Alles auf Herbst

Die letzten Tage haben nochmal gezeigt, dass sich manche Wünsche doch erfüllen, wenn man sie nur oft genug wiederholt und siehe da, der Wettergott hat sich gemeldet: Da habt ihr noch ein bisschen Sommer, bitteschön! Es war heiß und schwül, perfektes Wetter um Eis zu essen und abends noch eine extra Runde draußen um den Weiher zu gehen. Ich hatte meine erste Weinschorle nach über einem Jahr Pause, ich habe meinen Schrank komplett aufgeräumt, ich habe Henry einen Reisepass besorgt und am Freitag meinen Alex nach Malaga verabschiedet, wo er die nächsten drei Wochen arbeiten wird. Mimimi.

Ich bin bereit für den Abschied vom Sommer, es tut mir nicht weh, macht mich nicht traurig oder wehmütig. Ich habe dieses Jahr keinen Bikini-Abdruck mitgenommen, keinen Sonnenbrand gehabt, keine blonden Härchen auf den Armen und trotzdem, trotzdem war dieser Sommer ganz besonders für mich. 

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Rome in a nutshell – A short trip travel guide

Da ist sie, die erste Travel-Story meiner Schwester Johanna. Ich überlasse ihr die Bühne für die Travel-Kategorie, sie macht das wesentlich häufiger als ich und hat mindestens genauso so viel zu erzählen. Wer sie ist, was sie macht und warum wir uns den Blog ab jetzt schwesterlich teilen, so wie früher das Zimmer, das verraten wir euch in den nächsten Tagen in Ruhe, aber fürs Erste dürft ihr Johanna nach Rom begleiten…

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Where do I even start? Die Idee für einen Kurztrip nach Rom entstand aus einer freien Uniwoche, Reiselust und einem recht überschaubaren Budget. Wie wir das angestellt haben? Keep reading.

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Mein kleiner Löffel

Henry ist ein Baby, also ein ziemlich beeindruckendes, kleines Entwicklungswunder. Würden wir uns als Erwachsene immer noch so rasant nach vorne entwickeln, halleluja, ich vermute mal stark, es würde deutlich weniger Probleme auf der Welt geben. Babys sind einfach so effizient! Was die kleinen Möpse einmal lernen, das bleibt auch hängen. Stellt euch mal vor, wir würden aus unseren Fehlern lernen?! Näh, wie langweilig, worüber sollen wir denn dann noch diskutieren, streiten und lästern?

Henry kann jedenfalls, dafür dass er ja nun erst sechs Monate auf der Welt ist, eine ganze Menge: Er kann sich drehen, vom Löffel essen (zwar noch ohne Manieren, aber immerhin), robben, lachen, meckern, er erkennt uns und Menschen, die er oft sieht, er kann seine Schnute verziehen, wenn er etwas blöd findet, er sitzt mit ein bisschen Hilfe und hält seinen überproportional großen Kopf schon ziemlich gut alleine. Er liebt es, im Wasser zu plantschen, hat ein persönliches Problem mit dem Tukan, der von seinem Spielbogen runterhängt und mag definitiv kein Brokkoli. Er hört gerne Musik, ist super kitzelig (unter den Achseln und unter den Füßchen), entspannt total, wenn man seinen Rücken krault und macht manchmal Geräusche wie eine kleine Miezekatze. Ich weiß nicht, ob mir so viele Dinge zu mir einfallen würden und ich bin 28!

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Weinschorle & Heiße Pommes

Folgendes: Dieser Post war überhaupt nicht geplant, heiße Pommes sind nicht unbedingt der beste Aufhänger für eine neue Story. Nun ist es aber so: Ich stille ab, ich kann seit einigen Tagen tagsüber essen und trinken was ich will (MINZTEE! ESPRESSO! WEIN!), weil meine Brüste von 7 Uhr morgens bis 22 Uhr abends nur mir gehören. Ich hab sie gerne mit Henry geteilt, aber ich hab sie auch gerne wieder für mich. Ich hatte gestern sogar wieder meinen Lieblings-BH an, einfach weil ich es konnte und wow, hätte ich gewusst, dass mein Mom-Ego so einfach und schnell aufpoliert werden kann, wäre ich vermutlich schon viel früher wieder in meine hübsche Wäsche geschlüpft. Nur für mich, nur für mein Gefühl, dass sich unter meinem mit Kürbisbrei verschmiertem T-Shirt noch eine Frau versteckt.

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6 Monate mit Henry | Mein neues Leben als Mama

Ich übertreibe kein Stück, wenn ich jetzt die These aufstelle, dass ich die schnellsten sechs Monate meines Lebens hinter mir habe. Mein neues Leben als Mama, mit Henry, wir drei als Familie, das ist mein absoluter Inbegriff von Glück, es kann wohl kaum noch schöner werden. Auch wenn ich so etwas eigentlich nie sage, weil es durchaus klischeehaft klingen mag: Ich fühle mich gesegnet, wirklich, und bin so dankbar dafür, dieses Glück zu erleben. Ich will Mutterschaft nicht in den Himmel heben und bin sicher, dass es viele Frauen gibt, die völlig anders fühlen als ich und deren Interpretation von Glück und Liebe nichts mit sabbernden Babys zu tun hat, aber für mich ist es mit Abstand die größte Herausforderung und das schönste Abenteuer der Welt. Der ganzen Welt.

HENRY

Henry hat pünktlich einen Tag vor seinem ersten halben Geburtstag die ganze Umdrehung entdeckt und macht seitdem nichts anderes mehr. Es ist einfach nur herrlich, ihn dabei zu beobachten, wie er sich über seine neugewonnen Fähigkeiten freut, das muss ihm ja fast wie Zauberei vorkommen. Eben ging noch gar nichts, außer liegen und strampeln und plötzlich kugelt ein Mops über das Bett! Ein bisschen gefährlich (ich muss mittlerweile wirklich gut aufpassen), aber es ist der Hammer! Er lacht sich kaputt, wenn man Quatsch macht oder kichert einfach mit, wenn wir lachen. Wenn wir knutschen, guckt er ganz genau zu und wenn wir uns unterhalten, brabbelt er mit und gibt er seinen Senf dazu. Manchmal frage ich mich, wie fröhlich ein Baby eigentlich sein kann? Ich hab es zwar schon öfter gesagt, aber Henry macht uns das Leben als Eltern wirklich unheimlich einfach. Er macht es schlicht schöner, in jeder Hinsicht.

Bei der Geburt war Henry ganz durchschnittlich klein, aber in den ersten zwei Monaten hat er sich fast verdoppelt! Mittlerweile ist er 71cm groß und wiegt 8400g – gar nicht mehr so klitzeklein. Der letzte Wachstumsschub war fies und hat uns – was Schlaf und Routine angeht – zumindest gefühlt zurück in den zweiten Monat katapultiert. Ich habe eigentlich fest damit gerechnet, jeden Moment den ersten Zahn zu entdecken, aber dann doch nicht. Ich bilde mir ein, dass er sich an unsere täglichen Abläufe gewöhnt hat und ein Muster darin erkennt. Ich halte mich mittlerweile (naja, mehr oder weniger) streng an unsere kleinen Routinen, weil alles andere nur Chaos verursacht, auch wenn sie kurz und schmerzlos sind.

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