ich auch körperlich wieder fit bin. Ich sag mal so: Nach Romantik ist mir noch nicht, aber es ist ja gut zu wissen, dass man wieder könnte, wenn man wollte. Mein Beckenboden meldet sich noch zwischendurch, vor allem nach langen Spaziergängen, aber ich bestehe darauf, jeden Tag 2-3h an die frische Luft zu gehen. Ansonsten freue ich mich einfach so sehr darauf, wenn ich wieder ein bisschen Sport machen kann. Ist ja auch nicht verkehrt, wo doch der Sommer vor der Tür steht und ich eventuell mal in einen Bikini schlüpfen möchte. Außerdem macht es für mich nur Sinn, mich gerade jetzt ernsthaft und vernünftig um meine Gesundheit zu kümmern! Vor allem das Stillen verursacht eine Menge Rücken-und Schulterschmerzen, da muss unbedingt etwas passieren. Mein Rückbildungskurs startet Ende Mai, danach bin ich hoffentlich wieder etwas kräftiger und kann ohne Bedenken mit meinem Training anfangen. Ich habe ja keinen Zeitdruck, also schauen wir mal.

Jetzt habe ich wieder eine Menge erzählt, aber ich hoffe, diese Art von Updates gefallen euch. Ich finde es ganz schön, mal so zusammengefasst einen Einblick in unser neues Leben zu geben. Es gibt natürlich eine ganze Menge Themen, die ich noch im Detail aufschreiben werde, aber alles schön der Reihe nach. :-) Falls ihr an irgendetwas besonders interessiert seid, lasst mir eure Ideen doch gerne da. Der Geburtsbericht folgt in den nächsten Tagen, ich arbeite noch dran. Ist gar nicht so einfach, so ein Erlebnis adäquat zu beschreiben…

HAPPY WEEKEND!

8 thoughts on “7 1/2 Wochen mit Henry #thoughstonmotherhood

  1. FashionqueensDiary

    Super schöner und sehr liebevoller Bericht! Vom verliebten Pärchen zur Familie – toll ausgedrückt! Ich wünsche euch auch weiterhin eine so tolle Zeit zu Dritt!

    Antworten

  2. Helen Stiller

    Du schreibst soooo schön und auch wenn ich erst 18 Jahre alt bin und gerade mein Abitur mache, lese ich deine Blogposts sehr gern.
    Vor allem das du nichts verheimlichts oder auch über körperliche Veränderungen sprichts, finde ich sehr gut.

    Antworten

  3. Jessica

    „Ich glaube, weil wir nichts erwartet haben und immer sehr offen mit unseren Gefühlen – Freude als auch Unsicherheiten – umgegangen sind, hat es uns den Start in diese Elternsache leichter gemacht.“

    Das glaube ich auch! Ich habe manchmal den Eindruck, dass so verdammt viele werdende Eltern bestimmte Vorstellungen, Wünsche und Ansprüche haben, dass sie einfach enttäuscht sind, dass der Alltag mit Baby anders läuft. Und das sehen und reflektieren sie aber nicht. Es ist dann das Baby, das so stressig ist. Ne, es sind die verkehrten Erwartungen. Das Baby ist wie es ist. Es ist ein kleiner Wurm mit Bedürfnissen und ganz ganz vielen Aufgaben, auch wenn wir diese nicht sehen können (sprichwort wachstumsschub). Es braucht eben, was es braucht und darauf scheint ihr euch super einlassen zu können.

    Ich lese deine Posts so gerne. Mein ET ist in 1,5 Wochen und ich bin ganz aufgeregt :)

    Antworten

    1. Regina
      regina

      Hi Jessica,

      uuuuh, nur noch ein paar Tage und dein Baby ist da! Ich fieber richtig mit, meine Güte, waren das zähe Tage! :-)
      Ja, ich finde es total wichtig, sich von Erwartungen zu lösen und einfach auf das Baby und seine Bedürfnisse einzustellen.
      Je stressiger die Eltern, umso gestresster das Kind – das bedingt sich, glaube ich zumindest – und dann steckt man mitten
      in einem fiesen Teufelskreis. Ich wünsch dir alles Gute, das wird SUPER!

      ALles Liebe, Regina

      Antworten

  4. Claudia

    Ich finde es mal sehr schön auch positive Dinge über das Elternsein zu lesen. Ständig nur zu lesen, wie erschöpft man mit einem Kind ist, dass man als Paar kaum noch Zeit füreinander hat usw. Das finde ich alles ziemlich deprimierend und macht auch nicht wirklich Lust, Kinder zu bekommen. Klar ist es auch richtig nicht immer nur alles in rosarot zu malen. Aber es ist auch einfach mal ermutigend zu lesen, dass es auch einfach und gut laufen kann. Ich freue mich für euch und wünsche euch weiterhin alles Liebe!

    Antworten

    1. Regina
      regina

      Liebe Claudia,
      danke für deine Worte! Ich finde es halt auch echt megaschön, Mama zu sein und verstehe nicht so ganz, warum ich
      betonen sollte, dass ich nicht durchschlafe oder der kleine Mops auch mal schlechte Tage hat. Hab ich ja auch, also
      sollte mich das nicht überraschen. :-) Nee, rosarot will ich hier auch nichts malen, aber das Leben ist einfach
      grundsätzlich – ob mit Kind oder ohne – so viel einfacher, wenn man sich auf das Schöne konzentriert! Und das mach ich
      auch als Mama, sowas lernt ein Kind ja auch nicht von alleine. :-)

      Alles Liebe dir,Regina

      Antworten

  5. Ilka

    Ich danke Dir für Deinen wundervollen Blog.
    Ich lese ihn schon lange und fand ihn immer toll, da es ein Blog über Mode ist, der nicht ganz sich auch mit Alltagsthemen beschäftigt. Einer, mit dem ich mich identifizieren kann. Insbesondere jetzt, da ich schwanger bin und nur noch fünf Wochen habe bis ich meinen Sohn im Arm halten werde (habe aber schon einen Teenie zuhause), genieße ich es von Dir zu lesen.
    Und auch ich verstehe dieses Gejammer nicht ganz so sehr, natürlich haben wir schlechte Tage und natürlich bin ich nicht mehr so mobil, aber es geht mir gut und ich freue mich.

    Antworten

    1. Regina
      regina

      Vielen Dank, liebe Ilka! Ich wünsch dir eine großartige Geburt und erste Zeit mit deinem kleinen Mops!
      Genau, einfach immer schön positiv bleiben! <3

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.