The sweet life #week15

Eine Woche für die Tonne. Manchmal fällt es ja selbst mir schwer, positiv zu bleiben. Das Drama der Woche einmal in 3 Akten für euch zusammengefasst:

  1. Wir haben eine Wohnung besichtigt, die genau unseren Vorstellungen entsprach und natürlich sofort zugesagt.
  2. Wir haben am gleichen Tag eine mündliche Zusage der Vermieterin bekommen und konnten unser Glück kaum fassen. Umzug zum 1.5.? Sportlich, aber machbar. Also haben wir unsere jetzige Wohnung quasi sofort online gestellt, Besichtigungstermine abgemacht und innerhalb von 24h einen Nachmieter gefunden.
  3. Dann die Absage, kurz und verdammt schmerzhaft. Autsch.

Willkommen im Hamburger Wohnungsmarkt, die Schlappe mussten wir erstmal verdauen. Aber – und das ist die gute Nachricht – wir machen aus unserer Misere ja bekanntlich das Beste: Wenn wir schon noch in unserer Wohnung bleiben müssen (die wir immer noch wunderschön finden), dann toben wir uns hier eben noch ein bisschen kreativ aus. Pinterest sei Dank gibt es ja eine Menge Inspiration für kommende Projekte, die wir angehen möchten. Und wenn wir uns den Umzug in diesem Jahr noch sparen können, sehe ich uns stattdessen in einigen Monaten unserem ersten Familienurlaub entgegenfliegen. Wenn das kein Grund zur Vorfreude ist, dann weiß ich auch nicht.

Gedacht: F.U.C.K.

Geweint: Diese Woche wurden ein paar Tränchen mehr vergossen. Ich bin zwar nicht sonderlich nah am Wasser gebaut, aber der Wohnungsstress, die vielen Besichtigungstermine und die Absage kamen mit einem 24h-Infekt von Henry zusammen und in der Summe war das alles ein bisschen viel. Am schlimmsten war es für mich, den kleinen Mops leiden zu sehen. Er ist sonst eigentlich ziemlich kräftig, aber am Mittwoch hing er den ganzen Tag nur ganz schlaff in meinen Armen und wimmerte kraftlos vor sich hin. Ich hab mich total hilflos gefühlt und wäre am liebsten sofort ins Krankenhaus gefahren, aber in der Nacht hat er wieder vernünftig gegessen und zum Glück auch bei sich behalten. Alex hatte es nicht einfach mit uns beiden und musste abwechselnd Henry oder mich trösten.

Getestet: Man könnte ja fast meinen, es gäbe genug Burgerrestaurants in Hamburg. Jetzt gibt es einen mehr und bei „Most Wanted Burger“ in Eimsbüttel bin ich über geschmolzenem Blauschimmelkäse und einem herrlich Medium-gebratenem Beefburger mal wieder ins Schwärmen geraten.

Gefragt: Ich mache mir immer mehr Gedanken, wie ich mich beruflich weiterentwickeln und verändern möchte. Mir gefällt die Idee immer besser, mich selbstständig zu machen und nicht mehr abhängig von einem Arbeitgeber zu sein. Ich bin ja erstmal für ein Jahr in Elternzeit und kann mir das noch in Ruhe überlegen, aber vielleicht bin ich einfach mal so mutig und traue mich? Es wäre so viel spannender für mich, projektbezogen zu arbeiten und meine Zeit selbst einzuteilen, als meine Kreativität und guten Ideen einfach herauszupulvern. Ich will wieder Geschichten erzählen und ja, ich denke, das kann ich am besten, wenn ich mein eigener Chef bin. Mal sehen, wohin das nächste Jahr uns so führt, aber der Gedanke sitzt. Habt ihr vielleicht ein paar spannende Erfolgsstorys für mich zum Anstupsen?

Gelesen: Ich hab mich diese Woche ein wenig mehr mit Erziehungsliteratur auseinandergesetzt. Klingt komisch, ist es auch. Vorab: Nein, man braucht keine Bücher zu lesen, um Kinder richtig zu erziehen. Aber manchmal bekommt man gute Impulse, Inspiration oder einfach Rückendeckung für die eigene Denkweise. Ich finde es wichtig, nichts für voll zu nehmen und durchaus alles zu hinterfragen was mit diesen sensiblen Thema zu tun hat. „Warum französische Kinder keine Nervensägen sind“ ist stellenweise durchaus amüsant, aber muss eben auch mit einem Augenzwinkern gelesen werden. „Das Mamabuch“ bzw. „Das Papabuch“ sind dagegen so ein Bullshit, das ich die fünf Euro pro Buch am liebsten zurückverlangen würde!

Gehört: Nach einem ziemlich spannenden Interview mit Heinz Strunk habe ich in das neue Buch „Der goldene Handschuh“ reingehört, dass auf ziemlich plastische, unheimliche, düstere, aber verdammt unaufgeregte Weise das Treiben im goldenen Handschuh beschreibt, einer Absturzkneipe auf dem Hamburger Berg in den 70er Jahren, in der der Frauenmörder Fritz Honka seine Opfer aufgegabelt hat. Mir war das Buch nach ca. 20 Minuten dann doch etwas zu derb, dafür ist mein Nervengerüst dann derzeit wohl doch etwas zu schwach, aber Alex amüsierte sich köstlich.

Gekauft: Zur Feier meiner wiedererlangten Größe 36 habe ich ein paar neue Klamotten eingekauft. Wohoo! Ich habe in den letzten sechs Wochen nämlich festgestellt, dass die wenigsten meiner Klamotten stilltauglich sind oder einen Milchunfall nur schwer verkraften würden. Zur neuen High Waisted Jeans sind ein paar lässige Hemden und Tops eingezogen, die sich herrlich unkompliziert miteinander kombinieren lassen. Außerdem habe ich einen neuen Lieblingstrend: Culottes. Vorher ein wenig schief von mir belächelt, aber jetzt bin ich einfach nur hellauf begeistert und habe mir direkt drei weitere Modelle bestellt! Außerdem ist in zwei Wochen mein 28. Geburtstag und passend zum Anlass ist etwas ganz besonderes in meinen Warenkorb gewandert…als Geschenk an mich selbst sozusagen, ich finde, das habe ich dieses Jahr durchaus verdient.

Kurz gesagt: Ich bin froh, dass morgen eine neue Woche startet! Jetzt verkrümel ich mich unter meine Decke, schnapp mir Henry und Alex zum Kuscheln und gucke „Dschungelbuch“. Also, manche Wochen…

One thought on “The sweet life #week15

  1. Fräulein K

    Hallo liebe Regina, eine Erfolgsstory habe ich nicht aber hast du schon mal überlegt, dich mit deinem Blog oder deinem Youtube Kanal selbstständig zu machen? Ich finde dich und deine Erzählungen rund um dein Baby, deine Familie bezaubernd und so wunderbar „normal“. Du hast ein Talent die Leute mit deinen Geschichten in den Bann zu ziehen und diese verdienen eindeutig mehr Zuhörer/schauer. ;-) Vielleicht wäre diese Art der Selbstständigkeit auch mit Henry gut zu vereinbaren

    Ganz liebe Grüße,
    Fräulein K

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