Boy or Girl?

Was haben wir dem letzten Ultraschalltermin entgegen gefiebert, ich konnte die Nacht davor kaum schlafen. Natürlich nicht, weil ich so gespannt auf das Geschlecht war, sondern weil das der große Ultraschall ist, bei dem festgestellt wird, ob das Baby (soweit erkennbar) gesund ist. Es stimmt, was andere Eltern sagen: Hauptsache, es ist alles ist dran und das Herzchen schlägt. Als ob mir jemand einen 300kg-Sandsack von den Schultern gehievt hat – ein unglaublich befreiendes Gefühl, wenn man sein Kind auf dem Bildschirm vor sich fröhlich turnen sieht. Naja, und dann ist das natürlich auch der Zeitpunkt, an dem sich bei guter Sicht auch feststellen lässt, wer da eigentlich den ganzen Tag im Bauch Party feiert: Ein Mädchen oder Junge?

Wir haben unseren Plan durchgezogen. Meine Frauenärztin hat zwar vor sich hingeschmunzelt, aber uns nicht verraten, was sie sieht. Stattdessen hat sie das Geheimnis auf einen kleinen Zettel geschrieben, den ich in meinem Mutterpass mit nach Hause genommen habe. Und ich bin doch so unfassbar neugierig…das war die härteste Challenge überhaupt, nicht doch ganz kurz, ganz schnell auf dem Weg vom Wohnzimmer zum WC einen klitzekleinen Blick auf den Zettel zu werfen. Leider  – und das ist eben immer wieder das Dilemma in einer Großstadt wie Hamburg – sind spontane Anfertigungen wie eine Babytorte einfach nicht machbar, es sei denn, man ist bereit mind. 1 Monat zu warten oder das doppelte zu bezahlen. War ich beides nicht. Also haben Alex und ich es uns auf dem Sofa gemütlich gemacht und uns zu zweit auf diesen kleinen Moment gefreut, den wir einfach nur für uns zelebriert haben: IT’S A BOY!

Ich hatte da ja so ein Gefühl und war stolz wie Oskar, dass mich meine mütterlichen Instinkte nicht im Stich gelassen haben. Trotzdem haben wir unseren Eltern die Überraschung versprochen und so stand ich einen ganzen Freitag  – von Kopf bis Fuß in Mehl eingetaucht – in der Küche und habe zwei blaue Törtchen gebacken. Der Boden voller Zuckerperlen, ich genervt bis zum Anschlag, weil dieses olle Fondant nicht so wie ich wollte und am Ende hat es dann doch irgendwie geklappt. Ich wäre eine grauenvolle Konditorin geworden! Und ich gebe es ja nicht gerne zu, nur… geschmeckt hat das zuckrige, blaue Kunstwerk leider überhaupt nicht. Aber es heißt ja auch, der Zweck heiligt die Mittel und wenn schon mein Vater vorsichtig fragt, ob ich es ihm übel nehme, wenn er sein Tortenstück nicht aufisst, dann sagt das mehr aus, als ich eigentlich an der Stelle bereit bin, mir einzugestehen.

Wir sind unglaublich verliebt in unseren kleinen Jungen, der sich mittlerweile mehrmals am Tag bemerkbar macht und mir mit richtig viel Anschwung in die Seite kickt. Ich interpretiere das einfach als seinen Liebesbeweis an mich – er kann das nur noch nicht so gut dosieren und das ist ok. Es ist ein schönes Gefühl, nicht nur zu wissen, dass man schwanger ist, sondern auch zu fühlen, dass sich der Körper verändert und das Baby langsam immer größer wird. Ich kann es kaum glauben, dass wir in knapp 18 Wochen schon zu dritt sein werden…

2 thoughts on “Boy or Girl?

  1. Malika

    Ich habe gerade dein Q&A geschaut und muss an dieser Stelle mal loswerden, wie sympathisch du wirkst! Deine Einstellung ist total toll und ich glaube, du wirst eine wunderbare Mama!♥

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    1. Regina
      regina

      Aawww, wie lieb von dir! Dankeschön <3

      Liebe Grüße an dich!

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