My Thailand Memories

Auf der Suche nach einem bestimmten Foto bin ich letzte Woche in einem ganz anderen Order hängen geblieben: Thailand. Nicht zu glauben, dass unsere letzte große Reise wirklich schon fast drei Jahre her ist. Ich weiß noch, dass ich mehrmals am Tag gedacht habe: „Es ist so unfassbar schön hier.“ Und weil ich wegen meinem kleinen Fauxpas sowieso noch ein paar Posts überarbeiten muss, dachte ich, schwelgen wir einfach gemeinsam in Erinnerungen. Moment,ich dreh nochmal kurz meine Heizung auf, damit sich das Ganze hier wenigstens etwas authentischer anfühlt…

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Wir waren insgesamt 3 1/2 Wochen unterwegs, sind von Berlin über Abu Dhabi nach Bangkok geflogen. Wir haben bis auf die erste Nacht in Bangkok und die erste Woche auf Koh Samui nichts vorher gebucht. Nach ein bisschen Recherche haben wir beschlossen, mit dem Nachtzug von Bangkok nach Surat Thani zu fahren und dann mit der Fähre auf die Insel. Das frisst ein wenig Zeit und ist zwischendurch auch echt unheimlich gewesen (weil einem z.B. nie gesagt wird, warum man jetzt mitten im Wald aussteigen muss…), deswegen waren wir ziemlich froh, als der Teil der Reise durch war. Aber die ganze Fahrt ist schon ein kleines Abenteuer für sich!

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Unser Hotel auf Koh Samui war ein wirklich süßes Mittelklassehotel, wir haben hier ca. 30€ pro Nacht für ein Doppelzimmer mit Frühstück bezahlt. Das Besondere war die Lage an dem Strand Thongtakian Bay oder „Silver Beach“, der zu den wenigen unberührten Buchten auf der Insel gehört. Hier haben wir in den ersten Tagen wirklich nur die Sonne und das Meer genossen, bevor wir angefangen haben, die Insel, das Essen und das ganze Drumherum zu erkunden.

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Da wir „on a budget“ unterwegs waren, haben wir den Tipp von Freunden beherzigt und ein „Baumhaus“ für die restlichen 10 Tage auf der Insel gemietet (pro Nacht ca. 8€). Die erste Nacht war eine absolute Katastrophe! Das Häuschen war nicht richtig verdichtet und es gab nur einen Deckenventilator, der bei über 30 Grad wenig bringt. Am schlimmsten fand ich die Geräusche an den Wänden von außen, man konnte hören, wie die kleinen Tierchen über und neben uns herumgekrabbelt sind. Brrrr. Also sind wir am nächsten Tag in den Supermarkt, haben Tape gekauft und alle löchrigen Ecken in dem Zimmer abgeklebt, damit wenigstens keine Tiere von oben reinkommen. Ansonsten hatte unser kleines Baumhaus fast schon etwas romantisches, auf den Bildern sieht es jedenfalls viel idyllischer aus, als ich es in Erinnerung habe.

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Wir haben auf den Inseln alle Märkte erkundet, jeden Imbiss getestet und nach wenigen Tagen festgestellt, dass es das beste und authentischste Essen auf den Strassen gibt. Davon abgesehen, dass man für unfassbar wenig Geld phantastisches Essen bekommt! Wir hatten unsere Hausapotheke zwar dabei, weil wir immer vor „Verdauungsproblemen“ gewarnt wurden, mussten hier aber nicht einmal von Gebrauch machen…Glück gehabt! Die Früchte in Thailand sind aber wirklich das, wovon ich immer noch träume. Ich habe noch nie so leckere Ananas, Mangos und Limetten gegessen, da schmeckt unser Obst hier wirklich wie Wasser mit ein bisschen Geschmack dran. Bäh.

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Sehenswürdigkeiten? Man muss sich nichts vormachen, die kleinen Insel sind für ihre Strände, Korallen, Naturschutzgebiete bekannt. Wir haben Koh Samui recht schnell erkundet und uns für die gesamte Zeit einen Roller gemietet (die Insel hat z.B. knapp 20km Durchmesser), ein Räucherstäbchen am Big Buddha angezündet und die wenigen Tempel besichtigt. Das Überwältigendste für mich (was das angeht) war unser Tagesausflug in den Nationalpark „Ang Thong“, eine Inselgruppe die aus 42 kleinen Kalksteininseln besteht. Die Aussicht, die wir hier hatten, hat sich wirklich wie „am Ende der Welt“ angefühlt. Da war weit uns breit einfach nichts und niemand mehr zu sehen, ausser wir und ein paar Affen. Die wenigstens haben sich die 400m steilen Bergmarsch angetan und hätte ich vorher gewusst, dass man die letzten 50m ohne Sicherung hochklettern muss…wäre ich wahrscheinlich auch unten geblieben oder hätte mir zumindest keine Flip-Flops angezogen, aber der Ausblick hat uns für alles entschädigt!

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Kommen wir zu dem Punkt, der alle brennend interessiert: Wie teuer war der Spaß? Ich kann euch in dieser Sache beruhigen, weil wir im Endeffekt viel weniger bezahlt haben, als erwartet. Natürlich kommt es auch darauf an, was man vorhat und in welchem Hotel man man wohnt, aber ich gehe einfach mal von einem guten Backpacking-Standard aus: kein Luxus, aber komfortabel. Inklusive Flug, Hotel, Transportkosten, Verpflegung und „Entertainment“ haben wir insgesamt ca. 2300€ bezahlt (für 2 Personen). Für uns als Studenten war das damals echt wahnsinnig viel Geld, aber für einen fast 1-monatigen Urlaub in Thailand sind wir verdammt günstig davongekommen. Ich glaube, das liegt zum größten Teil daran, dass wir einfach alles einzeln gebucht haben, davor wochenlang die Flugpreise gecheckt und vor Ort fast alles in Bar bezahlt haben. Das ist natürlich etwas mehr Arbeit, war es uns aber definitiv wert.

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Wenn ich nochmal nach Thailand reise, lasse ich den Punkt mit dem Nachtzug gerne weg, das hat einfach zu viel Zeit gefressen, ist nicht besonders bequem und durch die eiskalte Klimaanlage habe ich mir eine ziemlich fiese Mandelentzündung zugezogen. Ich würde noch mehr Inseln besuchen, im Dschungel schlafen und unbedingt einen Tauchkurs machen. Aber ansonsten haben wir alles richtig gemacht, ich erinnere mich so gerne an die Zeit zurück und kann euch nur ans Herz legen, zu reisen, die Welt zu sehen und die Finger von Pauschalurlaub zu lassen!

 

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One thought on “My Thailand Memories

  1. Naanie

    Hach, Thailand. Auch noch so ein Traum von mir. Wunderbare Bilder.

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